Gegenüber dem Humboldt Forum entstehen die ersten Fundamente für die neue Ufergestaltung. Auch im Marx-Engels-Forum werden geräumte Flächen für den Umbau vorbereitet. Bis Ende 2027 soll der Freiraum zwischen Fernsehturm und Spree grüner, vielseitiger und barrierefrei zugänglich werden.

Blick über die Spree auf eine Baustelle mit freigelegter Böschung, horizontalen Betonfundamenten und Erdhaufen. Dahinter stehen Bäume; darüber sind die Spitze der Marienkirche und ein Teil des Fernsehturms sichtbar.

Vom gegenüberliegenden Ufer sind die Erdarbeiten und ersten Fundamente der neuen Uferanlage gut erkennbar. Im Hintergrund stehen die Bäume des Marx-Engels-Forums, die Marienkirche und der Fernsehturm. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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Am östlichen Spreeufer gegenüber dem Humboldt Forum nimmt die Umgestaltung des Rathaus- und Marx-Engels-Forums zunehmend bauliche Konturen an. Erste Fundamente für die neue Ufergestaltung wurden inzwischen in den Boden eingebracht. Damit wird sichtbar, wie sich der bislang überwiegend von Rückbau und Erdarbeiten geprägte Bereich verändert.

  • Erste Fundamente für die neue Ufergestaltung gegenüber dem Humboldt Forum sind eingebracht.
  • Das Rathaus- und Marx-Engels-Forum erhält neue Grün-, Aufenthalts- und Freizeitflächen.
  • Barrierefreie Zugänge und ein neues Regenwassersystem sind zentrale Bestandteile des Umbaus.
  • Die rund 33,9 Millionen Euro teure Umgestaltung soll bis Ende 2027 abgeschlossen werden.

Auch weitere Flächen des Marx-Engels-Forums sind geräumt worden. Teile des bisherigen Baum- und Gehölzbestands mussten weichen; die freigelegten Bereiche werden nun für die Neugestaltung vorbereitet. Der Eingriff verändert einen zentralen Freiraum der historischen Berliner Mitte erheblich.

Neue Ufergestaltung gegenüber dem Humboldt Forum: Zugang zur Spree wird umgebaut

Ein wesentliches Element des Projekts ist eine neue Treppen- und Rampenanlage am Wasser. Sie soll das Spreeufer barrierefrei erschließen und zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeiten schaffen. Die Verbindung zwischen Grünanlage und Fluss soll dadurch stärker erlebbar werden.

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Die während der Arbeiten freigelegten historischen Mauerreste sind im beobachteten Baustellenbereich inzwischen vollständig abgeräumt. Für die vorbereitenden Erdarbeiten war eine Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt zur Dokumentation historischer Fundamente angekündigt worden. Aus dem heutigen Baustellenbild allein lässt sich jedoch nicht ableiten, wie die einzelnen Funde bewertet und behandelt wurden.

Blick entlang der Spree auf einen freigelegten Uferbereich mit Erdarbeiten, Schuttresten und Bauabsperrungen. Links stehen das Humboldt Forum und der Berliner Dom, rechts eine Baumreihe.

Entlang der Spree ist der Umfang der Umgestaltung inzwischen deutlich sichtbar. Gegenüber der Ostfassade des Humboldt Forums wird der Uferbereich für neue Zugänge und Aufenthaltsflächen umgebaut. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Rathaus- und Marx-Engels-Forum: Mehr Grün und neue Freizeitflächen geplant

Die Umgestaltung umfasst insgesamt rund 7,2 Hektar zwischen Fernsehturm und Spree. Neue Vegetationsflächen, Entsiegelungen sowie rund 5.400 Quadratmeter Freizeit-, Sport- und Spielflächen sollen den Stadtraum vielseitiger nutzbar machen und sein Mikroklima verbessern.

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Der bestehende Freiraum wird damit weiterentwickelt. Prägende Elemente wie der Neptunbrunnen, die Rosenbeete und die Marx-Engels-Denkmalgruppe sollen erhalten bleiben. Der Entwurf verbindet neue Nutzungsangebote mit Teilen der überlieferten Gestaltung.

Regenwassermanagement in Berlin-Mitte: Niederschläge sollen im Areal bleiben

Zum Umbau gehört ein dezentrales Regenwassersystem. Weil Wasser am Rathausforum nur eingeschränkt versickern kann, soll es unter der Spandauer Straße hindurch ins tiefer gelegene Marx-Engels-Forum geleitet werden.

Dort wurde bereits eine Versickerungsfläche angelegt. Niederschläge sollen künftig stärker dem Grundwasser und der Vegetation zugutekommen, statt unmittelbar über die Kanalisation abzufließen.

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Große eingeebnete Erdfläche im Marx-Engels-Forum mit Markierungsstäben, einem kleinen Bagger rechts und einem Radlader links. Die umliegenden Bäume tragen teilweise hölzerne Schutzverschalungen; im Hintergrund ist der Berliner Dom zu erkennen.

Auch abseits des Ufers werden Flächen des Marx-Engels-Forums neu gestaltet. Die geräumten Bereiche liegen zwischen erhaltenen Bäumen, deren Stämme während der Bauarbeiten durch Holzverschalungen geschützt werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Baumfällungen und Barrierefreiheit: Unterschiedliche Bewertungen des Umbaus

Die Eingriffe in den Baumbestand hatten bereits zum Baustart Proteste ausgelöst. Umweltaktivisten forderten eine Planung, die mehr vorhandene Bäume erhält. Grün Berlin verwies dagegen auf geprüfte Entwicklungsperspektiven der Gehölze und die Anforderungen der barrierefreien Ufererschließung.

Die Arbeiten sollen bis Ende 2027 abgeschlossen werden; veranschlagt sind rund 33,9 Millionen Euro. Ob die angestrebten Verbesserungen die Eingriffe überzeugend aufwiegen, wird sich vor allem an der späteren Nutzbarkeit und Entwicklung der Grünflächen zeigen.

Visualisierung des Rathausforums.

Die Visualisierung zeigt die geplante Ufergestaltung gegenüber dem Humboldt Forum: Eine neue Treppen- und Rampenanlage soll den barrierefreien Zugang zur Spree ermöglichen und zusätzliche Aufenthaltsflächen am Wasser schaffen. / © Visualisierung: Grün Berlin GmbH

 

Marx-Engels-Forum

Quellen: Grün Berlin GmbH, Bezirksamt Berlin-Mitte

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