Die Reaktivierung der Siemensbahn in Berlin-Spandau wird konkret: Mit einem Info-Abend richtet sich das Projektteam nun direkt an die Anwohnerinnen und Anwohner in Siemensstadt. Dabei geht es um Bauablauf, Zeitplan und die Auswirkungen vor Ort.

Nach Jahrzehnten des Stillstands rückt die Siemensbahn wieder in den Fokus: Bei einer Anwohnerveranstaltung werden erstmals konkrete Details zum Wiederaufbau und zur künftigen Nutzung vorgestellt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Der geplante Wiederaufbau der historischen Siemensbahn in Berlin nimmt weiter konkrete Formen an. Noch vor dem offiziellen Baustart im Herbst lädt die Deutsche Bahn Anwohnerinnen und Anwohner zu einem Informationsabend in Berlin-Siemensstadt ein.
Am 27. April soll die Veranstaltung im ehemaligen Siemens-Turm nahe des S-Bahnhofs Wernerwerk stattfinden. Vertreter der Bahn sowie der Berliner Senatsverwaltung wollen dort über den aktuellen Planungsstand, den Bauablauf und die Auswirkungen auf das Umfeld informieren. Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten wird zusätzlich ein Livestream bereitgestellt.
Informationsabend zur Siemensbahn: Dialog mit der Nachbarschaft
Mit dem Termin richtet sich das Projektteam gezielt an die direkte Nachbarschaft der Trasse, die über Jahrzehnte brachlag. Seit 1980 ist die Verbindung außer Betrieb, nun soll sie bis Ende 2029 reaktiviert werden.
Künftig ist im äußersten Westen der Hauptstadt wieder ein Zehn-Minuten-Takt vorgesehen, der das neue Quartier in Siemensstadt an den S-Bahn-Ring und den Hauptbahnhof anbinden soll.
Siemensbahn: Wiederaufbau mit neuen Stationen und wachsender Bedeutung
Geplant sind unter anderem neue beziehungsweise reaktivierte Stationen in Wernerwerk, Siemensstadt und Gartenfeld. Die Strecke gilt als wichtiger Baustein für die Entwicklung neuer Wohnquartiere im Berliner Westen.
Gleichzeitig bleiben Fragen des Lärmschutzes und der baulichen Umsetzung zentrale Themen für die Anwohnerschaft. Mit dem Info-Abend beginnt nun auch vor Ort die heiße Phase eines Infrastrukturprojekts, das nach Jahrzehnten des Stillstands wieder Teil des Berliner Nahverkehrsnetzes werden soll.
Quellen: PORR Deutschland, i2030, Bezirksamt Spandau, Deutsche Bahn AG
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8 Kommentare
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Die Reaktivierung ist gut. Wir brauchen mehr ÖPNV und hier ist schon viel vorhanden- vor allem Fläche für Gleise.
Lärmschutz, Sicherheit und Barrierefreiheit sind wichtige Themen. Ich hoffe der Senat übernimmt hier seine Verantwortung
Jede neue Strecke ist wahrhaft gut!
Bei einer auf höherer Ebene geführten Strecke ist der Lärmschutz essentiell. Schall trägt weit, wenn nichts ihn stoppt. Besser wäre eine Tunnelführung. Da jedoch die Grundinfrastruktur oben bereits vorhanden ist, ist hier die Kosten-Nutzenrechnung eindeutig für oben.
Dennoch sollte die Bahn/ der Senat nicht nur eine Beteiligung an den Kosten für Lärmschutzfenster der Anwohner anbieten, sondern der Senat sollte insbesondere für Eigentümer von Mietwohnung den tatsächlichen Einbau von Lärmschutzfenstern verpflichtend gestalten. Ansonsten sind die Bewohner der betroffenen Wohnungen wieder die leidtragenden.
Schon der Gedanke an Tunnelverlegung ist bei bestehender Strecke absurd.
Als Tunnel wäre das Projekt von Anfang an tot!
Warum soll die Eröffnung erst 2029 erfolgen? Warum wird nur bis Gartenfeld geplant und nicht gleich die Verlängerung nach HAKENFELDE vorangetrieben?
Weil keine 500 Millionen übrig sind?
Sehe ich auch so, habe als Jugendlicher noch selbst erlebt, wie die Strecke stillgelegt wurde und wundere mich, das nicht schon längst „los gebaut“ wurde. Aber wir sind ja in Deutschland.
Warum nun wohl aber eine Verlängerung gen Hakenfelde wohl kein Thema mehr ist, wundert mich noch mehr, entstehen doch gerade dort Großsiedlungen, die ja „autoarm“ gebaut werden.
Das das nicht wirklich klappt, sehe ich selbst, wohne in einer solchen, die einzige Straße ist ständig zugeparkt, Garagen haben exhorbitante Preise, wenn man denn überhaupt einen Stellplatz bekommt, wenn man nur Mieter ist.
Eine Verlängerung der S-Bahn übers Gartenfeld hinaus, sogar bis zum Johannisstift, wäre in meinen Augen eine gute Lösung.
Am Johannisstift existieren Industriegleise die wiederum gen S Bhf Spandau führen….. Da gab es sogar schon mal eine Planung Verlängerung der S Bahn von Spandau gen Johannisstift…
Die Magnetbahn von Bögl bis nach Tegel rübergezogen hätte hier mit Blick auf die EXPO gut gepßt. Trasse Bahnhöfe…alles da. Nur die Erweiterung hätte noch ein bisschen Stehvermögen evtl. gebraucht.
Anwohnerbeteiligung! Na, da werden die NIMBYs dann alles tun, um jede Veränderung zu verhindern! Schafft endlich die ganzen Beteiligungsverfahren ab. Die Entscheidung werden durch demokratisch gewählte Politiker getroffen … da bedarf es keiner Beteiligung der Bürger mehr!