Im Potsdamer Park Sanssouci wird eines der markantesten Bauensembles der preußischen Architekturgeschichte umfassend instand gesetzt. Die Römischen Bäder stehen seit 2024 im Fokus umfangreicher Sanierungsarbeiten, nun wurde Richtfest gefeiert. Ein Blick auf die Baustelle.

ie Arbeiten im Park Sanssouci konzentrieren sich derzeit auf die Wiederherstellung der stark geschädigten Bauteile. / © Foto: D/FORM Architekten / Roman Pries
© Fotos: D/FORM Architekten / Roman Pries
Im Potsdamer Park Sanssouci werden die Römischen Bäder derzeit umfassend saniert. Das Ensemble zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der preußischen Kulturlandschaft. Entworfen wurden die Anlagen im Auftrag von Friedrich Wilhelm IV und gestaltet von Karl Friedrich Schinkel sowie Ludwig Persius.
Die Gebäude stehen für die sogenannte Italiensehnsucht des 19. Jahrhunderts. Die Bauarbeiten im Park begannen 2024. Mit dem Richtfest im Mai 2026 wurde nun ein wichtiger Baufortschritt erreicht.
Römische Bäder: Sanierung unter denkmalpflegerischen Herausforderungen
Die Maßnahmen werden von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg im Rahmen eines umfangreichen Sonderinvestitionsprogramms umgesetzt. Neben Bund und Ländern beteiligt sich auch Berlin an der Finanzierung. Die Gesamtinstandsetzung umfasst Gebäude, Freianlagen und kunsthistorisch bedeutende Innenräume. Ziel ist es, Schäden durch Feuchtigkeit, Setzungen im Baugrund und materialbedingte Alterungsprozesse nachhaltig zu beheben und die historische Substanz zu sichern.
Mit dem Richtfest ist ein sichtbarer Baufortschritt erreicht, doch die Arbeiten werden sich noch über mehrere Jahre erstrecken. Die Wiedereröffnung ist für 2029 vorgesehen. Die Sanierung umfasst unter anderem die statische Ertüchtigung der Dachkonstruktionen, die Erneuerung von Fassaden sowie die Restaurierung der kunstvoll ausgestalteten Innenräume. Besonders die empfindlichen Wandmalereien und historischen Oberflächen erfordern dabei eine schrittweise konservatorische Bearbeitung.

Blick auf das Gärtnerhaus und die Arkadenhalle. Die Baustelle der Römischen Bäder im Park Sanssouci ist Teil eines langfristigen Sanierungsprogramms zur Erhaltung des historischen Ensembles. / © Foto: D/FORM Architekten / Roman Pries
Zwischen Baugeschichte und UNESCO-Welterbe: Perspektive für die kommenden Jahre
Das Ensemble ist Teil des UNESCO-Welterbes und eng mit der landschaftsarchitektonischen Gestaltung durch Joseph Peter Lenné verbunden. Die Anlage sollte ursprünglich eine idealisierte italienische Landschaft in Brandenburg abbilden, wurde jedoch nie als Badeort genutzt. Künftig soll das Areal wieder stärker als zusammenhängende Garten- und Architekturkomposition erlebbar werden; mit erweiterten musealen Zugängen und restaurierten Sichtachsen.
Bis zum geplanten Abschluss der Arbeiten soll die Anlage nicht nur baulich gesichert, sondern auch funktional neu geordnet werden. Neben musealen Nutzungen sind künftig auch Ausstellungs- und Veranstaltungsflächen vorgesehen. Damit bleibt das Ensemble ein wichtiger Bestandteil der Potsdamer Kulturlandschaft und zugleich ein Beispiel für den Umgang mit denkmalgeschützter Architektur im Spannungsfeld von Erhalt und zeitgemäßer Nutzung.

Blick in die Arkadenhalle: Auf der Baustelle der Römischen Bäder im Park Sanssouci werden derzeit Schäden an Dach, Mauerwerk und Innenräumen behoben. / © Foto: D/FORM Architekten / Roman Pries
Park Sanssouci
Quellen: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG)
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Super! Tolle Nachricht! Darauf habe ich lange gewartet, dass die Römischen Bäder mal saniert werden..