Der Neubau der Schönhauser-Allee-Brücke in Prenzlauer Berg soll deutlich schneller fertig werden. Dafür steigen allerdings die Kosten.

Neue Spurenaufteilung: Auf der neuen Schönhauser-Allee-Brücke wird dem Fahrradverkehr mehr Raum eingeräumt werden. / © Visualisierung: SenMVKU
© Titelbild / Visualisierung: SenMVKU
Der Neubau der Schönhauser-Allee-Brücke in Prenzlauer Berg schreitet schneller voran als geplant. Kurz vor dem geplanten Abriss hat die Berliner Senatsverwaltung den Zeitplan angepasst. Die Bauzeit verkürzt sich deutlich. Statt sieben Jahren soll der Neubau nun rund vier Jahre dauern. Damit reagiert die Verwaltung auf die hohe verkehrliche Bedeutung der Verbindung über die Ringbahn.
- Bauzeit: rund 4 Jahre (statt ursprünglich 7 Jahre)
- Bezirk: Pankow
- Fertigstellung: 2030
- Kosten: ca. 50 Millionen Euro
Die Schönhauser-Allee-Brücke gehört zu den zentralen Verkehrsachsen Berlins. Sie verbindet wichtige Strecken für Autos, Straßenbahnen sowie den Fuß- und Radverkehr. Gleichzeitig dient sie als Knotenpunkt zwischen S-Bahn, U-Bahn und Tram. Die bestehende Brücke aus dem Jahr 1886 hat das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht und muss vollständig ersetzt werden.
Schnellere Bauzeit beim Neubau der Schönhauser-Allee-Brücke in Prenzlauer Berg
Nach aktuellen Angaben soll der Neubau der Schönhauser-Allee-Brücke bereits im Jahr 2030 weitgehend abgeschlossen sein. Zu diesem Zeitpunkt sollen alle wesentlichen Verkehrsverbindungen wieder zur Verfügung stehen. Dazu zählt auch die Straßenbahnlinie M1, die während der Bauzeit vollständig unterbrochen wird.
Die Verwaltung geht davon aus, dass der Verkehr dann wieder weitgehend normal fließen kann. Dennoch bleibt der genaue Starttermin für den Abriss offen. Die Planung hängt von Sperrzeiten der Deutschen Bahn ab, da Arbeiten im Bereich der Ringbahn notwendig sind. Ohne diese Zeitfenster lässt sich der Bauablauf nicht final festlegen.

Eine Visualisierung zeigt, wie die Schönhauser-Allee-Brücke einmal aussehen soll. / © Visualisierung: SenMVKU
Schönhauser-Allee-Brücke-Bau: Einschränkungen für Verkehr und ÖPNV
Während der Bauzeit kommt es zu erheblichen Einschränkungen. Besonders betroffen ist der öffentliche Nahverkehr. Die Tramlinie M1 wird vollständig eingestellt und durch Busse ersetzt. Umsteigemöglichkeiten zwischen S-Bahn, U-Bahn und Tram fallen zeitweise weg oder funktionieren nur eingeschränkt.
Für den Individualverkehr bleibt eine eingeschränkte Nutzung möglich. Autos, Fahrräder und Fußgänger sollen zumindest teilweise über eine Seite der Brücke geführt werden. Dennoch ist mit Staus und längeren Fahrzeiten zu rechnen. Die Bedeutung der Strecke innerhalb von Prenzlauer Berg sorgt dafür, dass die Auswirkungen im gesamten Umfeld spürbar sein werden.
Kosten für den Neubau der Schönhauser-Allee-Brücke steigen deutlich
Parallel zur verkürzten Bauzeit steigen die Kosten für das Projekt deutlich. Die aktuelle Schätzung liegt bei rund 50 Millionen Euro. Zuvor ging die Verwaltung von etwa 34,5 Millionen Euro aus. Als Hauptgründe nennt der Senat gestiegene Baupreise sowie Anpassungen im Projektumfang.
Ein wesentlicher Punkt betrifft die Straßenbahn. Die Gleisanlagen werden im Zuge des Neubaus verändert. Zudem plant die Verwaltung, die Tramhaltestellen unter das Viadukt der U-Bahn zu verlegen. Diese Änderungen führen zu zusätzlichen Bauleistungen und treiben die Gesamtkosten weiter nach oben.
Weitere Arbeiten rund um Schönhauser-Allee-Brücke bis 2032 geplant
Auch wenn der Neubau der Schönhauser-Allee-Brücke schneller abgeschlossen sein soll, endet das Gesamtprojekt erst später. Bis 2032 laufen weitere Arbeiten im Umfeld. Dazu gehört insbesondere der Neubau eines Fußgängertunnels zwischen S- und U-Bahnhof.
Während dieser Phase kann es erneut zu Einschränkungen kommen. Die Verwaltung rechnet mit verengten Fahrspuren für Autos sowie gesperrten Bereichen für Fußgänger. Erst nach Abschluss dieser Maßnahmen gilt das Projekt als vollständig beendet.
Neubau der Schönhauser-Allee-Brücke (Prenzlauer Berg)
Quellen: Tagesspiegel, Berliner Morgenpost
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