Der Berliner Senat hat den Bebauungsplan für das erste Teilprojekt der „Elisabeth-Aue“ in Pankow beschlossen. Geplant sind rund 870 Wohnungen, eine Oberschule, Sportanlagen, Grünflächen und neue Verkehrsanbindungen.

Die Visualisierung zeigt das geplante Quartier „Elisabeth-Aue“ in Pankow mit Wohngebäuden, einem zentralen Quartierspark, mehreren Angern sowie neuen Wegen und Grünflächen. Das neue Stadtquartier soll langfristig rund 5.000 Wohnungen aufnehmen. / © Visualisierung: Hosoya Schaefer Architects AG / AgenceTer.de GmbH, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
© Titelbild / Visualisierung: Hosoya Schaefer Architects AG / AgenceTer.de GmbH, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Der Berliner Senat hat den Entwurf des Bebauungsplans 3-89 für das erste Teilprojekt der „Elisabeth-Aue“ beschlossen. Damit rückt eines der großen neuen Stadtquartiere in Berlin einen Schritt näher an die Umsetzung. Im ersten Abschnitt sollen rund 870 Wohnungen, eine Oberschule, Sportanlagen, öffentliche Grünflächen und neue Erschließungsflächen entstehen.
- Bezirk: Pankow
- Lage: zwischen Schillingweg, Rosenthaler Weg, B96a, Blankenfelder Straße und Blaubeerweg
- Grundstücksgröße: rund 73 Hektar
- Wohnungen: ca. 5.000
- Aktueller Stand: Siegerentwurf prämiert, Entwurf des Bebauungsplans 3-89 für das erste Teilprojekt beschlossen
- Geplante Wohnungen im Gesamtquartier: rund 5.000
- Erstes Teilprojekt: rund 870 Wohnungen
Der Beschluss betrifft zunächst das Teilprojekt 1 des neuen Quartiers „Elisabeth-Aue“. Der Bebauungsplan schafft die Grundlage für ein allgemeines Wohngebiet, eine Gemeinbedarfsfläche sowie Verkehrs- und Grünflächen. Der Senat legt den Entwurf nun dem Abgeordnetenhaus vor. Erst mit dessen Zustimmung kann das Verfahren den nächsten formalen Schritt nehmen.
„Elisabeth-Aue“ in Pankow: 870 Wohnungen im ersten Teilprojekt
Die rund 870 Wohnungen im ersten Abschnitt sollen vollständig landeseigene Wohnungsbaugesellschaften errichten. Mindestens die Hälfte entsteht mietpreis- und belegungsgebunden. Damit setzt Berlin beim Quartier „Elisabeth-Aue“ auf einen hohen Anteil gesicherten Wohnraums. Ergänzend plant das Land eine Oberschule mit Sporthalle und Großspielfeld. Auch eine Parkanlage sowie Straßen und Erschließungsflächen gehören zum ersten Baustein.
Das Gesamtquartier „Elisabeth-Aue“ umfasst rund 73 Hektar landeseigene Fläche im Norden Berlins. Es liegt im Pankower Ortsteil Blankenfelde, nahe Französisch Buchholz. Die Fläche wird derzeit landwirtschaftlich genutzt und soll nach Angaben der Senatsverwaltung behutsam und flächensparend entwickelt werden. Berlin plant dort langfristig rund 5.000 Wohnungen sowie Dienstleistungen, Einzelhandel, Büros und soziale Einrichtungen.
Mindestens die Hälfte der Gesamtfläche soll unversiegelt bleiben. Vorgesehen sind Parks, grüne Höfe, Spiel- und Sportangebote, Ausgleichsflächen und klimaangepasste Freiräume. Die namensgebende Moorlinse der „Elisabeth-Aue“, der Graben 5 und weitere hochwertige Biotope sollen nicht bebaut werden. Die Bebauung konzentriert sich nach derzeitigem Stand auf Flächen südlich des Grabens 5.

