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Mit einem Festakt ist am 4. August 2025 das neue Stadtquartier Krampnitz in Potsdams Norden offiziell eröffnet worden. Auf dem 140 Hektar großen Gelände einer ehemaligen Kaserne entsteht ein autoarmes und perspektivisch CO₂-neutrales Quartier für rund 10.000 Menschen, mit Wohnungen, Schulen, Kitas und Gewerbeflächen. Die ersten Bewohnerinnen und Bewohner sollen Ende des Jahres einziehen.
 Auf 140 Hektar entstehen in Krampnitz rund 4.900 Wohnungen für bis zu 10.000 Menschen.

Der neue Potsdamer Norden schreitet voran: Auf 140 Hektar entstehen in Krampnitz rund 4.900 Wohnungen für bis zu 10.000 Menschen, ergänzt durch Kitas, Schulen und bis zu 3.000 Arbeitsplätze. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

 

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Potsdams Bürgermeister Burkhard Exner, Baubeigeordneter Bernd Rubelt und Entwicklungsträger-Geschäftsführer Bert Nicke haben am 4. August 2025 das Stadtquartier Krampnitz feierlich eröffnet. Es ist das größte Stadtentwicklungsprojekt der Landeshauptstadt. Auf dem früheren Kasernengelände im Norden Potsdams, das über 80 Jahre militärisch genutzt wurde, entsteht in den kommenden Jahren ein urbaner Stadtteil mit Platz für 10.000 Menschen.

Exner sprach von einem „wichtigen Meilenstein“ in der Stadtentwicklung und hob die Bedeutung Krampnitz’ für die Schaffung dringend benötigten Wohnraums hervor. In den kommenden Jahren werde hier ein eigenständiges Quartier mit Wohnungen, Geschäften, Schulen und Kitas wachsen.

Erste Wohnungen, Schulcampus und ÖPNV-Anbindung markieren Startphase in Krampnitz

Baubeigeordneter Rubelt betonte, Krampnitz setze die Tradition erfolgreicher Umnutzungen ehemaliger Militärflächen fort. Die ersten Wohnungen in denkmalgeschützten Bestandsgebäuden sollen noch Ende 2025 bezugsfertig sein. Das Nord-Gymnasium öffnet bereits Anfang September mit über 100 Schülerinnen und Schülern der 7. Jahrgangsstufe. Schon jetzt verkehren erste Buslinien durch das neue Quartier und binden es an das Potsdamer ÖPNV-Netz an.

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Nicke erinnerte daran, dass vor rund sieben Jahren umfangreiche Aufräumarbeiten begonnen hatten, von der Beseitigung von Altlasten bis zum Rückbau alter Gebäude. Heute gebe es fertige Straßen, einen modernen Schulcampus und bald die ersten bezogenen Wohnungen.

Vielfältiges Wohn- und Gewerbeangebot mit geplanter sozialer Infrastruktur im Stadtquartier Krampnitz

Insgesamt sind in Krampnitz 4.900 Wohnungen geplant, realisiert in einer Mischung aus sanierten Bestandsbauten und Neubauten. Die BUWOG errichtet davon rund 1.500 Miet- und Eigentumswohnungen, teils gefördert. Ergänzt wird das Angebot um 34.500 Quadratmeter Gewerbefläche für bis zu 3.000 Arbeitsplätze, ein Nahversorgungszentrum sowie mehrere Quartiersgaragen.

Der städtebauliche Masterplan sieht zudem Kitas, Horte und ein Stadtteilzentrum mit Bürgerhaus und Bibliothek vor. Der Stadtplatz Ost soll künftig das Zentrum des Quartiers mit Gastronomie, Einzelhandel und Wohnen bilden. Erste Flächen werden ab 2029 fertiggestellt.

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Autoarmes Verkehrskonzept und klimafreundliche Energieversorgung prägen das neue Quartier

Krampnitz ist als autoarmes Quartier geplant. Pkw-Stellplätze werden in Quartiersgaragen gebündelt, Fuß- und Radverkehr soll Vorrang haben. Bereits im August 2025 starten Busverbindungen zum Tramanschluss am Campus Jungfernsee. Eine direkte Straßenbahnanbindung ist bis 2029 vorgesehen.

Die Wärmeversorgung basiert auf Geothermie, Wärmepumpen und Photovoltaik mit dem Ziel einer CO₂-neutralen Energieversorgung. Das Projekt bindet zudem die Öffentlichkeit über die digitale Plattform PaSMo frühzeitig in die Planung ein.

Entwürfe über das Stadtquartier und wie es aussehen soll.

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Landeshauptstadt Potsdam, Krampnitz, Pro Potsdam, Entwicklungsträger Potsdam GmbH, BUWOG, Stadt Potsdam

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