Am Halleschen Ufer in Berlin-Kreuzberg wurde am Mittwoch das Richtfest für das Hochhaus „M50“ im neuen Quartier „Die Macherei“ gefeiert. Das Projekt soll zu einem Ort werden, an dem Geschichte und Zukunft sichtbar ineinandergreifen. Das einstige Postscheckamt wird Stück für Stück zu einem nachhaltigen Landmark mit Skybar, Sportarealen und Photovoltaik-Fassade transformiert. Zum den Feierlichkeiten hatte sich hoher Besuch angekündigt.

Das ehemalige Postscheckamt an der Möckernbrücke erwacht als Herzstück des neuen Quartiers „Die Macherei“ zu neuem Leben. Zum Richtfest hatte sich sogar Berlins Regierender Bürgermeister angekündigt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
© Visualisierungen: Art Invest Real Estate
Kurz vor 12 Uhr hob sich am Mittwoch schließlich der Richtkranz über den zahlreich erschienenen Gästen an der Möckernbrücke in Berlin-Kreuzberg, zu den Klängen von Andreas Bouranis Song „Ein Hoch auf uns“. Zum kollektiven Hochleben lassen waren nicht nur Architekt Eike Becker, die Verantwortlichen von Art Invest Real Estate und Vertreter des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg erschienen, sondern auch der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU).
Gefeiert wurde das Richtfest für das Herzstück des mittlerweile fast fertigen Quartiers „Die Macherei“ am Halleschen Ufer, welches der private Projektentwickler Art Invest gemeinsam mit der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft DEGEWO entwickelt.
„Die Macherei“ in Berlin-Kreuzberg: Richtfest für künftiges Herzstück des Quartiers
Während die landeseigenen Mietwohnungen und ein Großteil der privat finanzierten Wohn- und Gewerberäume schon fertiggestellt wurden, steht der dominanteste Teil des neuen, gemischten Quartiers noch vor seiner Fertigstellung: das „M50“ genannte Hochhaus, das im Zentrum der neuen „Macherei“ unweit des U-Bahnhofs Möckernbrücke steht und schon aus der Ferne gut sichtbar ist.
Das Hochhaus ist natürlich kein Neubau, denn das ehemalige Postscheckamt (oder auch „Postbank-Tower“, wie es Kai Wegner in seiner Rede nannte), wurde zwischen 1965 und 1971 errichtet. In einer Zeit, so betonte es Architekt Eike Becker in seiner Rede, als die „Frontstadt Berlin“ von mehreren Seiten bedroht und eingekesselt war.
So sei der damalige Neubau dieses Hochhauses ein „Statement“ gewesen, dass die Stadt nicht aufgegeben werde, auch wenn sich das damals hochmoderne Hochhaus sehr bewusst von den umliegenden gründerzeitlichen Quartieren abgegrenzt habe. Eine städtebauliche Einbindung in den umgebenden Kontext habe gefehlt, so Becker.
Altes Postscheckamt: Das Hochhaus soll elegant in die städtebauliche Umgebung eingebunden werden
Genau da hat Beckers Büro, in Zusammenarbeit mit dem Bauherren Art Invest, angesetzt, um die „Stadtreparatur“, wie es Art-Invest-Geschäftsführerin Lena Brühne in ihrer Rede nannte, zu bewerkstelligen. So wurden die Reden des Richtfestes in genau jenem Sockelgebäude abgehalten, welches um das bestehende Hochhaus herum errichtet worden ist.
Auf dem Dach dieses Sockelgebäudes soll ein Sport- und Freizeitareal entstehen, mit eigener Laufbahn, Sportgeräten, Grünflächen und sogar einem kleinen Wäldchen. Die südliche Fläche des Hochhauses soll zur „größten Photovoltaik-Fläche Deutschlands“ werden, und auch sonst betonten die Bauherren den nachhaltigen Charakter des Quartiers, in dem mehrere Holzhybrid-Gebäude realisiert wurden.
Führungen durch das Hochhaus: Kreuzbergs neuer „Blick zum Horizont“
Ausdrücklich gelobt wurde das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg für die partnerschaftliche Zusammenarbeit bei dem Projekt, namentlich hervorgehoben wurde dabei Baustadtrat Florian Schmidt (Die Grünen).
Wie der in mehreren Reden beschworene „Blick zum Horizont“ künftig aussehen wird, konnten sich die Besucherinnen und Besucher des Richtfests nach dem feierlichen Richtspruch in mehreren geführten Führungen durch das neue Gebäude persönlich ansehen.
Bürgermeister Kai Wegner wünscht sich mehr vergleichbare Projekte in Berlin
Wegner nahm das Thema auf und sagte in seiner Rede: „Hinter’m Horizont geht’s weiter!“ Und so lud er den anwesenden CEO von Art Invest, Dr. Markus Wiedenmann, dazu ein, in Berlin noch weitere, vergleichbare Investments zu tätigen, da er die Mischung aus Büro- und Gewerbeflächen, Gastronomie, bezahlbarem Wohnraum und kreativ gestalteten Freiflächen für außerordentlich gelungen hält.
Dass Art Invest Real Estate in Berlin auch weitere Flächen in vergleichbarer Form entwickeln werden, ist indes nicht unwahrscheinlich. Denn Wiedenmann hatte gleich zu Beginn seiner Rede betont, dass die Kreuzberger „Macherei“ zurück geht auf ein Vorbild-Projekt, welches in München unter gleichem Namen realisiert worden ist.
„Die Macherei“ in Kreuzberg als Vorbildquartier für weitere „Machereien“ in anderen deutschen Großstädten?
Laut Markus Wiedenmann ist es daher gut denkbar, dass in anderen deutschen Städten weitere „Machereien“ realisiert werden, da das Konzept aus seiner Sicht neues Leben in Areale bringt, die jahrzehntelang im städtischen Dornröschenschlaf verharren mussten, wie es auch in Berlin-Kreuzberg der Fall war.
Bis zum kommenden Sommer sollen auch die letzten Arbeiten im Quartier abgeschlossen werden. Dann wird eines der größten (und lange umstrittensten) Bauprojekte in Friedrichshain-Kreuzberg abgeschlossen werden – und nach den Wünschen von Kai Wegner „mit Leben und glücklichen Menschen“ gefüllt.
Büroflächen und „Skybar“ im Hochhaus: Fertigstellung des „M50“ bis Sommer 2026
Das Hochhaus soll zukünftig als Bürofläche genutzt werden. Auf dem Dach des Gebäudes soll eine “Skybar” mit einem 270-Grad-Rundumblick auf Berlin entstehen. Die einstige Glasfassade des Gebäudes wurde längst entfernt, der Umbau des Hochhauses läuft auf Hochtouren. Mittlerweile wurden die neuen Fassadenelemente an das entkernte Hochhaus angebracht, auf beiden Seiten des Gebäudes in voller Länge.
Architekt Eike Becker wünscht sich, dass die Leute, die im neuen Quartier leben und arbeiten werden, die Zukunft Berlins neu denken und gestalten werden. Die „Macherei“ in Berlin-Kreuzberg soll dafür das ideale Umfeld bilden und viel Inspiration bieten. Wie dieses anregende Umfeld in naher Zukunft aussehen soll, konnte man sich an diesem Mittwochnachmittag schon sehr gut vorstellen.