Die Luftaufnahme zeigt die heutige „Elisabeth-Aue“ in Pankow. Auf den bislang überwiegend landwirtschaftlich genutzten Flächen soll in den kommenden Jahren ein neues Stadtquartier mit Wohnungen, Schulen, Kitas und Grünanlagen entstehen. / © Foto: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen/ Dirk Laubner
Bebauungsplan für „Elisabeth-Aue“: Verkehrsanbindung mit M1 und Linie 50 geplant
Eine zentrale Rolle spielt die Verkehrsanbindung. Die Straßenbahnlinien M1 und 50 sollen in das neue Quartier verlängert werden. Der Senat fasste dazu bereits im Februar 2025 einen Beschluss. Nach aktuellem Planungsstand soll die Verlängerung bis 2035 fertiggestellt werden. Auch Buslinien sollen das Quartier bedienen und an die Straßenbahn angebunden werden.
Die städtebauliche Grundlage für das Gesamtquartier entstand aus einem Wettbewerbsverfahren. Zwölf Planungsteams aus Deutschland und Europa entwickelten Entwürfe. Nach einem kooperativen Werkstattverfahren wählte die Jury den Beitrag von Hosoya Schaefer Architects AG und AgenceTer.de GmbH Landschaftsarchitekten als Grundlage für die weitere Planung. Das Konzept arbeitet mit vier Anger-Kiezen und einem zentralen Park als verbindendem Freiraum.
Natur- und Klimaschutz im Quartier „Elisabeth-Aue“
Der Senat betont beim Quartier „Elisabeth-Aue“ den Natur- und Klimaschutz. Geplant sind Baumpflanzungen, Regenwassermanagement, klimaangepasste Freiräume und artenschutzrechtliche Maßnahmen. Für Feldlerchen sollen Ersatzlebensräume entstehen. Zudem prüft ein Regenwasserkonzept, wie Wasser zur Stärkung von Biotopstrukturen wie Graben 5 und Schweinewäldchen genutzt werden kann.
Der Bau der ersten Wohnungen soll nach Angaben der Senatsverwaltung voraussichtlich noch 2026 starten. Erste Fertigstellungen sind für 2028 vorgesehen. Bewerbungen sollen später über die Seiten von GESOBAU und HOWOGE möglich sein. Damit markiert der beschlossene Bebauungsplan für „Elisabeth-Aue“ den Beginn der konkreteren Umsetzung eines neuen Quartiers in Pankow.
Elisabeth-Aue
Quellen: Senatskanzlei Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Jetzt PLUS-Kunde werden
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.
Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag
8 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar Antwort abbrechen
Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.



Subventionen aus Steuergelder
„Die rund 870 Wohnungen im ersten Abschnitt sollen vollständig landeseigene Wohnungsbaugesellschaften errichten. Mindestens die Hälfte entsteht mietpreis- und belegungsgebunden.“
Subventionen sind die Belohnung für das Versagen
(Dr. Markus Krall)
Es kann keine zukunftsfähige Lösung sein, wenn beim Wohnungsneubau mit Subventionen, auch geförderter Wohnungsbau genannt, die sogenannte Sozialbindung nach 15 Jahren wegfällt und diese Wohnungen dann zu „Marktmieten“ angeboten werden können.
Vermutlich müssen dann sehr viele Mieter aus finanziellen Gründen ihre Wohnung, sowie ihre damit verbundenen und seit langem bestehenden sozialen Beziehungen, aufgeben.
Vielleicht kann man es in 15 Jahren auch schaffen, sich soweit zu verbessern dass man sich nicht ewig subventioniren lassen muss.Ist natürlich super wenn man auf kosten der andern wenig Miete zahlen muss.
Hallo
Die Bebauung ist irrsinnig. Pankows Infrastruktur muss erstmal ertüchtigt und erneut werden ,ehe
irgend was bebaut werden kann. Egal wo. Pankow benötigt auch ein Verkehrskonzept!
Im Angesicht des Klimawandels und für das Berliner Stadtklima sollte man überlegen, das Klärwasser in der Region zuhalten und auf die alten Flächen zu verteilen damit sie versickern und verdunsten können. Arnstadt Millionen qm über Kanäle und Flüsse in die Nordsee zu leiten !! 😎
So ein Schwachsinn. Ein Naturschutzgelände bebauen, ein Klimagutachten von vor 10 Jahren neu erstellen lassen. Durch dieses Bauvorhaben, wird die letzte Windzufuhr für Berlin aus Nordosten abgeschnitten.
Wieviele Firmen damit schon beauftragt wurden und Geld abkassiert haben.
Dieses Projekt ist reiner Lobbyismus und ein scheiß auf die normale Stadtbevölkerung ohne Klimaanlagen.
Dazu noch.
Die Infrastruktur gibt dieses Vorhaben überhaupt nicht vor. In den letzten 4 Jahren fuhr die Straßenbahn 3 Jahre nicht. Die Busse kamen nicht und falls doch völlig überfüllt. Die Stadt hat selber zugegeben, dass sie pleite ist und in den nächsten Jahren nichts investiert werden kann. Dazu noch, die 50 kreuzt mehrmals den Straßenverkehr. Die CDU, HR Kraft und Bocian, die diese öffentliche Infrastruktur eh nicht benutzen, ändern täglich ihre Meinung. Dadurch sind sie für die Bevölkerung unantastbar.
Für mich kompletter Amtsmissbrauch und Vetternwirtschaft.
Bernd Michalski.
Pluspunkt, genau diesen habe ich vergessen.
Wie lange bleiben diese angeblichen Sozial Wohnungen?
Ich war selber 10 Jahre Wohnungslos. Habe währenddessen bei einem ehemaligen Studenten gewohnt. 2 Zimmer. Ich durfte die komplette Wohnung bezahlen, ohne Mietvertrag und er hat sich nach dem Studium schön Bürgergeld eingeheimst und meine Miete.
Ohne eine Verlängerung der U2 wenigstens bis Ossietzkyplatz und der U9 bis Pankow Kirche oder besser S-Heinersdorf wird Pankow zum Verkehrspolitik verkehrspolitischen Katastrophenfall.
Laut Koalitionvertrag heißt es erst Verkehrsverbindungen schaffen dann erst Wohnungsbau. Gibt es schriftlich