Die ODEG setzt auf der Linie RE1 künftig den Desiro HC 8 ein. Zwei vierteilige Züge fahren gemeinsam und schaffen mehr Sitzplätze im Regionalverkehr zwischen Brandenburg, Berlin und Frankfurt (Oder).

Mehrere Vertreter von ODEG, VBB, Berlin, Brandenburg und i2030 stehen vor einem Zug und stellen den neuen Desiro HC 8 der ODEG vor, der auf der Regionalbahn RE1 zwischen Brandenburg an der Havel, Berlin und Frankfurt (Oder) künftig mehr Platz für Fahrgäste bieten soll. V.l.n.r.: Lars Gehrke (ODEG), Christoph Heuing (VBB), Ute Bonde (Berlin), Robert Crumbach (Brandenburg), Stefan Neubert (ODEG) und Evelyn Gollasch (DB InfraGO AG/i2030). Foto: ODEG

Vertreter von ODEG, VBB, Berlin, Brandenburg und i2030 präsentieren den neuen Desiro HC 8 der ODEG, der künftig auf der Regional-Express-Linie RE1 zwischen Brandenburg an der Havel, Berlin und Frankfurt (Oder) mehr Kapazität schaffen soll. / © Foto: ODEG

© Titelbild: ODEG

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Die ODEG erweitert die Kapazität auf der Linie RE1. Künftig fahren zwei vierteilige Desiro-HC-Züge gemeinsam als rund 210 Meter langer Desiro HC 8. Der längere Zug soll vor allem auf dem stark genutzten Abschnitt zwischen Brandenburg an der Havel, Berlin und Frankfurt (Oder) mehr Platz schaffen.

  • Linie: RE1
  • Bereich: Brandenburg an der Havel, Berlin, Frankfurt (Oder)
  • Zuglänge: rund 210 Meter
  • Sitzplätze: rund 800
  • Kapazität: mehr als 30 Prozent zusätzliche Plätze

Die ODEG hat den neuen Desiro HC 8 für die Regional-Express-Linie RE1 vorgestellt. Der Zug besteht aus zwei vierteiligen Desiro-HC-Fahrzeugen, die gemeinsam fahren. Im Bahnbetrieb heißt das Doppeltraktion. Für Fahrgäste bedeutet es vor allem: Der Zug wird länger und bietet mehr Sitzplätze. Der neue Zugverband misst rund 210 Meter und verfügt über rund 800 Sitzplätze.

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Der RE1 gehört zu den wichtigsten Regionalverbindungen in Brandenburg und Berlin. Die Linie verbindet unter anderem Brandenburg an der Havel, Potsdam, Berlin und Frankfurt (Oder). Auf diesem Abschnitt fahren viele Pendlerinnen und Pendler, Ausflügler und Reisende. Die Nachfrage ist hoch. Deshalb soll der Desiro HC 8 besonders dort eingesetzt werden, wo viele Menschen unterwegs sind.

Desiro HC 8 der ODEG soll Fahrgästen mehr Platz bieten

Im Jahr 2025 nutzten rund 23,81 Millionen Fahrgäste den RE1. Nach Abschluss der Bahnsteigverlängerungen sollen perspektivisch rund 28,41 Millionen Fahrgäste pro Jahr auf der Linie befördert werden können.

Der Desiro HC 8 bietet neben den zusätzlichen Sitzplätzen auch bekannte Ausstattungsmerkmale der Desiro-HC-Züge. Dazu gehören kostenloses WLAN, Steckdosen, moderne Fahrgastinformationen, Mehrzweckbereiche sowie Plätze für Fahrräder, Kinderwagen und Rollstühle. Der 8-Teiler soll rund 64 Fahrradstellplätze haben. Zudem verfügt er über barrierefreie Mittelwagen für unterschiedliche Bahnsteighöhen.

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Mehr Kapazität auf Linie RE1 in Brandenburg und Berlin

Nach Angaben der ODEG schafft der Desiro HC 8 mehr als 30 Prozent zusätzliche Kapazität gegenüber dem bisherigen Betrieb mit kürzeren Einheiten. In den Hauptverkehrszeiten sollen künftig zwei von drei stündlichen Fahrten des RE1 mit den längeren Zügen fahren. Damit reagiert die ODEG auf die hohe Auslastung der Strecke.

Die neuen 8-Teiler entstehen nicht durch eine komplett neue Fahrzeugserie. Stattdessen baut Siemens Mobility bestehende sechsteilige Desiro-HC-Züge um. Aus sieben sechsteiligen Fahrzeugen entstehen vierzehn vierteilige Fahrzeuge. Diese können anschließend paarweise als Desiro HC 8 eingesetzt werden. Der Umbau eines Fahrzeugs dauert rund vier Wochen.

Warum längere Bahnsteige für RE1 nötig sind

Das Problem: Ein rund 210 Meter langer Zug kann nur dort halten, wo die Bahnsteige lang genug sind. Deshalb verlängert das Infrastrukturprojekt i2030 parallel mehrere Bahnsteige entlang des RE1. Dazu gehören Götz, Groß Kreutz, Potsdam Park Sanssouci, Hangelsberg, Berkenbrück, Briesen (Mark), Jacobsdorf (Mark), Pillgram und Ziltendorf.

