Der Ausbau des Sicherheitsstandorts an der Puschkinallee in Alt-Treptow schreitet weiter voran. Auf dem Gelände, das einst von einem Energieunternehmen genutzt wurde, sind die Bauarbeiten deutlich sichtbar. Bis 2028 soll hier ein erweiterter Komplex für Bundesbehörden entstehen.

Bei der Herrichtung für das BKA setzt die BImA auf ein ganzheitliches Konzept: Sanierungsarbeiten an Fassade und Tiefgarage, ein vollständiger Innenausbau der komplett entkernten Gebäude und Dachaufstockungen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: Arnold und Gladisch Architekten BDA
Der Ausbau des Behördenstandorts an der Puschkinallee in Alt-Treptow kommt sichtbar voran. Auf dem Gelände, das bis 2017 noch von dem Energieunternehmen Vattenfall genutzt wurde, prägen inzwischen Baugerüste und Arbeitsfahrzeuge das Bild. Der heutige Komplex wird unter anderem von dem Bundeskriminalamt sowie dem Bundesamt für Verfassungsschutz genutzt.
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben verfolgt mit dem Projekt das Ziel, den Bürokomplex funktional zu erweitern und energetisch zu modernisieren. Der Standort in der Nähe des Treptower Park besteht bereits seit 1999 und soll langfristig als zentrale Arbeitsfläche für Bundesbehörden dienen.
BKA am Treptower Park: Aufstockungen prägen das Baukonzept
Ein wesentlicher Teil der Erweiterung wird über Dachaufstockungen realisiert. Die Häuser A und B sollen künftig sechs oberirdische Geschosse erhalten, während die Gebäude C und D auf acht Etagen anwachsen. Insgesamt sind rund 8.000 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche geplant, die vor allem für Büroräume und Besprechungsbereiche vorgesehen sind.
Den Zuschlag für die Umsetzung erhielt im Juni 2023 das Unternehmen Hochtief PPP Solutions. Neben den Aufstockungen umfasst das Konzept auch die vollständige Entkernung und den Innenausbau bestehender Strukturen sowie Sanierungsarbeiten an Fassade und Tiefgarage.
Umstrittene Baumfällungen im Umfeld sorgten für Kritik am Bauvorhaben
Das Projekt war vor Ort nicht ohne Kritik geblieben. Für die Vorbereitung der Bauarbeiten wurden insgesamt 45 größere Bäume sowie weitere kleinere Gehölze gefällt. Nach Angaben der Stadtentwicklungsverwaltung wurde dafür eine Ausnahmegenehmigung erteilt, obwohl einzelne Bäume auch auf öffentlichem Gelände standen.
Nach Darstellung der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben seien einige Bäume zu nah an der Grundstücksgrenze gestanden und hätten Sicherheitsrisiken dargestellt. In der Nachbarschaft wurde hingegen bemängelt, dass es im Vorfeld keine öffentliche Beteiligung gegeben habe.
Bis 2028: Behördenstandort an der Puschkinallee setzt auf Büroaufstockung und Neubauten
Neben den Büroaufstockungen sind auf dem Areal auch ein Besprechungszentrum, zwei neue Hofgebäude in doppelgeschossiger Bauweise sowie ein zusätzliches Wachgebäude vorgesehen. Der Gebäudekomplex, der in den Jahren 1994 und 1995 errichtet wurde, wird damit umfassend modernisiert.
Nach aktuellem Planungsstand sollen die Arbeiten bis 2028 abgeschlossen sein. Dann soll der Behördenstandort an der Puschkinallee sowohl mehr Fläche als auch zeitgemäß ausgestattete Arbeitsräume für die Bundesbehörden bieten.
Quellen: Arnold und Gladisch Architekten BDA, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Berliner Morgenpost, Deutsches Architektur Forum, Der Tagesspiegel, Hochtief PPP Solutions
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