Der Park-Tower am Rothschildpark gehört zu den ältesten Hochhäusern der Frankfurter Innenstadt und wird nun erneut umfassend revitalisiert. Das Gebäude erhält eine neue Fassade und wird leicht aufgestockt. Gleichzeitig entsteht ein nachhaltiger Büro-Turm, der zentrale städtebauliche Bezüge zwischen Alter Oper und Park neu interpretiert.

Die Alte Oper liegt unmittelbar neben dem „Park-Tower“, der zwischen 2025 und 2028 umfassend revitalisiert wird. Die neue Fassade soll beide Gebäude-Bezüge stärker miteinander verbinden, weil die markante Opern-Fuge einen direkten räumlichen Bezug zum Opernplatz herstellt. Gleichzeitig wird der Turm in seiner städtebaulichen Wirkung neu geordnet. / © Visualisierung: caspar. / bloomimages
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Der „Park-Tower“ in Frankfurt blickt auf eine lange Geschichte zurück: Bereits 1972 als „SGZ-Hochhaus“ gebaut, war er für kurze Zeit das höchste Gebäude der Stadt. Ursprünglich präsentierte sich der Turm als dunkler Stahl-Glas-Bau, der sich stark von seinem Umfeld abhob. Im Jahr 2005 erweiterte eine spangenartige Konstruktion den Turm und verlieh ihm seine heutige Doppel-Struktur. Jetzt setzen die Architektinnen und Architekten von caspar. erneut an, um den Turm in eine harmonisierte Gesamt-Form zu überführen.
Durch die neue Planung wachsen beide Gebäude-Teile optisch zusammen, da die Fassade als bindendes Element fungiert und alle Volumen miteinander verbindet. Zusätzlich öffnen zwei markante vertikale Einschnitte den Turm. Die sogenannte Opern-Fuge richtet sich zum Opernplatz, während die Park-Fuge den Bezug zum Rothschildpark stärkt. Diese beiden Einschnitte schaffen Begrünung, Loggien und Sicht-Beziehungen und verbinden die Umgebung räumlich miteinander.
Energetische Erneuerung und neue Fassade im Zentrum von Frankfurt: Nachhaltige Ziele und technische Maßnahmen
Die neue Fassade spielt eine zentrale Rolle, da sie die Energie-Effizienz deutlich erhöhen und gleichzeitig ein neues Erscheinungsbild erzeugen soll. Sie besteht aus einer doppelschaligen Konstruktion mit durchgehenden Leichtmetall-Lisenen, in die Photovoltaik-Module integriert werden. Diese Module sollen bis zu 200.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen und damit einen erheblichen Anteil des technischen Energie-Bedarfs decken. Gleichzeitig reduziert die verbesserte Dämmung den Verbrauch deutlich.
Die Revitalisierung senkt den Primärenergie-Bedarf erheblich, da er künftig bei etwa 79 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr liegen soll. Insbesondere die CO2-Emissionen sollen dadurch stark sinken. Mit dem PV-Ertrag könnten die Werte weiter unterschritten werden, wodurch der „Park-Tower“ zu einem vorbildlichen Bestands-Gebäude im Frankfurter Zentrum wird.
Neue Arbeitswelten und räumliche Qualitäten im Park-Tower an der Alten Oper: Flexible Grundrisse und besondere Orte
Die Neuordnung des Grundrisses ermöglicht große und flexibel nutzbare Arbeits-Flächen. Mit rund 17.000 Quadratmetern Büro- und Konferenz-Flächen auf 25 Etagen soll ein Angebot entstehen, das in Frankfurt selten verfügbar ist. Jede zweite Etage erhält dabei Loggien in den beiden vertikalen Fugen, die Ausblicke und Begrünung bieten.
Zusätzlich sind neue gemeinschaftliche Bereiche geplant. Auf der 28. Etage wird eine Skybar eingerichtet, darüber ein Dach-Garten mit glasüberdecktem Wandelgang. Der Turm wächst dadurch auf 116 Meter und erhält einen neuen Abschluss. Ein moderner Fahrrad-Raum im Untergeschoss ergänzt das Mobilitäts-Angebot. KPMG wird als Allein-Nutzer einziehen und sieht darin eine Chance, einen zentralen und gut erreichbaren Standort zu nutzen.

Das Hochhaus liegt am Rand des Rothschildparks und wird im Zuge der Modernisierung auf 116 Meter erhöht. Die neue Gebäude-Hülle mit integrierten Photovoltaik-Modulen soll den Energie-Verbrauch erheblich senken. Zudem entstehen begrünte Loggien, die das Parkgrün geschossweise nach oben fortführen. / © Visualisierung: caspar. / bloomimages


Das ehemalige „SGZ-Hochhaus“ wurde 1972 errichtet und zuletzt im Jahr 2005 zum „Park-Tower“ umgebaut. Die jetzige Revitalisierung soll die Doppel-Struktur des Bestands in eine einheitliche Gesamtform überführen. Dadurch entsteht ein erneuertes Hochhaus, das moderne Arbeitsbedingungen mit städtebaulicher Einbindung verbindet. / Foto links: © Wikimedia Commons, Dan Lundberg, CC BY-SA 2.0 / Foto rechts: © Wikimedia Commons, GraphyArchy, CC BY-SA 4.0
Quellen: caspar.schmitzmorkramer gmbh, DWS, Frankfurter Neue Presse
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