Das Berliner Büroprojekt „Karlsgärten“ hat einen wichtigen Entwicklungsschritt erreicht. Ein neuer langfristiger Mietvertrag stärkt die Perspektive des groß angelegten Revitalisierungsvorhabens im südlichen Tiergarten und ordnet es neu im aktuellen Büromarkt ein.

Das bestehende Bürogebäude Am Karlsbad 11 in der Nähe vom Potsdamer Platz wird revitalisiert. Der Bestandsbau ist nun in den Zustand eines Rohbaus versetzt

Ein Blick auf die Baustelle im August 2025. Die Fertigstellung der „Karlsgärten“ ist derzeit für das Jahr 2027 vorgesehen. Bis dahin sollen die Arbeiten schrittweise umgesetzt und weitere Flächen vermarktet werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Visualisierung Titelbid: CA Immo

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Im Bereich des südlichen Tiergartens entstehen in einem Übergangsraum zwischen historischer Parklandschaft und gewerblich geprägter Innenstadt die „Karlsgärten“. Das Projekt umfasst einen großflächigen Bürokomplex, der bestehende Gebäude mit mehreren Neubauten zu einem zusammenhängenden Ensemble verbindet.

Wie die Eigentümerin CA Immo mitteilte, konnte nun ein langfristiger, 15-Jahres-Mietvertrag über rund 11.500 Quadratmeter abgeschlossen werden – ein Nutzer habe sich frühzeitig einen wesentlichen Teil der künftig entstehenden Flächen gesichert. Der Vertragsabschluss gelte als wichtiger Meilenstein für die wirtschaftliche Absicherung des Projekts.

„Karlsgärten“: Ein Großprojekt zwischen Tiergarten und City-West

Nach Angaben des Unternehmens sei die Vereinbarung auf eine dauerhafte Nutzung ausgelegt und stärke die Planungssicherheit für die weiteren Bau- und Entwicklungsphasen. Zugleich werde deutlich, dass auch in einem veränderten Marktumfeld weiterhin Nachfrage nach hochwertigen Büroflächen in innerstädtischer Lage bestehe.

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Geplant sind flexible Büroflächen, die unterschiedliche Arbeitsformen ermöglichen sollen, wobei das Raumangebot durch gemeinschaftlich nutzbare Bereiche, eine Dachterrasse und begrünte Innenhöfe ergänzt wird. Weitere Ausstattungsmerkmale sind ein Service-Foyer mit Coffee Point und Kantinenbereich sowie Konferenzflächen im Erdgeschoss. Die Planung stammt vom Berliner Architekturbüro Aukett+Heese.

Am Karlsbad 11: Revitalisierung statt kompletter Neubebauung

Ein zentrales Merkmal der „Karlsgärten“ ist der Umgang mit dem Bestand. Anstatt das Areal vollständig neu zu bebauen, setzt das Konzept auf die Weiterentwicklung vorhandener Strukturen. Bestandsgebäude werden modernisiert und mit Neubauten kombiniert, wodurch ein architektonisch vielschichtiger Komplex entsteht – nach der vollständigen Entkernung erhält das Gebäude ein zusätzliches Geschoss in Holzhybridbauweise.

Diese Herangehensweise spiegelt einen breiteren Trend in der Berliner Stadtentwicklung wider. Die Transformation bestehender Bürostandorte gewinnt an Bedeutung, nicht zuletzt aus Gründen der Ressourcenschonung und der städtebaulichen Kontinuität. In diesem Zusammenhang gelten die „Karlsgärten“ als eines der derzeit größten Revitalisierungsprojekte der Stadt.

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CA Immo feiert Vermietungserfolg, geplante Fertigstellung bis 2027

Mit dem nun geschlossenen Mietvertrag verdichten sich die Konturen des Projekts weiter. Die Fertigstellung der „Karlsgärten“ ist aktuell für das Jahr 2027 vorgesehen. Bis dahin sollen die Bauarbeiten schrittweise umgesetzt und weitere Flächen vermarktet werden. Der aktuelle Vermietungserfolg wird als Signal verstanden, dass innerstädtische Büroprojekte mit klarer Konzeption und langfristiger Perspektive weiterhin eine Rolle im Berliner Immobilienmarkt spielen.

Quellen: CA Immo, Karlsgärten.de, Architektur Urbanistik Berlin, Graft Architects

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