An der Rhinstraße 165 in Lichtenberg liegt ein Bauantrag für ein Büro- und Gewerbehaus mit Tiefgarage vor. Das frühere Jeep-Autohaus steht vor dem Abriss.

Die Rhinstraße 165 liegt an einer Kreuzung, an der mehrere Neubauprojekte in Lichtenberg geplant sind. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
An der Rhinstraße 165 in Lichtenberg verdichten sich die Hinweise auf den Abriss des ehemaligen Jeep-Autohauses an der Ecke Landsberger Allee. Nach Angaben des Bezirksamtes liegt ein Bauantrag für ein Büro- und Gewerbehaus mit Tiefgarage vor. Der frühere Autohaus-Standort liegt an einer Kreuzung, an der mehrere große Projekte aktuell aufeinandertreffen.
- Bezirk: Lichtenberg
- Adresse: Rhinstraße 165, 10315 Berlin
- Frühere Nutzung: Autohaus-Standort von Stellantis & You
- Aktueller Stand: Bauantrag liegt vor
- Geplantes Vorhaben: Neubau eines Büro- und Gewerbehauses mit Tiefgarage
Gegenüber der „Pyramide“ in Lichtenberg soll offenbar ein neuer Gewerbestandort entstehen. Das Bezirksamt Lichtenberg teilte auf Anfrage von ENTWICKLUNGSSTADT mit, dass für das Grundstück ein Bauantrag eingegangen sei. Die aktuellen Bauvorlagen tragen demnach den Titel „Errichtung, Neubau eines Büro- und Gewerbehauses mit Tiefgarage“. Die planungsrechtliche Prüfung läuft bereits. Damit gibt es erstmals eine konkrete behördliche Auskunft zu den Plänen auf dem Areal.

Eine frühere Visualisierung von PB Projekt Berlin zeigt den geplanten Neubau Rhinstraße 165 mit Büro- und Gewerbeflächen sowie einer Tiefgarage auf dem Gelände des ehemaligen Jeep-Autohauses in Lichtenberg. / © Visualisierung: DLE GROUP AG
Ehemaliges Autohaus: Bauantrag für die Rhinstraße 165
Das Grundstück liegt an einer markanten Stelle nahe der Kreuzung Rhinstraße und Landsberger Allee. Dort befand sich bislang ein Autohaus-Standort von Stellantis & You Deutschland. Doch die Nutzung wird sich in den kommenden Jahren verändern.
Die Projektseite von PB Projekt Berlin führt die Rhinstraße 165 als Vorhaben. Dort wird ein Neubau eines Gewerbe- und Bürogebäudes mit Tiefgarage genannt. Die öffentlich sichtbaren Angaben decken sich damit mit der Auskunft des Bezirksamtes. Eine Baugenehmigung gibt es bisher nicht. Entscheidend bleibt die laufende Prüfung durch die Verwaltung.
Bereits 2022 tauchte die Rhinstraße 165 in einer Schriftlichen Anfrage im Berliner Abgeordnetenhaus auf. Dort wurde für das Grundstück ein Vorbescheid aufgeführt. Der Eintrag nannte den Ortsteil Friedrichsfelde und vermerkte den Vorbescheid als positiv beschieden. Der aktuelle Bauantrag knüpft damit offenbar an frühere Planungen an.

