Das Ring-Center in Friedrichshain wird bei laufendem Betrieb grundlegend umgebaut. Die Transformation zum gemischt genutzten Stadtbaustein bringt Fortschritt, aber auch spürbare Einschränkungen. Gleichzeitig können die Betreiber des Einkaufszentrums einen wichtigen Erfolg vermelden.

Berlin, Lichtenberg, Ring-Center, Shopping

Zwischen Baustelle und Betrieb: Das Ring-Center wird umfassend umgebaut und neu gedacht. Während im Westen noch gebaut wird, ist das Ring-Center III bereits voll vermietet. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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Der Umbau des Ring-Centers an der Frankfurter Allee schreitet sichtbar voran. Vor Ort zeigt sich derzeit ein Bild, das gleichermaßen für Fortschritt wie für Einschränkungen steht: Das Gebäude ist weiterhin großflächig eingerüstet, sowohl außen als auch im Inneren wird intensiv gearbeitet.

Friedrichshain: Umbau des Ring-Centers bei laufendem Betrieb

Trotz der laufenden Bauarbeiten bleibt das Ring-Center für Kundinnen und Kunden geöffnet. Der Umbau erfolgt bewusst im laufenden Betrieb; ein anspruchsvolles Unterfangen, das sowohl für Händler als auch Besucher mit deutlichen Einschränkungen verbunden ist.

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Vor Ort zeigt sich die Situation deutlich: Wegeführungen sind verändert, einzelne Zugänge gesperrt, und große Teile des Gebäudes wirken provisorisch. Das Center gleicht stellenweise einer Baustelle, in der parallel eingekauft und gebaut wird.

Baustellenrealität im Ring-Center: Einschränkungen für Besucher deutlich spürbar

Für viele Besucherinnen und Besucher bedeutet dies einen deutlich veränderten Aufenthalt. Lärm, Umleitungen und eingeschränkte Sichtachsen prägen das Bild. Gleichzeitig bleibt ein Teil der Geschäfte geöffnet, wodurch das Center weiterhin eine wichtige Versorgungsfunktion im Kiez erfüllt.

Diese Übergangsphase ist Teil einer umfassenden Transformation: Das klassische Einkaufszentrum wird schrittweise zu einem gemischt genutzten Gebäude weiterentwickelt. Künftig sollen Einzelhandel, Dienstleistungen, Gesundheitsangebote und Büros stärker miteinander verzahnt werden.

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© Visualisierung: GRAFT Gesellschaft von Architekten mbH

Neues Nutzungskonzept an der Frankfurter Allee: Weniger Handel, mehr Vielfalt

Kern des Umbaus ist eine strukturelle Neuausrichtung. Die bislang fünf Einzelhandelsebenen werden reduziert und neu organisiert, während in oberen Geschossen Flächen für medizinische Angebote, Büros und Freizeitnutzungen entstehen.

Damit reagiert das Projekt auf die veränderten Anforderungen an innerstädtische Handelsimmobilien. Leerstände und rückläufige Besucherzahlen hatten das Center bereits in den vergangenen Jahren unter Druck gesetzt.

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Ring-Center III in Lichtenberg: Positive Entwicklung und Vollvermietung

Während der Umbau im westlichen Gebäudeteil weiterhin mit Einschränkungen verbunden ist, zeigt sich im östlich gelegenen Ring-Center III eine deutlich stabilere Entwicklung. Nach dem Auszug des ehemaligen Ankermieters werden die Flächen derzeit neu positioniert und sind inzwischen weitgehend wieder vermietet.

Neue Nutzungen, darunter Einzelhandel, Fitnessangebote und weitere Konzepte, sorgen dafür, dass der Standort perspektivisch wieder stärker belebt wird. Neuer Mieter im Ring-Center III ist das Freizeitkonzept Game House, das rund 2.000 Quadratmeter im zweiten Obergeschoss an der Frankfurter Allee anmietet und seine Eröffnung für Ende 2026 plant.

Mit dieser Vermietung sind die im Zuge der Revitalisierung geschaffenen Flächen vollständig belegt, künftig ergänzt ein Indoor-Freizeitangebot das Nutzungsspektrum des Centers.

Umbau bis 2026/2027: Großprojekt mit langfristiger Perspektive

Der noch laufende Umbau des Ring-Centers I ist auf mehrere Jahre angelegt und soll voraussichtlich bis 2026 beziehungsweise 2027 abgeschlossen werden. Ziel ist ein offeneres, flexibleres und stärker gemischt genutztes Gebäude, das sich besser in den urbanen Kontext einfügt.

Bis dahin bleibt das Ring-Center jedoch eine Baustelle im laufenden Betrieb, mit allen damit verbundenen Herausforderungen. Gleichzeitig wird vor Ort bereits sichtbar, wie sich ein klassisches Einkaufszentrum schrittweise zu einem multifunktionalen Stadtbaustein wandelt.

Berlin, Lichtenberg, Ring-Center, Shopping

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, Berliner Morgenpost, GRAFT Gesellschaft von Architekten mbH, Der Tagesspiegel, Wikipedia, Hentrich-Petschnigg & Partner International, Jost Hernig und Manfred Stanek, Kintyre

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