Am Jahnkeweg in Bramfeld wächst ein neues Wohnensemble: 99 geförderte Wohnungen entstehen dort in drei Gebäuden, darunter ein Hochhaus. Mit dem Richtfest ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Zugleich bleibt das Projekt nicht frei von Diskussionen im Stadtteil.

Daniel John (Polier Kathmann Bauunternehmung), Lüder Kathmann (Geschäftsführender Gesellschafter Kathmann Bauunternehmung), Sandy Wulf (SAGA-Geschäftsstellenleiterin Bramfeld), Thorsten Schulte (SAGA Geschäftsbereichsleiter Bau) v.l.n.r.

Beim Richtfest waren Vertreter der Bau- und Wohnungswirtschaft anwesend, darunter Projektbeteiligte der SAGA sowie des ausführenden Bauunternehmens, die gemeinsam den Baufortschritt würdigten. / © Foto: SAGA/Gisela Köhler

© Titelbild: cga_czerner goettsch architekten

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Mit einem Richtkranz über der Baustelle ist am Jahnkeweg in Hamburg-Bramfeld ein sichtbares Zeichen gesetzt worden: Der Rohbau für ein neues Wohnensemble steht. Wo einst ältere Zeilenbauten das Bild prägten, entstehen nun deutlich mehr Wohnungen. Das Vorhaben gehört zu den größeren Neubauprojekten im Stadtteil, und markiert zugleich einen weiteren Schritt in dessen baulicher Entwicklung.

Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft SAGA realisiert hier drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 99 öffentlich geförderten Wohnungen. Entworfen wurden die Gebäude vom Büro cga_czerner goettsch architektur + stadtplanung gmbh. Zwei Baukörper erhalten vier Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss, ergänzt durch ein Hochhaus mit zehn Etagen. Die Fertigstellung ist für Anfang 2027 vorgesehen.

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Nach Abriss in Bramfeld: Mehr Wohnungen auf gleicher Fläche

Dem Neubau ging der Abriss von zwei dreigeschossigen Bestandsgebäuden mit insgesamt 36 Wohnungen voraus. Durch den Ersatzneubau wird die Zahl der Wohneinheiten nahezu verdreifacht, die Wohnfläche steigt von rund 2.500 auf etwa 7.000 Quadratmeter. Die Grundstruktur des Quartiers, das vor allem in den 1960er Jahren entstand, wird damit deutlich verändert, bleibt aber in Teilen erhalten, etwa durch bestehende Hochhäuser auf dem Grundstück.

Die neuen Wohnungen umfassen zwei bis vier Zimmer und richten sich an unterschiedliche Haushaltsgrößen. 19 Einheiten werden barrierefrei ausgeführt. Alle Wohnungen sind über Aufzüge stufenlos erreichbar und verfügen über private Außenbereiche wie Balkone, Loggien oder Terrassen.

Ein Blick in das Quartier am Jahnkeweg in Hamburg-Brahmfeld, 2021.

Blick in das Quartier 2021: Der Jahnkeweg war bislang vor allem durch eine eher niedrige Bebauung geprägt. Das neue SAGA-Ensemble umfasst unter anderem ein Hochhaus mit zehn Vollgeschossen und setzt damit einen deutlich höheren baulichen Akzent. / © Wikimedia Commons, Bernhard Diener, CC BY-SA 4.0

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Fokus auf Energie und Mobilität: Mehr als 200 Fahrradstellplätze geplant

Auch energetisch folgt das Projekt aktuellen Standards. Die Gebäude entstehen im Effizienzhausstandard 55 und werden über Wärmepumpen versorgt. Auf den begrünten Flachdächern sind Photovoltaikanlagen vorgesehen. Ergänzt wird das Konzept durch eine Tiefgarage mit 56 Stellplätzen, die für Elektromobilität vorbereitet sind, sowie mehr als 200 Fahrradstellplätze.

Neben dem Wohnungsbau ist auch eine kleinteilige Infrastruktur eingeplant: Eine Gewerbefläche soll künftig ein Hauswartbüro aufnehmen und so eine Anlaufstelle direkt im Quartier bieten.

Jahnkeweg: Kritik an Verdichtung im Quartier hält an

Trotz des zusätzlichen Wohnraums bleibt das Projekt nicht unumstritten. Bereits im Vorfeld wurde Kritik an der baulichen Verdichtung laut. Insbesondere aus der Kommunalpolitik kam der Einwand, dass die Konzentration mehrerer Bauvorhaben im Umfeld des Jahnkewegs das Ortsbild verändern und die bestehende Infrastruktur belasten könnte.

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Diskutiert wurde auch die Verkehrsführung während der Bauphase. Um Baustellenverkehr zu lenken, ist eine Anpassung der Erschließung über angrenzende Straßen vorgesehen. Parallel sind im Umfeld weitere Projekte geplant oder bereits genehmigt, die zusätzliche Wohnungen schaffen sollen.

SAGA baut in Bramfeld: Moosrosenquartier entsteht in der Nähe

Unabhängig davon ist mit dem Richtfest nun ein zentraler Bauabschnitt abgeschlossen. Wie sich das Vorhaben langfristig auf das Quartier auswirkt, wird sich erst mit der Fertigstellung und Nutzung der Gebäude zeigen.

Ein deutlich größeres SAGA-Projekt in Bramfeld entsteht mit dem „Moosrosenquartier“ zwischen Moosrosenweg und Bramfelder Chaussee, wo ein gemischt genutztes Quartier mit insgesamt 540 Wohnungen entsteht. Neben überwiegend gefördertem und freifinanziertem Wohnraum sind dort auch eine Kita, Gewerbeflächen sowie umfangreiche Mobilitätsangebote vorgesehen.

Jahnkeweg

Quellen: SAGA Unternehmensgruppe, Sandro Kappe, Hamburger Abendblatt

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2 Kommentare

  1. Britta Petten 7. Mai 2026 at 16:49 - Reply

    Nur schade, dass die alten Mieter vergessen werden. Wir wohnen auch im Jahnkeweg und haben null Chancen auf eine neue Wohnung, da die Wohnungen alle mit Paragraph-5-Schein sind.

  2. Kay Raschmann 7. Mai 2026 at 19:39 - Reply

    Den teilweise alteingesessenen Mietern wird viel abverlangt. Sie verlieren zum Teil ihre Parkplätze und damit auch ihre Mobilität. Hinzu kommt die Einschränkung die Einkaufsmöglichkeiten zu erreichen. Zumal die Wege durch die Heukoppel durch die U-Bahnbaustelle auch über Jahre stark eingeschränkt sind.

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