Das frühere Jeep-Autohaus an der Rhinstraße 165 in Lichtenberg steht im Fokus neuer Pläne für ein Büro- und Gewerbehaus mit Tiefgarage. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Viele neue Pläne rund um Rhinstraße und Landsberger Allee
Die Rhinstraße 165 steht nicht allein. Direkt im Umfeld entstehen in den nächsten Jahren mehrere neue Projekte. An der Landsberger Allee 357, auf dem früheren Autohaus-Gelände gegenüber, plant die Notos/Gewobag Projektentwicklung Landsberger Tor GmbH ein gemischt genutztes Quartier. Fünf Bauteile, rund 54.300 Quadratmeter Bruttogrundfläche und ein Hochhaus mit bis zu 16 Geschossen sind in Planung.
Demgegenüber entsteht das Wohnquartier der Gewobag an der Landsberger Allee 341–343. Dort sind 1.548 Wohnungen, Gewerbe, eine Kita und Außenanlagen geplant. Die Gesamtfertigstellung nennt die Gewobag mit dem vierten Quartal 2026 beziehungsweise dem ersten Quartal 2027.
Für die Rhinstraße 165 liegt der Fokus nach aktuellem Stand nicht auf Wohnen, sondern auf Büro und Gewerbe. Damit würde das Grundstück seine gewerbliche Prägung behalten, jedoch baulich deutlich neu geordnet. Ob dafür ein Abriss des früheren Jeep-Autohauses erfolgt oder bereits begonnen hat, geht aus der Bezirksamtsauskunft nicht hervor. Sichtbar ist vor Ort vor allem ein in die Jahre gekommener Autohaus-Komplex.
ehem. Jeep-Autohaus
Quellen: Bezirksamt Lichtenberg, PB Projekt Berlin, Stellantis & You
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5 Kommentare
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Warum werden da nur Büro- und Gewerbeflächen entstehen, denke es werden ohne Ende Wohnungen gebraucht!
Es stehen so viele Büro-/ Gewerbeflächen in der ganzen Stadt leer, wozu denn noch mehr. Allein in der „Pyramide“ gegenüber ist so viel leer, vllt. wertet man diese Flächen einfach mal auf und DLE baut wenigstens in den straßenabgewandten Teilen Wohnungen!
Der Senat ist hier nicht mehr zu verstehen.
Ich finde, dass der Entwurf für das neue Quartier schön aussieht – aber eine Mischung aus Büro, Wohnen und Gewerbe hätte ich wesentlich sinnvoller gefunden.
Warum kommt denn eigentlich keiner auf die Idee, dass eine fahrradgerechtere Stadt auch stärkeren Fokus auf eine bessere Fahrrad-Infrastruktur braucht? Zu dieser gehört auch, dass man über ein Fahrradgeschäft Anwohnern ermöglicht, an dieser neuen innerstädtischen Ausrichtung Teil zu nehmen.
Wäre es daher nicht auch eine Idee gewesen, in den Räumen des früheren Jeep-Autohauses eine Fahrradwerkstatt mit Verkaufsraum einziehen zu lassen?
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie Kommentatoren ohne Geld mit tollen Ideen und Wünschen um die Ecke kommen, wie und was die Investoren und Bauherren gefälligst mit ihrem Investment zu tun und zu lassen haben. Ob Büroflächen gebraucht werden oder nicht, der Investor trägt das wirtschaftliche Risiko. Ob da eine Fahrradwerkstatt rein sollte , entscheidet die Wirtschaftlichkeit und nicht der Wunschgedanke. Gründet eine Bauherrengemeinschaft und baut eure Traumimmobilie, dann merkt man schnell, was wirtschaftlich vertretbar ist.
Auch ich bin der Meinung das noch mehr Büroflächen nicht notwendig sind, da ja so viele Wohnungen fehlen und diese auf Teufel komm raus überall hingesetzt werden. Dort wären Wohnungen oder auch eine Mischbebauung wesentlich besser.
Nicht weit von der Landberger Allee Ecke Rheinstraße, wird der Charakter einer Einfamilien Siedlung (Klüsserather Weg),ehemalige Kleingartenanlage genau aus diesem Grund kaputt gemacht. Es werden Lebensräume für Igel, Zauneidechsen, Schmetterlingen,Wildbienen und vielen mehr gegen Ausfleichszahlungen kaputt gemacht.
Es sollen dort nun Wohnungen für Studentische Wohnzwecke gebaut werden. Alle Einwende der Anwohner wurden, durch die jetzt im Bezirk zuständigen Stellen, einfach übergangen.
Ein früherer Bauantrag für 36 Einfamilienhäusern wurde angelehnt.
Die Fläche wurde kurzerhand einfach zum Aussenring erklärt, damit die Baukennzahlen geändert und damit
2 Geschossig mit Staffellgeschoß, also
3 Geschossig gebaut werden kann.
Noch mehr versiegelte Fläche ist doch nicht notwendig, da es in Berlin doch schon so viel versiegelter Fläche, wo genau so ein Projekt hätten gebaut werden können.
Ich finde es unmöglich Herr Brückner wie sie auf Komentare reagieren.
Wie würde Sie sich fühlen wenn Ihnen, der sie ja anscheinend viel Geld hat, solch ein Projekt vor die Tür setzen würde. Es gibt Menschen die sich ihren Lebenstraum hart erkämpfen haben.
Pico, so kann man sich irren. Bei meinem Gehalt würde ein Busfahrer wahrscheinlich nur müde lächeln. Trotzdem haben wir uns über die letzten 35 Jahre auch einen Lebenstraum aufgebaut und erfüllt und mühsam abbezahlt. Also mit unserem Geld ( bzw. erstmal das der Bank) unseren Lebenstraum erfüllt. Zum Glück hat sich da kein Fremdling mit tollen Ideen oder Erwartungen eingemischt, mir Vorschriften gemacht oder verhindert. Schauen Sie sich das Vorhaben Pankower Tor an, was da behindert, verhindert, vorgeschrieben und “ wünschdirwas“ betrieben wird. Das Ergebnis: seit Jahren Verhinderung. Die Menschen erwarten , zu Recht, bezahlbaren Wohn und Gewerberaum, öffentliche Einrichtungen, Freizeitgelegenheiten, Infrastruktur, …eine lebenswerte Stadt. Passiert das, indem Investoren gegängelt und vergrault werden? Können die Bürger, der Stadtbezirk, das Land, die ganzen Initiativen und Vereine es besser? Dann los, BAUT!