In Reinickendorf sollen die Greenwichpromenade und Alt-Tegel aufgewertet werden. Neben Investitionen in die Infrastruktur steht auch die Idee eines Riesenrads im Raum.

© Titelbild / Montage: © Wikimedia Commons, Fridolin freudenfett, CC BY-SA 4.0 / KI

Die Greenwichpromenade gehört zu den bekanntesten Uferbereichen im Berliner Norden. Und der Bezirk Reinickendorf plant gezielt die Aufwertung. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und gleichzeitig mehr Besucher anzuziehen. Eine Machbarkeitsstudie untersucht aktuell, wie sich der Bereich zwischen Berliner Straße und Seeufer langfristig zu einem „Zentrum am Wasser“ entwickeln kann.

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  • Standort: Greenwichpromenade, 13507 Berlin
  • Bezirk: Reinickendorf
  • Kosten: 1,5 Mio. Euro

Die ersten Maßnahmen stehen bereits fest. Der Bezirk stellt rund 1,5 Millionen Euro bereit. Alte Pflanzkübel werden entfernt und durch neue ersetzt. Zudem bereitet man die bestehenden Holzbänke auf und streicht sie neu. Ergänzend entsteht ein Beleuchtungskonzept für die dunklen Monate. Diese Eingriffe modernisieren die bestehende Infrastruktur und gestalten die Promenade attraktiver.

Greenwichpromenade in Reinickendorf: Kleine Maßnahmen mit klarer Wirkung

Die zuständige Stadträtin, Korinna Stephan (Grüne), sieht in Alt-Tegel erhebliches Potenzial. Sie betont, dass die geplanten Maßnahmen in enger Abstimmung mit Gewerbetreibenden und Besuchern entstanden seien. Der Fokus liegt auf einer schrittweisen Verbesserung, die sowohl Anwohnern als auch Touristen zugutekommt.

Parallel zu den konkreten Bauarbeiten steht eine deutlich größere Idee im Raum. SPD-Politiker Samuel Märkt aus dem Wahlkreis Tegel schlägt in der Berliner Morgenpost vor, ein Riesenrad an der Greenwichpromenade zu errichten. Ziel ist es, einen neuen Anziehungspunkt zu schaffen, der Besucher aus ganz Berlin nach Reinickendorf bringt.

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Die Fußgängerzone in der Gorkistraße in Berlin-Tegel aufwendig umgestaltet.

Die Fußgängerzone in der Gorkistraße in Berlin-Tegel aufwendig umgestaltet. / © Foto: Entwicklungsstadt

Riesenrad-Idee soll Reinickendorfer Wirtschaft stärken

Die Idee entstand laut Initiator im Rahmen eines Brainstormings. Seiner Meinung nach reichen klassische Maßnahmen wie Sitzbänke allein nicht aus, um die lokale Wirtschaft nachhaltig zu stärken. Eine größere Attraktion könne zusätzliche Besucherströme erzeugen und damit Gastronomie und Einzelhandel unterstützen.

Als mögliche Standorte nennt er zwei Varianten: einen Grünstreifen entlang der Promenade oder einen neu zu errichtenden Steg im Wasser. Beide Optionen würden Eingriffe in die bestehende Struktur erfordern, etwa durch Baumverlagerungen oder zusätzliche Bauarbeiten im Uferbereich.

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Kann ein Riesenrad Reinickendorf stärken?

Ein Riesenrad-Projekt in Reinickendorf würde hohe Anforderungen an Finanzierung, Genehmigung und Betrieb stellen. Die wirtschaftliche Ausgangslage im Umfeld spielt ebenfalls eine Rolle. Die nahegelegene Gorkistraße wurde in den vergangenen Jahren für rund 250 Millionen Euro umgebaut. Trotz moderner Infrastruktur kämpft der Einzelhandel weiterhin mit Leerstand. Gründe sind unter anderem der Onlinehandel und verändertes Konsumverhalten.

Vor diesem Hintergrund bleibt offen, ob ein Riesenrad tatsächlich die gewünschte Belebung bringt. Klar ist jedoch: Die Kombination aus kleineren Infrastrukturmaßnahmen und der Diskussion um ein Großprojekt zeigt, dass Reinickendorf aktiv nach neuen Impulsen sucht.

Riesenräder in Berlin: Erfolgsgeschichten und Luftschlösser

Es ist nicht die erste Riesenrad-Idee für Berlin. Schon in den 2000er Jahren gab es Pläne, ein Riesenrad am Ostbahnhof oder am Bahnhof Zoologischer Garten zu errichten. Doch das Projekt zählt heute zu Berlins populärsten Luftschlössern, die nicht umgesetzt wurden.

