In Rahnsdorf plant der Senat die Verlängerung der Tram 61. Der Ausbau der BVG soll den wachsenden Bedarf im Südosten Berlins decken und das Ortszentrum besser anbinden.

Rahnsdorf gilt als relativ schlecht angebunden an den ÖPNV, der Bahnhof Rahnsdorf ist für viele Bewohner nur mit dem Rad zu erreichen. / © Foto: Wikimedia Commons, Mabit1, CC BY 4.0
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Rahnsdorf im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick steht vor deutlichen Veränderungen. Der Ortsteil am südöstlichen Stadtrand gilt bislang als ruhig und vergleichsweise dünn besiedelt. Doch in den kommenden Jahren wird die Einwohnerzahl steigen.
- Projekt: Verlängerung der Tram 61 in Rahnsdorf
- Lage: Treptow-Köpenick , Ortsteil Rahnsdorf
- Streckenlänge: 400 Meter
- Neue Haltestelle: Püttbergeweg
- Neue Wendeschleife: Fürstenwalder Allee / Springeberger Weg / Püttbergeweg
- Kosten: 10 Millionen Euro
- Umsetzung: voraussichtlich nach 2040
Hintergrund ist unter anderem ein geplantes Wohnungsbauprojekt auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne Hessenwinkel an der Fürstenwalder Allee. Dort will die landeseigene Stadt und Land GmbH rund 450 Wohnungen errichten. Der Baubeginn ist für die frühen 2030er-Jahre vorgesehen. Parallel dazu läuft seit Jahren der Ausbau der Schule an den Püttbergen.
Mehr Bevölkerung in Rahnsdorf, längere Tram-Strecke der BVG
Mit dem erwarteten Bevölkerungswachstum steigt auch der Druck auf die bestehende Infrastruktur. Vor allem der öffentliche Nahverkehr gilt in Rahnsdorf als ausbaufähig. Der aktuelle Zustand deckt den Bedarf vieler Anwohner nur eingeschränkt ab.
Vor diesem Hintergrund plant der Berliner Senat eine Verlängerung der Tram-Linie 61. Die Maßnahme ist Teil des ÖPNV-Bedarfsplans, der als Grundlage für den Nahverkehrsplan 2026 bis 2028 dient. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus, dennoch gilt das Projekt als konkret vorbereitet.
Tram 61 in Rahnsdorf: Geplante Verlängerung um 400 Meter
Aktuell endet die Tram 61 an der Haltestelle Rahnsdorf-Waldschänke. Dort befindet sich auch die Wendeschleife. Allerdings beginnt das eigentliche Wohngebiet erst hinter diesem Punkt. Für viele Bewohner bedeutet das längere Wege zur Tram.
Auch die Anbindung an die S-Bahnhöfe Rahnsdorf und Wilhelmshagen ist nicht optimal. Neben dem Fahrrad bleibt vor allem die Buslinie 161 als Verbindung, die den Ortsteil auch mit Schöneiche und Erkner verknüpft.
Die geplante Verlängerung sieht vor, die Strecke um etwa 400 Meter auszubauen. Eine neue Wendeschleife soll an der Kreuzung Fürstenwalder Allee, Springeberger Weg und Püttbergeweg entstehen. Zusätzlich ist eine neue Haltestelle am Püttbergeweg vorgesehen. Die BVG plant laut Entwurf einen 20-Minuten-Takt. Damit würde das Ortszentrum deutlich besser erschlossen als bisher.
BVG-Verlängerung in Rahnsdorf: Umsetzung erst nach 2040
Der Senat bewertet die Verlängerung der Tram in Rahnsdorf als Maßnahme mit dringlichem Bedarf. Die Kosten werden auf rund zehn Millionen Euro geschätzt. Eine Umsetzung gilt jedoch erst nach dem Jahr 2040 als realistisch.
In den Planungsunterlagen weist die Verwaltung darauf hin, dass die neue Strecke etwa 5.000 Anwohner direkt an das Straßenbahnnetz anbinden könnte. Dadurch entfielen Umstiege, insbesondere in Richtung Friedrichshagen und Köpenick.
geplante Tram-Verlängerung (Rahnsdorf)
Quelle: Berliner Morgenpost
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5 Kommentare
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…“Maßnahme mit dringlichem Bedarf.“ Und dann für die 2040er geplant? Ich würd mich ja ärgern, aber über die „Leistung“ und Leistungsfähigkeit des Senats kann ich nur noch lachen!
Entschuldigung, habe ich den 1. April verpasst? Lächerlich herausgeworfenes Geld. Das bringt gar nichts für das neue Wohngebiet in Hessenwinkel und keine Verbesserung der Anbindung an die Grundschule, die dringend geboten wäre.
Also für 400 Meter eine neue Wendeschleife zu bauen ist nun wirklich ein bisschen untertrieben. Dann ist die Wendeschleife länger als die Tramstation oder was?
Damit würde die Linie ja nur um eine Station länger werden, dessen Distanz man zu Fuß in wenigen Minuten zurücklegt. So werden weder die Grundschule noch die neuen Wohnquartiere, die deutlich weiter Richtung Erkner liegen, besser erschlossen. Man muss trotzdem mit dem Bus fahren und umsteigen, was zeitlich keinen Unterschied macht. Zudem ist diese Kreuzung einer der stark frequentierten in Rahnsdorf. Eine Wendeschleife wird enormen Einfluss auf den Verkehr haben. Auch baulich ist wenig Platz auf diesem Wegstück um Autos, Fahrradfahrer, Fußgänger und perspektivisch der Tram gerecht zu werden. Und letztlich zeigen sich bei der aktuellen Wendeschleife starke Geräuschemissionen, die dann in den Ortskern zu den 5.000 Einwohnern verlegt werden.
10 Million Euro schlecht investiertes Geld. Dafür die Zeittaktung für den Bus auf alle 10 Minuten verdichten. Erreicht auch Hessenwinkel! Bushaltestelle Waldschänke verlegen. Diese könnte direkt neben der jetzigen Straßenbahnendhaltestelle neu entstehen.Der Bus würde eine kleine Schleife fahren. So müssen die Leute nicht über den Damm flitzen. Ein Kreisverkehr führ die Autos nimmt die Geschwindigkeit und bringt mehr Sicherheit. Ebenfalls die S-Bahn im 10 Minutentakt bis Erkner fahren lassen. Mehr Fußgängerüberwege auf der Fürstenwalder Allee!