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Der nachhaltige REWE-Supermarkt mit „Green Farming“-Konzept in Berlin-Lankwitz hat diese Woche Richtfest gefeiert. Das Tragwerk aus Nadelholz ist bereits errichtet. Bis Mai 2026 soll der erste kreislauffähige Supermarkt in Berlin mit eigener Dachfarm fertiggestellt werden.
Foto vom Richtfest des neuen REWE Supermarktes in Lankwitz

Mit dem Bau des kreislauffähigen Supermarktes in Lankwitz wurde im März 2025 begonnen. Seither laufen die Arbeiten auf Hochtouren und erste Fortschritte sind deutlich sichtbar. Nun konnte Richtfest gefeiert werden. / © Foto: Christoph Große

© Visualisierung Titelbild: ACME

 

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Am 17. September 2025 feierten zahlreiche Gäste das Richtfest des neuen REWE-Supermarktes in Berlin-Lankwitz, der nach dem „Green Farming“-Konzept gebaut wird. Auf dem Dach des Supermarktes sollen künftig Salatmischungen angebaut und an weitere REWE-Filialen geliefert werden, um einen geschlossenen Kreislauf zu ermöglichen.

Das Konzept soll besonders nachhaltig und ressourcenschonend sein, und stellt urbane Landwirtschaft in den Vordergrund. Die Eröffnung des Supermarktes in der Malteser Straße 128 ist für Mai 2026 vorgesehen.

Der perfektionierte Prototyp des nachhaltigen REWESupermarktes steht in Berlin-Lankwitz

Der REWE-Markt am Berliner Standort sei eine weiterentwickelte und optimierte Version, erklärte ACME-Gründungsdirektor Friedrich Ludewig beim Richtfest. Für den Markt in der Malteser Straße in Lankwitz wurden beispielsweise ein Drittel weniger Schrauben verwendet als für den Prototypen in Wiesbaden.

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Zwei Jahre habe es gedauert, aus dem ursprünglichen Modell in Wiesbaden ein ausgereiftes Produkt zu entwickeln. Deshalb sei der REWE-Markt in Berlin nicht der zweite Prototyp, sondern der erste Markt mit Dachfarm, der in dieser Form auch an weiteren Standorten realisiert werden könne.

Bei der Bauweise des REWE Green Farming wird auf  Nadelholz und Öko-Strom gesetzt

Nahaufnahme des Holzkonstrukts im neuen REWE-Markt in Lankwitz

Die Markthalle aus Holz ist auf Stützen gerichtet, sodass viel Tageslicht in den Supermarkt gelangt. / © Foto: Christoph Große

In den vergangenen sechs Monaten ist das Tragwerk des Gebäudes entstanden. Das Gerüst zeichnet sich durch eine Holzbauweise aus 1.450 Kubikmetern Nadelholz aus, das rund 930 Tonnen CO2-Äquivalent bindet. Wie Florian Nain, Teamleiter Planung und Eigenobjekte Bauwesen von REWE Ost, erklärte, sei das Besondere an dem Holzkonstrukt, dass sich die Hölzer anschließend recyceln und wieder in den Kreislauf zurückführen lassen. Des Weiteren lässt sich durch den Einsatz von Holz der Betonbedarf um etwa 25 Prozent reduzieren.

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Die Markthalle wird dagegen vollständig mit Ökostrom versorgt. Auf dem Dach entstehen neben dem Gewächshaus auch Photovoltaikanlagen, während aufgefangenes Regenwasser zur Bewässerung der Pflanzen genutzt werden soll.

„Green Farming“-Konzept von REWE ermöglicht regionalen Gemüseanbau und beliefert damit andere Filialen

Auf dem Dach der Markthalle wird das Berliner Unternehmen ECF Farmsystems künftig auf 2.800 Quadratmetern Salat anbauen. Mit der Dachfarm des REWE-Supermarktes in Lankwitz sollen jährlich bis zu 900.000 Salatmischungen für etwa 500 REWE-Märkte in der Hauptstadtregion produziert werden.

Die Salate, die in dem Dachgewächshaus heranwachsen, gedeihen in einer Nährlösung, einem sogenannten hydroponischen System. Der Vorteil daran ist, dass Ressourcen eingespart werden und die Ernte ganzjährig sowie vollautomatisiert erfolgt.

Das Pilotprojekt des nachhaltigen REWE-Marktes eröffnete 2021 erstmals in Wiesbaden

Der REWE in Wiesbaden greift mit seinem Anbau von Basilikum und der Zucht von Fischen das „Green Farming“-Konzept bereits auf. In dem Dachgewächshaus wird die Aquaponik-Anlage von ECF Farmsystems betrieben, die die Pflanzen über das Wasser der Fischbecken mit Nährstoffen versorgt.

Licht, Temperatur und Bewässerung werden automatisiert gesteuert. Nach rund 20 Tagen gelangen die Pflanzen direkt aus dem Gewächshaus in den Verkaufsraum. Auf 230 Quadratmetern Fläche werden zudem jährlich etwa 20.000 Fische gezüchtet, aus denen monatlich rund eine Tonne Fischfleisch gewonnen wird.

Supermarkt mit „Green Farming“-Konzept entsteht in Lankwitz: Geplante Fertigstellung 2026

Mit dem Richtfest des neuen Berliner REWE-Marktes, der nach dem „Green Farming“-Konzept entsteht, ist ein bedeutender Schritt in Richtung eines kreislauffähigen und ressourcenschonenden Supermarktkonzepts erreicht worden. Bis zur Eröffnung im Frühjahr 2026 ist noch einiges zu tun, aber spätestens dann wird sich zeigen, inwieweit sich das innovative Dachfarm-Modell in der Praxis bewährt.

Quellen: Rewe, Deutsche Bau Zeitschrift 

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2 Kommentare

  1. Michaela Gallardo 20. September 2025 at 08:24 - Reply

    Warum wurde dafür ein voll funktionstüchtige Gebäude (=Rewe) abgerissen? Ressourcen schonen geht anders…es gibt in Berlin viele Neubauprojekte, wo Rewe hätte bauen können

  2. Haiqing Zhang 21. September 2025 at 17:53 - Reply

    Das ist der deutsche Stil: Einerseits werden Ressourcen verschwendet, andererseits werden die Preise immer weiter in die Höhe getrieben.

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