In der Hauptstraße in Lichtenberg wächst eine neue Grundschule in modularer Bauweise heran. Mit Platz für 432 Kinder und eigener Sporthalle soll sie ab Ende 2026 für Entlastung im Ortsteil Rummelsburg sorgen. Nun wurde Richtfest gefeiert.

Eine neue Grundschule in Lichtenberg konnte Richtfest feiern. Mit dabei waren (von l. nach r.) Bezirksbügermeister Martin Schaefer, Bezirksstadträtin Sandy Mattes, StS Dr. Thorsten Kühne und Senator Christian Gaebler. / © Foto: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
© Fotos: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Auf dem Grundstück an der Hauptstraße 9/Georg-Löwenstein-Straße 15 in Berlin-Lichtenberg ist am Mittwoch die Richtkrone gesetzt worden. Vertreterinnen und Vertreter aus Senat und Bezirk würdigten den Baufortschritt der dreizügigen modularen Grundschule, die im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive II entsteht. Es ist der neunte Schulneubau dieses Typs in der Stadt.
Das Gebäude soll im Dezember 2026 übergeben werden und Platz für 432 Schülerinnen und Schüler bieten. Die Gesamtkosten liegen bei rund 49,6 Millionen Euro. Mit dem Standort reagiert das Land Berlin auf den anhaltenden Bedarf an Grundschulplätzen im wachsenden Ortsteil Rummelsburg.
Compartmentschule mit nachhaltigem Konzept entlastet weitere Schulen in Lichtenberg
Insbesondere die Schule an der Victoriastadt werde entlastet, betonte Bildunsstaatssekretär Torsten Kühne, zudem verkürzten sich für viele Kinder die Schulwege. Das Compartmentprinzip schaffe kleinere Einheiten innerhalb der Schule und damit flexible Lernumgebungen. So würden zeitgemäße Voraussetzungen für Inklusion und Ganztagsangebote geschaffen.
Der Entwurf stammt vom Stuttgarter Büro h4a Gessert + Randecker, das 2018 aus einem Wettbewerb für modulare Grundschulen mit Sporthallen hervorging. Grundlage der Planung sind die Standards für den Neubau von Schulen im Rahmen der Schulbauoffensive. Vorgesehen sind unter anderem der Energiestandard KfW-Effizienzhaus 55, Photovoltaikanlagen, Dachbegrünung und ein Regenwassermanagement. Nachhaltige Baustoffe und ein Recyclingkonzept sind ebenfalls Teil der Planung.
Schulneubau an der Hauptstraße 9/Georg-Löwenstein-Straße: Sporthalle auch für Vereine nutzbar
Die barrierefreie Schule ist um zentrale Forumsräume organisiert, um die sich Klassen- und Teilungsräume gruppieren. Gemeinschafts- und Fachräume liegen im Erdgeschoss, die Unterrichtsbereiche verteilen sich auf drei Obergeschosse. Ergänzt wird der Neubau durch eine dreiteilige Sporthalle mit Zuschauergalerie, die auch Vereinen im Kiez zur Verfügung stehen soll. Bezirksbürgermeister Martin Schaefer sprach von einer Investition in die Zukunft des Bezirks. Gute Bildung brauche verlässliche Rahmenbedingungen, zu denen auch moderne Gebäude gehörten.
Als Generalunternehmer ist die GOLDBECK GmbH aus Leipzig tätig, die für mehrere Schulstandorte einen Rahmenvertrag erhalten hat. Der hohe Vorfertigungsgrad der Bauteile soll Bauzeit sparen und zugleich wirtschaftliche sowie nachhaltige Standards sichern.
Quellen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
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