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Der Ausbau zeigt, dass mehr Platz im Regionalverkehr nicht allein durch längere Züge entsteht. Fahrzeuge, Bahnsteige, Fahrplan und Betrieb müssen zusammenpassen. Einige Anpassungen laufen bereits. Seit Dezember 2025 ermöglicht ein Übergangsfahrplan den schrittweisen Einsatz der umgebauten Fahrzeuge. Unter anderem können längere Züge bereits Potsdam Park Sanssouci und Potsdam Charlottenhof bedienen.

Quellen: i2030, ODEG, VBB

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7 Kommentare

  1. Dirk Rüger 1. Juni 2026 at 23:05 - Reply

    Schon ulkig, das man die Landeshauptstadt Magdeburg in keinem Satz erwähnt. Der RE1 ist dort besonders stark genutzt. Mehr Züge sollten bis Magdeburg endlich fahren!

    • Alex 2. Juni 2026 at 22:48 - Reply

      Die Stadt Magedburg wird deshalb nicht erwähnt, weil die zusätzliche Kapazität einzig auf dem Brandenburger Abschnitt ei gesetzt werden wird. Das Land Sachsen-Anhalt wollte – soweit ich recht informiert bin – nicht in die Verlängerung von Bahnsteigen investieren. Somit können diese Źüge dort nicht halten.

  2. M 2. Juni 2026 at 05:59 - Reply

    Was bringt ein längerer Zug wenn sie sowieso dauernd ausfallen

    • JaBerlin 2. Juni 2026 at 06:49 - Reply

      Ich bin Pendler! Da fällt nix DAUERND aus. Die ODEG ist recht zuverlässig.

  3. Karsten schulze 2. Juni 2026 at 14:36 - Reply

    Warum werden aus einen 6 teiler zwei 4 teilige Züge gemacht, das heisst das jeweils 2 neue triebköpfe dazu kommen . Wäre es nicht besser gewesen die bestehenden 6 teiler mit 2 mittelwagen aufzurüsten und auch billiger und auch noch mehr Kapazität zu haben

    • Anonym 2. Juni 2026 at 17:36 - Reply

      Das kann viele Gründe haben. Naheliegend ist die Flexibilität falls mal eine Störung auftreten sollte und zum anderen sind die Fahrpläne auf Gewisse Beschleunigungswerte ausgelegt. Mehr Mittelwagen heißt auch gleich mehr Gewicht da der Antrieb in den Triebköpfen ist beim Desiro HC daher könnte er die Fahrpläne nicht mehr so zuverlässig halten.

  4. GK 2. Juni 2026 at 20:30 - Reply

    Nur mal so… mein Erlebnis (als eins von vielen):
    Eigentlich müsste man die Züge in „trans“-fahrende oder „Wer oder was bin ich“ fahrende Züge Pendler-Story umbenennen denn:
    Mein Zug, RE1, Do. 30.4.26, planmäßig ab Berlin Zoologischer Garten um 15:52 nach Frankfurt/Oder, hatte nicht nur erst ca. 30min Verspätung, dann 35min und sollte dann ca. 40min Verspätung haben. Als dann mit Verspätung und vor dem 1. Mai-Wochenende der Zug nun angesagt wurde und auch kam war ich erleichtert. Es kann nun ins Wochenende gehen. Fehlgedacht… Der verspätete Zug wurde angesagt, die dazu passende Anzeigetafel wurde auch angezeigt und der Zug kam tatsächlich. Der Zug fuhr los und hielt bis Erkner an jeder Haltestelle. Mein Ziel ist Hangelsberg, also noch 2 weitere Stationen. In Hangelsberg hält im Gegensatz aller Behauptungen, wir, die ODEG, fahren auf dieser Line in beide Richtungen 3x in der Stunde also alle 20min, ist gelogen. Die Züge fahren zwar, aber sie HALTEN NICHT auf allen Bahnhöfen, wie auch in Hangelsberg, nicht.
    Und so traf mein Zug ab Erkner die Entscheidung: Nein, ich bin jetzt nicht mehr der Zug, der mit Verspätung auf allen Zwischenstationen hält, ich bin ab jetzt ein Durchläufer und fahre außerdem nur bis Fürstenwalde, anstatt Frankfurt/Oder.
    Na Klasse, schön am Wohnort vorbei ohne Rücksicht auf die Fahrgäste.
    In Fürstenwalde angekommen sollte ich wieder 40min warten, weil erst dann wieder ein Zug in Richtung Berlin fährt, der aber auch in Hangelsberg (1 Station) hält. Andere Züge fahren ja alle 20min, ja, aber halten ja nicht. Ein solcher Zug stand dann vorbereitet für die Fahrt nach Berlin ein Bahnsteig weiter. Wie vo Geisterhand gelenkt, traf ich dort sogar den Zugbegleiter. Diesen sprach ich an, ob der Zug auch in Hangelsberg halten würde. Das wüsste er nicht und fragt mal nach. Am Ende sagte er mir, dass dieser Zug nicht in Hangelsberg halten würde und ich, da wird man noch für doof erklärt, in Berlin, in den falschen Zug gestiegen wäre. Also das ist ja wohl der Oberkracher!!! Das wäre bei der Deutschen Bahn nicht passiert. Da gab es sicherlich auch Schwierigkeiten, aber dann hätte auf jeden Fall der Zug zurückzu, in Hangelsberg gehalten. Nur die ODEG, die kann das nicht. Sich unterwegs aber umzugestalten, von normal haltend auf Durchläufer, dass geht. Einen Knall habe die. Ohne Rücksicht auf die Fahrgäste. Ich war ja nicht alleine davon betroffen.

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