Der Ausbau der Bahnstrecke zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) geht in die nächste Phase: Am 15. August soll der neue Bahnhof Fangschleuse in Betrieb gehen. Während die Arbeiten an vielen Stationen planmäßig laufen, kommt es in Berkenbrück zu Verzögerungen.

Der neue Bahnhof Fangschleuse steht kurz vor der Inbetriebnahme: Gleise, Oberleitungen und die Bahnhofsanlagen sind nach Angaben der Deutschen Bahn fertiggestellt. / © Foto: Deutsche Bahn AG / Pablo Castagnola
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Für Pendlerinnen und Pendler zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) steht eine wichtige Änderung bevor: Der neue Bahnhof Fangschleuse soll am 15. August 2026 eröffnet werden. Zunächst halten dort die Züge des Regionalexpresses RE 1 in Richtung Frankfurt (Oder), ab dem 24. August sollen auch Verbindungen in Richtung Berlin an der neuen Station stoppen.
Die Inbetriebnahme ist Teil des umfassenden Ausbaus der Strecke zwischen Berlin und Frankfurt (Oder).
Letzte technische Arbeiten vor dem Start in Fangschleuse
Nach Angaben der Deutschen Bahn liegen die Arbeiten an der neuen Station im Zeitplan. Gleise, Oberleitungen und der Bahnhof selbst sind fertiggestellt. Vor der Eröffnung steht allerdings noch ein Software-Update an. Dieses soll sicherstellen, dass alle technischen Komponenten mit dem neu errichteten Elektronischen Stellwerk reibungslos zusammenarbeiten.
Parallel zur Fertigstellung in Fangschleuse laufen weitere Bauarbeiten entlang der Strecke. An den Bahnhöfen Berkenbrück, Jacobsdorf und Pillgram werden derzeit die Bahnsteige auf eine Länge von 220 Metern erweitert. Damit können dort künftig auch achtteilige Zuggarnituren halten, die deutlich mehr Sitzplätze bieten als die bislang eingesetzten Fahrzeuge.
Verzögerungen in Berkenbrück – Ausbau an weiteren Stationen läuft
Nicht alle Arbeiten verlaufen vollständig nach Plan. Am Bahnhof Berkenbrück sind zusätzliche technische Anpassungen erforderlich. Während Züge Richtung Berlin ab dem 15. August wieder halten sollen, ist der Halt in Richtung Frankfurt (Oder) voraussichtlich erst ab dem 29. November möglich. Bis dahin richtet die Deutsche Bahn einen Schienenersatzverkehr ein. Nach Angaben des Unternehmens wird derzeit geprüft, ob sich die Arbeiten beschleunigen lassen.

Der neue Regionalbahnhof Köpenick nimmt weiter Gestalt an. Im August wird die Bahnhofstraße für Arbeiten an den Hilfsbrücken und dem neuen Fußgängertunnel erneut voll gesperrt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Auch in Berlin gehen die Arbeiten an der Strecke weiter. Beim Umbau der S-Bahnhöfe Köpenick und Hirschgarten werden aktuell vor allem jene Maßnahmen umgesetzt, die nur während der Sperrung der Fernbahngleise bis zum 24. August möglich sind.
Dazu gehören unter anderem Arbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik, der Rückbau von Behelfsbrücken sowie Vorbereitungen für neue Fußgängertunnel unter den Fernbahngleisen. Der Ausbau soll langfristig dazu beitragen, die Verbindung zwischen Berlin und dem östlichen Umland leistungsfähiger zu machen.
S-Bahnhof Köpenick
Bahnhof Fangschleuse
Frankfurt (Oder)
Quellen: Deutsche Bahn, i2030
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3 Kommentare
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Der Bahnübergang Fangschleuse ist bereits vollständig geschlossen und wird derzeit komplett zurückgebaut. Die neue Brücke, die dann die Strecke quert, wird erst zum Ende des Jahres fertig sein. Bis dahin ist die Strecke für KFZ und Fahrrad vollständig gesperrt. Für erstere geht’s über die Teslatrasse und für letztere geht’s nur über das Logistikzentrum Freienbrink und partiell durch den Wald.
Was ich aber gar nicht verstehe ist der Regiohalt in Köpenick, denn das ist der schmalste Bahnsteig, denn die Welt je gesehen hat. Sollten dort Fahrgäste für zwei (wie so oft) superverspätete Züge in beiden Richtungen warten müssen, wird es ganz klar Platzprobleme geben.
Ist mir absolut unverständlich, wie man so etwas genehmigt. Das Ding sieht aus, als wäre es nicht einmal 5m breit…. Wie gesagt, für beide Fahrtrichtungen!
Ich fahre mit dem Rad immer von Erkner über Fangschleuse und Schmalenberg nach Hangelsberg. Ist ganz schön gravelig 😉
Der Bahnübergang ist zwar geschlossen, man kommt aber trotzdem rüber.
Kettenbagger fahren nun Mal eben schnell keine 20km Umweg.
Schade für die Ur-Anwohner, welche jetzt nicht mehr vom Bahnhof nach Hause laufen können.
Und erschreckend, wie viel Geld hier vom Steuerzahler in den Sand gesetzt wird oder wie krass die Ergebnisse der Befragung zum Weiterbau ignoriert werden.
Politik ist eben ne dreckige Nummer, Atomstrom im Tesla macht’s nicht besser.