Die Schule an den Püttbergen in Rahnsdorf wird erweitert. Der Neubau schafft Fachräume, eine Mensa, mehr Kapazität und barrierefreie Zugänge.
Schule an den Püttbergen
© Titelbild: Architekturbüro Wiechers Beck Gesellschaft von Architekten mbH
Die Schule an den Püttbergen in Rahnsdorf bekommt deutlich mehr Platz. Nach mehreren Jahren mit Übergangslösungen und Bauarbeiten steht der neue Erweiterungsbau an der Fürstenwalder Allee vor der Übergabe. Dabei geht es nicht nur um zusätzliche Räume: Der Neubau verändert auch die Organisation des gesamten Schulstandorts.
- Bezirk: Treptow-Köpenick
- Adresse: Fürstenwalder Allee 182, 12589 Berlin
- Fertigstellung: Neubau August 2026, Außenanlagen im Frühjahr 2027
- Kosten: 17,170 Millionen Euro
An der Schule lernen derzeit rund 597 Schülerinnen und Schüler. Zum Standort gehören neben dem bestehenden Schulhaus eine 2015 errichtete Zwei-Feld-Sporthalle und eine temporäre Containeranlage. Das frühere Wirtschaftsgebäude aus dem Jahr 1960, vor Ort als „Krümelschule“ bekannt, ließ der Bezirk 2023 abreißen. Genau auf diesem Baufeld entstand anschließend der dreigeschossige Neubau.
Schule an den Püttbergen: Neue Fachräume und Mensa im Neubau
Mit dem Erweiterungsbau wächst die räumliche Kapazität der Grundschule von drei auf vier Züge. Dafür reicht der Neubau allein nicht aus. Der Bezirk ordnete zugleich Funktionen im bestehenden Schulhaus neu und passte einzelne Bereiche an. Auf diese Weise soll der gesamte Standort besser zusammenarbeiten.
Ein Schwerpunkt liegt auf den Fachräumen. Die bisherigen Räume für Naturwissenschaften im Altbau entsprachen nach Angaben des Bezirksamts nicht mehr den heutigen technischen und pädagogischen Anforderungen. Deshalb entstand im Neubau ein neuer naturwissenschaftlicher Bereich. Auch Kunst und Musik ziehen in zentrale Räume des Erweiterungsbaus.
Rahnsdorf wächst: Schulplätze spielen bei neuen Wohnungen eine Rolle
Hinzu kommt eine neue Mensa, die auf den Bedarf der vergrößerten Schule ausgelegt ist. Ein Aufzug erschließt den Neubau barrierefrei. Außerdem verbindet ein Übergang beide Gebäude miteinander. Dadurch lassen sich künftig auch alle drei Ebenen des Bestandsbaus barrierefrei erreichen. Die Planung orientiert sich an den Standards der Berliner Schulbauoffensive.
Der Ausbau hat zugleich eine größere Bedeutung für Rahnsdorf und Hessenwinkel. Auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne Hessenwinkel plant die landeseigene STADT UND LAND ein Quartier mit 450 Wohnungen. Nach den aktuellen Unterlagen des Bezirks entstehen dadurch rechnerisch 49 zusätzliche benötigte Grundschulplätze. Diesen Bedarf soll die Schule an den Püttbergen mit ihrer erweiterten Kapazität aufnehmen.

Zwischen Birken, Kiefern und dichtem Unterholz steht ein lang gestreckter Bau der Kaserne Hessenwinkel. Die Bestandsgebäude sollen nach aktueller Planung Neubauten weichen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Neubau in Rahnsdorf fertig – Arbeiten auf dem Schulgelände gehen weiter
Für den Erweiterungsbau nennt das Bezirksamt Kosten von 17,170 Millionen Euro. Das Land Berlin finanziert das Vorhaben aus Investitionsmitteln. Die Projektleitung liegt beim Fachbereich Hochbau des Bezirks Treptow-Köpenick, die Planung stammt vom Architekturbüro Wiechers Beck.
Mit der Übergabe am 18. August 2026 ist das gesamte Vorhaben jedoch noch nicht abgeschlossen. Die Außenanlagen sollen nach aktuellem Stand erst im Frühjahr 2027 fertig werden. Ein genauer Termin dafür steht bislang nicht fest. Parallel entstehen im Bezirk weitere neue Schulbauten, etwa an der Wilhelm-Bölsche-Schule in Friedrichshagen und an der Grundschule am Märchenviertel in Köpenick.

Die Grundschule am Märchenviertel in der Hirtestraße in Köpenick ist pünktlich zum Schuljahr 2026/2027 fertig geworden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: Bezirksamt Treptow-Köpenick, Berliner Schulbauoffensive
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