So soll das Quartier samt neuem Hochhaus „M50“ ab dem Sommer 2026 aussehen. / © Visualisierung: Art Invest Real Estate

Zeigte sich vom Konzept der „Macherei“ äußerst angetan: Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner während seiner Richtfest-Rede. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Die Reden des Richtfestes wurden im neu errichteten Sockelgebäude des „M50“ abgehalten. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Höhepunkt des Tages: Die Richtkrone für das alte und neue Hochhaus „M50“ am Halleschen Ufer in Berlin-Kreuzberg wird präsentiert. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: Art Invest Real Estate, Airport Region, IT Finanzmagazin, Berlin Bauboom, KEC Architekten, Pandion AG, DEGEWO, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg
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Hochhäuser sind gut nur zu Gebiete von hochen Temperaturen,tropischers Wetter!Africa,lndonesia Italien,Griechen.
Hochhäuser produzieren Schatten,-Schatten produzieren niedrigere Temperaturen,niedrigere Temperaturen produzieren frisches Winde,bequeme Gefühle.-Für D, Nl,GB, Hochhäuser bedeutet Selbstzerstörung! Diese Lände brauchen viele Sonne,und nicht Schatten mit vielen Wind,und frisiegeTemperaturen !-Ich lebte 40 Jahren in Australien!