In Berlin-Grünau entsteht ein neuer Ort für Bildung und Bewegung: Mit dem Richtfest für die neue Dreifeldsporthalle an der Walchenseestraße rückt der Ausbau der Grünauer Schule zum modernen Schulcampus ein großes Stück voran. Dabei steht nicht nur mehr Platz für Schüler im Fokus, sondern auch eine zukunftsfähige Architektur für den Stadtteil.
© Foto Titelbild: Bezirksamt Treptow-Köpenick
An der Walchenseestraße 40 entsteht derzeit eine neue Dreifeldsporthalle, die künftig den Schulkomplex der Grünauer Schule ergänzen wird. Der Standort entwickelt sich im Rahmen mehrerer Bauabschnitte zu einer Gemeinschaftsschule mit drei Parallelklassen pro Jahrgang sowie gymnasialer Oberstufe. Mit dem Richtfest wurde nun ein wichtiger Baufortschritt erreicht.
Die geplante Schulplatzzahl soll durch die Erweiterung von derzeit etwa 810 auf rund 1.132 steigen. Die Sporthalle soll dabei nicht nur den steigenden Raumbedarf im Sportunterricht decken, sondern auch außerschulischen Sport ermöglichen. Daher wurde ein Sportfunktionstrakt in das Hallengebäude integriert, wodurch die Nutzung über den Schultag hinaus vorgesehen ist.
Funktional und nachhaltig: Holz-Beton-Hybridbauweise für die Konstruktion der Sporthalle
Die Bauweise des eingeschossigen Gebäudes basiert auf einer massiven Konstruktion aus Stahlbeton für das Erdgeschoss. Ergänzt wird sie durch ein Dachtragwerk und Stützen aus Holz. Der Entwurf kombiniert damit funktionale Anforderungen mit Aspekten der Ressourcenschonung. Diese Mischkonstruktion folgt den aktuellen baulichen Standards für öffentliche Infrastrukturen.
Dr. Torsten Kühne, Staatssekretär für Schulbau, erklärte, dass Schulbauvorhaben zunehmend auch die Sportnutzung berücksichtigen müssten. An der Grünauer Schule lasse sich ablesen, wie neue Kapazitäten mit veränderten Anforderungen verknüpft werden. Die Planung integriere funktionale Einheiten wie Umkleiden direkt in das Gebäude.
Bildung im Quartier stärken: Bezirkspolitik unterstützt Schulbau und Vereinssport durch Dreifeldsporthalle
Laut Bezirksbürgermeister Oliver Igel stellt die Sporthalle ein funktionales Bauteil in einem größeren Umbauprozess dar. Die gewählte Materialkombination spiegele eine pragmatische Herangehensweise wider. Der Bezirk trage die Verantwortung für die Bauausführung, die sich über mehrere Jahre erstreckt.
Bezirksstadtrat Marco Brauchmann ergänzte, dass das Gebäude nach Schulschluss auch Sportvereinen offenstehen soll. Die neue Halle soll somit nicht nur dem Schulsport dienen, sondern auch zur allgemeinen Sportinfrastruktur im Ortsteil beitragen. Diese parallele Nutzung wurde bereits im Planungsverfahren berücksichtigt
Kontext der Berliner Schulbauoffensive: Grünauer Projekt als Teil eines landesweiten Programms
Der Neubau der Halle gehört zur Berliner Schulbauoffensive, einem übergeordneten Vorhaben zur Schaffung zusätzlicher Schul- und Sportflächen. Seit 2016 wurden im Rahmen dieses Programms landesweit neue Gebäude errichtet und bestehende Anlagen saniert. Die Grünauer Maßnahme steht somit nicht isoliert, sondern ist Teil eines größeren stadtweiten Zusammenhangs.
Die Kosten für die Dreifeldsporthalle liegen bei rund 11,44 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt aus dem Landeshaushalt. Die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2026 angesetzt, während die Arbeiten an den Außenanlagen voraussichtlich bis Ende desselben Jahres dauern werden.
Quellen: Bezirksamt Treptow-Köpenick
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