Am Bohnsdorfer Weg in Treptow-Köpenick entsteht bis 2027 eines der größten Wohnbauprojekte Berlins. Das „Quartier der Vielfalt“ der landeseigenen DEGEWO will sozialen Wohnungsbau, nachhaltige Architektur und eine inklusive Ausrichtung kombinieren.

Am 18. Juni 2025 feierte die landeseigene DEGEWO gemeinsam mit Staatssekretär Stephan Machulik, Bezirksbürgermeister Oliver Igel und dem Projektpartner BATEG das Richtfest für das „Quartier der Vielfalt“ am Bohnsdorfer Weg in Treptow-Köpenick. / © Foto: DEGEWO

© Foto: DEGEWO
© Visualisierung DEGEWO-Bauprojekt Bohnsdorfer Weg, DAHM Architekten + Ingenieure GmbH

 

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Im Südosten Berlins, unweit der Rummelsburger Bucht, entsteht derzeit eines der größten Neubauvorhaben des Bezirks Treptow-Köpenick: das „Quartier der Vielfalt“ am Bohnsdorfer Weg. Auf einer rund 4,5 Hektar großen Fläche entwickelt die landeseigene DEGEWO ein durchmischtes Wohnquartier mit sozialer und ökologischer Ausrichtung. In den kommenden Jahren sollen hier insgesamt 462 Mietwohnungen, eine Kita mit bis zu 100 Plätzen sowie fünf Gewerbeeinheiten für rund 1.500 Menschen entstehen.

Mit dem Richtfest am 18. Juni 2025 hat das Bauprojekt einen wichtigen Meilenstein erreicht. Der Berliner Staatssekretär für Wohnen und Mieterschutz, Stephan Machulik, lobte die gelungene Verbindung von baulicher Struktur und sozialem Konzept. Das Vorhaben stehe beispielhaft für einen zukunftsorientierten Wohnungsbau, der hohe Lebensqualität mit gesellschaftlichem Zusammenhalt verbinde.

Vielfältiger Wohnungsmix auf großzügigem Gelände in Treptow-Köpenick

Das Quartier umfasst eine Grundstücksfläche von etwa 45.000 Quadratmetern, von denen rund 13.500 Quadratmeter bebaut werden. Die entstehende Wohnfläche beträgt insgesamt etwa 28.500 Quadratmeter. Die Wohnungen verteilen sich auf 29 zwei- bis viergeschossige Gebäude sowie ein sechsgeschossiges Haus.

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Das Wohnangebot ist vielfältig und richtet sich an unterschiedliche Haushaltsgrößen und Lebenssituationen. Geplant sind 143 Einzimmer-, 114 Zweizimmer-, 67 Dreizimmer-, 121 Vierzimmer- und 17 Fünfzimmerwohnungen. So sollen sowohl Singles als auch Familien und Wohngruppen ein passendes Zuhause finden.

Inklusive Wohnangebote und soziale Infrastruktur für unterschiedliche Bedürfnisse

Von den insgesamt 462 entstehenden Wohnungen sind 243 öffentlich gefördert. Weitere 42 Wohnungen sind für betreutes Wohnen vorgesehen, etwa für Menschen mit seelischer Erkrankung oder Lernschwierigkeiten. Ergänzt wird das Quartier durch eine Kita mit bis zu 100 Plätzen. Bereits im ersten Bauabschnitt entstanden 58 Wohnungen für geflüchtete Menschen.

Bezirksbürgermeister Oliver Igel betonte die inklusive Ausrichtung des Projekts. Die DEGEWO schaffe ein Wohnumfeld für alle, von jungen Familien bis zu Menschen mit Unterstützungsbedarf. Damit werde die soziale Infrastruktur im Bezirk gezielt gestärkt.

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Holzhybridbau, Photovoltaik und Grünflächen als ökologische Leitlinien im „Quartier der Vielfalt“

Auch ökologische Aspekte spielen im „Quartier der Vielfalt“ eine zentrale Rolle. Fast alle Gebäude entstehen in Holzhybridbauweise. Zudem erhalten sie begrünte Dächer und Fassaden sowie Photovoltaikanlagen zur Eigenstromversorgung. Ein durchgängiger Grünzug vernetzt die verschiedenen Baukörper.

Laut DEGEWO-Vorstand Sandra Wehrmann erfüllt das Projekt sowohl soziale als auch ökologische Anforderungen. Man verbinde den sozialen Auftrag mit ambitionierten Klimaschutzzielen und setze damit Maßstäbe für zukünftige Quartiersentwicklungen.

Architektonische Durchmischung und sozial orientierte Mietstruktur im Überblick

Die Wohnungen verteilen sich auf 29 zwei- bis viergeschossige Mehrfamilienhäuser sowie ein sechsgeschossiges Gebäude. Der Wohnungsschlüssel reicht von kompakten Ein-Zimmer-Wohnungen bis zu familiengerechten Fünf-Zimmer-Einheiten. Rund die Hälfte des Quartiers entsteht im geförderten Bereich, die freifinanzierten Mieten beginnen bei 12 Euro nettokalt pro Quadratmeter.

Mit dem Projekt will die DEGEWO nicht nur dringend benötigten Wohnraum schaffen, sondern auch ein lebendiges, durchmischtes Umfeld mit hoher Aufenthaltsqualität. Projektpartner BATEG hob beim Richtfest den nachhaltigen Baustandard und die lange Zusammenarbeit mit der DEGEWO hervor.

Quellen: DEGEWO

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