Die BImA treibt den Wohnungsbau für Bundesbedienstete weiter voran. In der Sven-Hedin-Straße in Berlin-Zehlendorf entstehen unweit des Mexikoplatzes 22 barrierefreie Wohnungen mit Wärmepumpen, Photovoltaik und Regenwassernutzung.

Mit dem Neubau in Zehlendorf will die BImA nicht nur Wohnraum für Bundesbedienstete schaffen, sondern auch den Berliner Wohnungsmarkt entlasten. Das Projekt vereint ökologische Standards mit anspruchsvoller Architektur. / © Visualisierung: GNEISE Planungs- und Beratungsgesellschaft mbH / Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
© Foto Titelbild: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
Zu einem zünftigen Richtfest und anschließender Baustellenbegehung hatte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) am heutigen Vormittag die Presse nach Berlin-Zehlendorf in den Südwesten der Hauptstadt eingeladen.
Im Rahmen ihrer bundesweiten Wohnraumoffensive schafft es die BImA nach eigener Aussage somit auch in der Sven-Hedin-Straße 11, preisgünstigen Wohnraum zu schaffen. In zwei im neoklassischen Stil errichteten Stadtvillen entstehen 22 zeitgemäße Wohnungen in Holzhybridbauweise (Stahlbetonskelett und Holzbau), die den anspruchsvollen Gebäudestandard EH 40 erfüllen sollen.
Sven-Hedin-Straße in Zehlendorf: 22 bezahlbare Wohnungen für Bundesbedienstete entstehen
Man liege im Zeitplan, so Paul Johannes Fritz, Vorstandsmitglied der BImA, der damit auch das Thema Wohnungsfürsorge für Bundesbedienstete ansprach; Werkswohnungen also, für die diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter primär errichtet werden.
Es sei aber nicht ausgeschlossen, bei eventuell nicht ausreichender Nachfrage den Wohnraum auch für den öffentlichen Bedarf zu gleichen Konditionen zur Verfügung zu stellen, so Fritz.
Bauoffensive der BImA: 8.000 Wohnungen sollen deutschlandweit entstehen
Damit will die BImA mit diesem eigens für die Bundesbeschäftigten initiierten Wohnraumprogramm auch zur Entlastung des Berliner Wohnungsmarktes beitragen. Insgesamt hat sich das bundeseigene Unternehmen vorgenommen, deutschlandweit bis zu 8.000 Wohnungen neu zu errichten.
Das ist zwar im Vergleich zu den jährlich bundesweit benötigten 400.000 Wohnungen nicht viel, aber es ist trotzdem ein wichtiger Akzent, vor allem mit Blick auf die Frage, wie man baut, denn man hat auch eine gewisse ambitionierte Vorbildfunktion.
Abschließend dankte Paul Johannes Fritz allen am Projekt beteiligten Mitarbeitern der BImA und natürlich auch den anwesenden Firmen, wie etwa der GNEISE Planungs- und Beratungsgesellschaft.
Sven-Hedin-Straße in Zehlendorf: Zwei dreigeschossige Mehrfamilienhäuser entstehen
Die zwei dreigeschossigen Mehrfamilienhäuser werden mit einem verbindenden Untergeschoss (UG), inklusive einer Tiefgarage mit 1.131 Quadratmetern Bruttogeschossfläche, als Solitärneubauten auf einer Fläche von 4.134 Quadratmetern errichtet. Mit dem EH-40-Gebäudestandard wurden alle seitens der KfW geforderten Aspekte der Nachhaltigkeit, wie Schutz von Umwelt, Ressourcen, Gesundheit, Kultur und Kapital, berücksichtigt, wie das Unternehmen betont.
Die neuen Gebäude haben jeweils eine Grundfläche von 750 Quadratmetern und insgesamt eine Bruttogeschossfläche (UG, Haus A und B) von 1.933 Quadratmetern. Die thermische Versorgung wird zukünftig durch Wärmepumpen sichergestellt.
Unweit vom Mexikoplatz: Neue Wohnungen zwischen 53 und 102 Quadratmetern entstehen
Drei Vollgeschosse der Gebäudeklasse 3 werden mit 22 Wohnungen ausgestattet, darunter 2- und 3-Raum-Wohnungen mit 53 bis 102 Quadratmetern Wohnfläche. Neben der Barrierefreiheit in allen 22 Wohnungen sind im Erdgeschoss rollstuhlgerechte Wohnungen vorgesehen.
Die Stromversorgung beider Häuser wird über Photovoltaikanlagen erzeugt. Das auf dem Grundstück anfallende Regenwasser soll in Zisternen oder Rigolen aufgefangen und zur Bewässerung der Außenanlagen genutzt werden. Zusätzlich wird eine aus dem Altbestand übernommene Garage zu einem 91 Quadratmeter großen Fahrrad- und Gartenhaus umgebaut. Mit einer Fertigstellung der beiden Häuser rechnet man bei der BImA bis Ende 2026, spätestens im ersten Quartal 2027.
Quellen: GNEISE Planungs- und Beratungsgesellschaft mbH, Architektur Urbanistik Berlin, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
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Der war gut: „Bezahlbarer Wohnraum“ für Bundesbedienstete und dann Renderings in Stadtvilla- bzw. Stadtpavillion-Stil…ach ja,
und Zehlendorf…von 58-102m²… Da sind wir am Marzahner Arbeiterschließfach-Layout mit 28-75m² und WBM-Architekur
nochmal gerade so vorbeigeschlittert! Und für zweimal warm essen, reicht es schlussendlich auch noch….. Wie auch immer und ohne Flax und Krümel, manchmal tut ein zweiter Blick und ein In-Sich-Gehen gut, bevor man es den Leuten textlich zumutet.