Auf dem ehemaligen Industrieareal des VEB Funkwerk Köpenick wächst ein neues Wohnquartier heran. Das Projekt an der Wendenschloßstraße verbindet geförderten Wohnungsbau, soziale Infrastruktur und energetische Standards zu einem langfristig angelegten Stadtbaustein.

Die fünf neuen Wohngebäude sind mittlerweile vollständig fertiggestellt und bilden das Herzstück des neuen Quartiers an der Wendenschloßstraße. Mit einem ausgewogenen Mix aus barrierefreien und sozial gebundenen Wohnungen sollen sie eine lebendige und vielfältige Wohnatmosphäre schaffen. / © Foto: MBN GmbH | Wendenschloßstraße
© Fotos: MBN GmbH | Wendenschloßstraße
Auf dem Gelände zwischen Wendenschloßstraße und Dahme in Treptow-Köpenick ist in den vergangenen Jahren ein neuer baulicher Schwerpunkt entstanden. Wo sich einst der VEB Funkwerk Köpenick befand – eine der bedeutendsten Einrichtungen für Nachrichtenelektronik in der DDR – bildet nun ein Wohnensemble den Kern eines künftigen Quartiers.
Inzwischen wurden fünf siebengeschossige Gebäude mit insgesamt 255 Wohnungen fertiggestellt. Auftraggeber des Joint Ventures sind die landeseigene Gewobag und die ZS Beteiligungs GmbH, ausgeführt wurde das Projekt durch die Berliner Niederlassung von MBN.
Quartier an der Wendenschloßstraße: Fünf Wohngebäude bilden baulichen Kern
Die Wohngebäude folgen einer klar strukturierten Architektursprache mit gegliederten Fassaden und zeitgemäßer Materialwahl. Das Spektrum reicht von Ein- bis Fünfzimmerwohnungen und zielt auf eine sozial wie demografisch ausgewogene Bewohnerschaft ab. Ein erheblicher Teil der Wohnungen ist barrierefrei sowie mietpreis- und belegungsgebunden.
Alle Häuser verfügen über stufenlose Zugänge und Aufzüge, die sämtliche Etagen erschließen. Durch die Unterkellerung und eine gemeinsame Tiefgarage konnten die Erdgeschosse vollständig für Wohnnutzungen vorgesehen werden. Technisch und konstruktiv erfüllen die Gebäude die Anforderungen des KfW-55-Standards. Eine energetisch optimierte Gebäudehülle und die massive Bauweise bilden die Grundlage für einen langfristig energieeffizienten Betrieb.
Freianlagen, Pflegeeinrichtung und Boardinghaus: Das sind die nächsten Schritte im Quartier
Mit dem Abschluss dieses Bauabschnitts ist die bauliche Basis des Gesamtprojekts gelegt. Parallel zur Fertigstellung der Wohngebäude werden nun die Freianlagen weiterentwickelt, um den öffentlichen und halböffentlichen Räumen des Quartiers eine klare Struktur zu geben.
In den kommenden Bauphasen wird das Areal um mehrere Nutzungsbausteine ergänzt. Geplant ist eine Pflegeeinrichtung mit insgesamt 212 Betten, die unterschiedliche Angebote von Tagespflege über betreutes Wohnen bis hin zu Hausgemeinschaften umfasst. In das Gebäude integriert ist eine Kindertagesstätte mit 152 Plätzen, die das generationenübergreifende Konzept des Quartiers stärken soll.
Darüber hinaus entsteht ein Boardinghouse mit rund 650 Betten, das den Standort um eine temporäre Wohn- und Beherbergungsfunktion erweitert. Ziel ist es, einen vielseitig nutzbaren und städtebaulich eigenständigen Ort zu schaffen. Die weiteren Bauabschnitte werden nach Angaben der Projektbeteiligten strukturiert und qualitätsgesichert umgesetzt.
„Marienufer“ und „Onni House“: Verschiedene Neubauten prägen die Wendenschloßstraße
Entlang der Wendenschloßstraße sind weitere Bauprojekte in Arbeit, die das Gebiet städtebaulich und sozial vielfältig entwickeln. So entsteht parallel das Wohnprojekt „Marienufer“, das neue Wohnungen mit der Wiederbelebung der historischen „Villa Bolle“ verbindet.
Ebenfalls an der Wendenschloßstraße entsteht das „Onni House“, ein inklusives Mehrgenerationenhaus mit barrierefreien Wohnungen, Kita und Pflegeangeboten, das in diesem Monat bezugsfertig sein sollte. Gemeinsam tragen diese Vorhaben dazu bei, die Uferlage entlang der Dahme zu einem vielfältigen, lebendigen Quartier zu machen.
Quellen: MBN GmbH, Gewobag
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