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Am Bahndamm in Köpenick entsteht neuer, öffentlich geförderter Wohnraum. Auf dem Gelände der früheren „Union Tanke“ feierte die degewo das Richtfest für einen fünfgeschossigen Neubau mit 96 Wohnungen. Das Projekt setzt auf Holz-Hybrid-Bauweise, kurze Bauzeiten und Mieten ab sieben Euro pro Quadratmeter. 

Baufeld Bahndamm 31 in Köpenick

Das Gelände der ehemaligen „Union Tanke“ ist vollständig beräumt. Die Fundamentarbeiten für das neue Wohnprojekt am Bahndamm 31 haben bereits im Sommer letzten Jahres begonnen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Visualisierung Titelbild: Bollinger und Fehlig Architekten GmbH

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Mit dem Richtfest am Bahndamm 31 rückt ein weiteres Neubauprojekt der degewo in die Umsetzungsphase. In Berlin-Köpenick entstehen 96 barrierefreie, öffentlich geförderte Wohnungen sowie eine Gewerbeeinheit im Erdgeschoss. Der Neubau ersetzt einen Altstandort, der zuvor zurückgebaut wurde, und soll Ende 2026 bezugsfertig sein.

Das Vorhaben ist Teil der landeseigenen Neubauoffensive und reagiert auf den hohen Bedarf an bezahlbaren, kleinen Wohnungen. Der Fokus liegt auf Ein- und Zwei-Zimmer-Grundrissen für Singles, Studierende und Auszubildende.

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Ehemalige „Union Tanke“ in Köpenick: Rückbau schafft Raum für geförderten Wohnungsbau

Das Vorgängergebäude am Bahndamm 31 war über Jahre hinweg als sogenannte „Union Tanke“ bekannt. Der kleine Kiosk entwickelte sich insbesondere an Heimspieltagen des 1. FC Union Berlin zu einem beliebten Treffpunkt für Fans und prägte den Ort eher informell als städtebaulich. Eine dauerhafte bauliche Perspektive bot der eingeschossige Bau jedoch nicht. Ende 2024 wurde der Betrieb eingestellt, nachdem Schadstoffbelastungen und der bauliche Zustand einen Weiterbetrieb ausschlossen.

Nach einer befristeten Übergangsnutzung wurde der Altbestand 2025 vollständig zurückgebaut. Erst mit dem Abriss entstand die bauliche Voraussetzung, das Grundstück neu zu ordnen und für den geförderten Wohnungsbau zu entwickeln. Der Standort liegt zwischen Alte Kaulsdorfer Straße und Bahndamm, unweit von S-Bahnhof und Naherholungsräumen entlang der Wuhle. Die Planung berücksichtigt zudem die künftige Höhe der neuen Wuhlebrücke und ist damit auf die weitere Entwicklung des Umfelds ausgerichtet.

Modulares Bauen in Treptow-Köpenick: degewo setzt auf Holz-Hybrid-Bauweise

Errichtet wird der Fünfgeschosser in moderner Holz-Hybrid-Modulbauweise. Holz als nachwachsender Rohstoff senkt den CO₂-Fußabdruck, während modulare Elemente den Bau beschleunigen. Das Gebäude erreicht den Energiestandard A+ mit einem Bedarf von rund 37,9 kWh/(m²a).

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Nach Angaben der degewo zeigt der zügige Baufortschritt, welches Potenzial modulares Bauen für die Wohnungsversorgung hat. Das Projekt unterstützt zugleich das Ziel der Klimaneutralität bis 2045.

96 geförderte Wohnungen am Bahndamm 31: Kleine Grundrisse, Balkone und Mieten ab sieben Euro

Die 96 Wohnungen verteilen sich auf 82 Ein-Zimmer- und 14 Zwei-Zimmer-Einheiten mit Wohnflächen zwischen etwa 30 und 65 Quadratmetern. Rund 81 Wohnungen erhalten Balkon oder Terrasse. Die Nettokaltmieten starten bei etwa sieben Euro pro Quadratmeter.

Ergänzt wird das Angebot durch 190 Fahrradstellplätze, Spielflächen im Innenhof sowie eine begrünte Außenanlage. Eine Gewerbeeinheit im Erdgeschoss soll die Versorgung im Quartier stärken.

Gute Lage in Köpenick: S-Bahnhof, Bahnhofsstraße und Wuhle in direkter Nähe

Die Lage bietet eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und kurze Wege zu Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie an der Köpenicker Bahnhofsstraße. Für Freizeit und Erholung liegen Wuhlerad- und Wanderweg in unmittelbarer Nähe.

Mit der Fertigstellung Ende 2026 will die degewo die Wohnungen zeitnah vergeben. Das Projekt ergänzt das Wohnungsangebot im Bezirk und setzt ein Zeichen für geförderten Neubau mit Klimaschutzanspruch.

Quellen: degewo, Bollinger + Fehlig Architekten GmbH

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One Comment

  1. a.t. 15. Januar 2026 at 16:04 - Reply

    Ja, ging sehr fix, wie man während der täglichen Vorbeifahrt wahrnehmen konnte. Den Modulen des Eckbereichs hätte man trotzdem runde Fassadenseiten gewünscht, um eine echte harmonische Geometrie dieses Teilbereichs zu erzielen. Den Zacken könnte man sich während der Planung ruhig mal aus der Krone brechen, wo doch das Gesamtgebäude in gewohnter Berliner Manier recht einfallslos und monoton rüberkommt… (Und das wiederholt in exponierter Lage. )

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