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Anders stehen die Dinge im Plänterwald. Dort wurde das historische Riesenrad demontiert, saniert und mittlerweile wieder aufgebaut. Im kommenden Jahr soll sich die einstige Touristenattraktion im neu eröffneten Spreepark wieder drehen.

potenzielles Riesenrad für Reinickendorf

Quellen: Berliner Morgenpost, RAZ

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5 Kommentare

  1. Max 14. April 2026 at 12:45 - Reply

    Die andern Projekte scheiterten an den üblichen Berliner Problemen, wie die KI weiss. Investoren wird es schwer gemacht in Berlin Geld zu investieren.

    Das geplante 175-Meter-Riesenrad „Great Berlin Wheel“ am Berliner Zoo ist um 2010/2012 endgültig gescheitert. Hauptgründe waren die Auflösung des Finanzierungsfonds nach dem Ausstieg von Geldgebern und starke Verzögerungen bei der Planung. Trotz hoher Investorengelder wurde das Projekt nie realisiert, und das Grundstück an der Hertzallee wurde schließlich verkauft.
    Hauptgründe für das Scheitern:

    Finanzielle Probleme: Der geschlossene Fonds, der das Projekt finanzieren sollte, wurde Ende 2010 aufgelöst, da die Finanzierung nicht standhielt.
    Projektverzögerungen: Langwierige Genehmigungsverfahren und Planungsunsicherheiten führten dazu, dass der Bau nie begann.
    Grundstücksverlauf: Das Land Berlin wollte das Areal zwischenzeitlich zurückkaufen, was das Aus für die Riesenrad-Pläne an diesem Standort besiegelte.
    Wettbewerb: Parallel gab es Pläne für ein Riesenrad am Ostbahnhof, was die Situation zusätzlich komplizierte.

    • Monika Voigt 16. April 2026 at 13:17 - Reply

      Ich wohne direkt an der Promenade und finde die Idee echt haarsträubende. Ich bin hier geboren und Tegel hat sich sehr zum Nachteil verändert. Natürlich werden Besucher diese Idee toll finden, denn sie wohnen ja nicht hier.
      Nicht genug damit, dass Anwohner im Sommer ihre Balkone kaum nutzen können, weil wir uns alte Lieder auf einem Akkordeon gespielt anhören müssen, da der Musiker sich nicht daran hält, dass er den Standort wechseln muss.
      Natürlich finden das Besucher gut, denn sie wohnen ja nicht hier.
      Bevor über ein sinnloses 🎡 nachgedacht wird, sollte man am Stadtbild von Tegel abwarten.
      Außer Spätestens, Barber, Shisha Bar und Nagelstudios und Kosmetikstudios haben wir hier nichts mehr zu bieten.
      Die Straßen sind dreckig, kaputte Bierflaschen verstreut über die Gehwege und vieles mehr. Abmontierte Mülleimer die im Tegeler See landen usw.,usw.
      Außerdem sind hier mehr ausländische Mitbürger als Einheimische.
      Macht doch erstmal das Wesentliche bevor richtig, bevor solche völlig unwichtigen Dinge veröffentlicht werden.

  2. R. Betzin 14. April 2026 at 16:42 - Reply

    Wir Tegeler fühlen uns jetzt bereits mit „Touristen“ geflutet. Schmutz und Lärm insbesondere an den Wochenenden und den Sommermonaten. Lokale gibt es genug, hier noch mehr Konkurrenz zu schaffen, ist kontraproduktiv. Ein Riesenrad hätte kurzfristig Anziehung aber der Schaden für Optik und Natur wäre ungleich höher. In den Schlechtwettermonaten steht das Ding ohne Betrieb in der Gegend rum. Instandhaltungskosten werden absehbar zum Abriss führen. Noch mehr Menschenströme machen noch mehr Müll und Lärm und führen nicht zu Käufen in der Fußgängerzone!
    Für mich wäre eine Instandhaltung und Erneuerung des Bestehenden sehr gut. Auch eine Seebrücke braucht es nicht!

    • Brian 14. April 2026 at 17:20 - Reply

      Wie anmaßend von Ihnen, für alle Tegeler zu sprechen. Ich würde mich als solcher sehr über so eine Attraktion und Landmarke freuen. Es gibt so gut wie keine besondere Gastronomie in Tegel und Umgebung. Allerdings liegen die Chancen auf eine Verwirklichung angesichts der Historie und des Brainstorming-Status im Promillebereich.

    • Beatrix 15. April 2026 at 22:12 - Reply

      Schließe mich an, dass Sie nicht für mich sprechen, sondern Ihre persönliche Meinung kundtun.
      Ich wohne in Tegel und finde die Idee mit der Seebrücke sehr schön. Ob durchführbar – allein schon ob der räumlichen Gegebenheiten -kann ich natürlich nicht einschätzen.

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