Am Stellingdamm in Berlin-Köpenick wurde das Richtfest der neuen Grundschule gefeiert. Das Bauvorhaben ist Teil der Berliner Schulbauoffensive und soll bis Sommer 2026 rund 430 Kindern einen modernen Lern- und Lebensraum bieten. Neben der Schule entstehen eine Sporthalle und weitere Einrichtungen, die auch der Nachbarschaft zugutekommen.

Das denkmalgeschützte Uhren- und Reglerhaus auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerks Köpenick wird saniert und künftig als Schulbibliothek, Elterncafé und Begegnungsort genutzt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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In Berlin-Köpenick wurde am Donnerstag das Richtfest der neuen dreizügigen Grundschule gefeiert. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen realisiert das Projekt im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive in Amtshilfe für den Bezirk Treptow-Köpenick. Das Gebäude entsteht in modularer Bauweise und soll im Jahr 2026 fertiggestellt werden. Nach der Eröffnung werden hier 432 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Die Gesamtkosten für das Bauvorhaben belaufen sich auf rund 48,5 Millionen Euro.
Die Schule wird als Compartmentschule konzipiert. Dabei gruppieren sich Klassen- und Teilungsräume um einen zentralen Forumsraum. Diese Anordnung ermöglicht verschiedene Unterrichts- und Lernsituationen und soll damit eine moderne Pädagogik unterstützen. Senator Christian Gaebler erklärte, dass alle schulfachlichen Belange in einem Typenentwurf durchgeplant seien, was eine schnelle Umsetzung ermögliche.
Neue Schulplätze für Treptow-Köpenick: Richtfest am Stellingdamm als wichtiges Signal
Im wachsenden Bezirk Treptow-Köpenick steigt der Bedarf an Schulplätzen seit Jahren kontinuierlich. Mit dem Neubau am Stellingdamm entstehen mehr als 430 zusätzliche Plätze, die insbesondere den umliegenden Schulen Entlastung bringen sollen. Staatssekretär Torsten Kühne verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass die Uhlenhorst-Grundschule und die Hauptmann-von-Köpenick-Schule von der Eröffnung besonders profitieren würden.
Bezirksbürgermeister Oliver Igel betonte beim Richtfest, dass die neue Schule nicht nur ein modernes Lernumfeld schaffen werde, sondern auch ein Stück Stadtgeschichte bewahre. Auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerks Köpenick wird ein Teil der historischen Gebäude erhalten und in das Ensemble integriert. Besonders das denkmalgeschützte Uhren- und Reglerhaus soll künftig als Bibliothek, Elterncafé und Ort der Begegnung dienen.
Gaswerk Köpenick im Wandel: Denkmalgerechte Sanierung des Uhren- und Reglerhauses bis 2026
Das Schulgrundstück gehört teilweise zur denkmalgeschützten Gesamtanlage des früheren Gaswerks Köpenick. Dieses entstand Ende des 19. Jahrhunderts und prägte die industrielle Entwicklung des Bezirks. Nun wird die historische Bausubstanz in die Gestaltung des modernen Campus eingebunden. Beim Richtfest wurde veranschaulicht, wie Geschichte und Gegenwart an einem Ort zusammengeführt werden können.
Das Uhren- und Reglerhaus wird bis 2026 denkmalgerecht saniert. Nach dem Umbau soll es als Schulbibliothek, Medienlabor und Treffpunkt für Eltern und Kinder genutzt werden. Damit wird das Gebäude nicht nur Teil des Schulalltags, sondern öffnet sich auch für die Nachbarschaft. Die sichtbare historische Architektur bleibt dabei bewusst erhalten und verbindet den Neubau mit der Tradition des Quartiers.
Nachhaltigkeit und Inklusion im Berliner Schulneubau: Photovoltaikanlagen und Dachbegrünung geplant
Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts liegt auf Nachhaltigkeit und Inklusion. Der Neubau erfüllt die Standards für den Schulbau des Landes Berlin und wird nach dem Bewertungssystem „Nachhaltiges Bauen“ mit der Qualitätsstufe „Silber“ zertifiziert. Geplant sind Photovoltaikanlagen, ein Regenwassermanagement sowie Dachbegrünungen. Zusätzlich werden beim Bau nachhaltige Materialien und ein Recyclingkonzept eingesetzt.
Darüber hinaus wird die Schule vollständig barrierefrei erschlossen. Auch die Sporthalle ist barrierefrei geplant und soll nicht nur für den Sportunterricht genutzt werden, sondern auch Vereinen zur Verfügung stehen. Mit drei Hallenteilen, einer Zuschauergalerie und einem Begegnungsbereich im Erdgeschoss schafft sie neue Möglichkeiten für die Nachbarschaft.
Teil eines neuen Stadtquartiers in Köpenick: Wohnungen, Parks und soziale Einrichtungen ergänzen das Konzept
Die neue Grundschule ist eingebettet in ein größeres städtebauliches Konzept. Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Köpenick entsteht ein Quartier mit Wohnungen, Grünflächen und sozialen Einrichtungen. Während im nördlichen Teil die Schule errichtet wird, sollen im Süden die historischen Gebäude des Gaswerks für Kultur- und Nachbarschaftsangebote umgebaut werden.
Im Rahmen dieses Projekts arbeiten Senatsverwaltung, Bezirk, Planerinnen und künftige Nutzergruppen eng zusammen. In Workshops wurden Konzepte erarbeitet, die auch eine Mehrfachnutzung der Räume vorsehen. So sollen Teile der Schule außerhalb der Unterrichtszeiten für Initiativen aus der Nachbarschaft offenstehen. Das Richtfest am Stellingdamm gilt deshalb nicht nur als Meilenstein für den Schulbau, sondern auch als Auftakt für ein neues Stadtquartier.
Quellen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Bezirksamt Treptow Köpenick, Wikipedia.org, Berliner Morgenpost
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