In Potsdam-Krampnitz starten die Vergabeverfahren für die neue Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe. Der Baustart ist für Herbst 2026 geplant.

Der neue Potsdamer Norden schreitet voran: Auf 140 Hektar entstehen in Krampnitz rund 4.900 Wohnungen für bis zu 10.000 Menschen, ergänzt durch Kitas, Schulen und bis zu 3.000 Arbeitsplätze. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild / Visualisierung: ProPotsdam GmbH / Kersten Kopp Architekten & capattistaubach urbane landschaften
Die Entwicklungsträger Potsdam GmbH hat die Vergabeverfahren für die Bauleistungen der neuen Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe in Krampnitz gestartet. Der Schulcampus im Potsdamer Norden soll ab 2029 rund 900 Schülerinnen und Schüler aufnehmen. Der Baustart ist für das dritte Quartal 2026 vorgesehen.
- Stadt: Potsdam
- Stadtteil: Krampnitz
- Schulform: Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe
- Geplante Kapazität: rund 900 Schülerinnen und Schüler
- Baustart: 3. Quartal 2026
- Fertigstellung: 2029 (teilweise 2028)
- Kosten: rund 70 Millionen Euro
Unternehmen können sich über den Vergabemarktplatz Brandenburg an den Verfahren beteiligen. Der Schulstandort gehört zu den zentralen Infrastrukturprojekten im neuen Stadtquartier Krampnitz, das im Norden von Potsdam entsteht.
Gesamtschule Krampnitz: Baustart in Potsdam ab Herbst 2026 geplant
Der Baustart für den Schulcampus ist für das dritte Quartal 2026 geplant. Bereits im Sommer 2026 sollen die Arbeiten zur Vorbereitung des Baufeldes abgeschlossen sein. Die neue Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe entsteht in Holzhybridbauweise und soll nach ihrer Fertigstellung von der Schule am Schloss in Potsdam genutzt werden.
Das Schulgebäude sieht sogenannte Lerncluster vor. Diese Bereiche bündeln mehrere Klassenräume und Gemeinschaftszonen. Dadurch entstehen flexible Lernlandschaften, die unterschiedliche Unterrichtsformen ermöglichen. Dazu zählen klassische Unterrichtssituationen, Gruppenarbeit und projektbezogene Arbeitsformen.
Sportflächen und Jugendfreizeit am Schulcampus Krampnitz
Zum Schulstandort gehören umfangreiche Sportanlagen. Geplant sind eine Vier-Feld-Sporthalle, ein Naturrasenplatz mit Leichtathletikanlage, ein Kunstrasenplatz, ein Beachvolleyballfeld und ein öffentlich zugängliches Kleinspielfeld. Die Anlagen sollen künftig dem Schulsport, dem Vereinssport und teilweise auch dem öffentlichen Sport dienen.
Zusätzlich entstehen im Rahmen des Bauvorhabens Räume für eine Jugendfreizeiteinrichtung. Nach Angaben des Geschäftsführers der Entwicklungsträger Potsdam GmbH, Bert Nicke, soll der Schulstandort dazu beitragen, Bildung von der Krippe bis zum Abitur direkt im neuen Stadtquartier anzubieten. Die Sportanlagen und der Jugendclub ergänzen dieses Angebot.

Entwicklungsgebiet Krampnitz: Wohnraum für rund 10.000 Menschen soll im Potsdamer Norden in den kommenden Jahren entstehen. / © Visualisierung: Entwicklungsträger Potsdam GmbH
Krampnitz wächst als neues Stadtquartier im Norden von Potsdam
Der Schulbau steht im Zusammenhang mit der Entwicklung des Stadtquartiers Krampnitz. Auf rund 140 Hektar entstehen im Potsdamer Norden Wohnungen, soziale Infrastruktur, Gewerbeflächen und neue Verkehrsangebote. Das Quartier ist für bis zu 10.000 Menschen ausgelegt. Ergänzend sind Kitas, Horte, ein Stadtteilzentrum, ein Bürgerhaus und eine Bibliothek geplant.
Auch die Verkehrsanbindung wächst schrittweise. Buslinien sollen das Quartier mit dem Tramanschluss am Campus Jungfernsee verbinden. Langfristig ist eine direkte Straßenbahnanbindung vorgesehen. Die Entwicklung von Krampnitz erfolgt über mehrere Jahre und verbindet sanierte Bestandsgebäude mit Neubauten.
Erste Teile des neuen Schulstandortes sollen 2028 fertiggestellt werden. Der vollständige Abschluss der Bauarbeiten ist für 2029 vorgesehen. Das Investitionsvolumen für die Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe liegt bei rund 70 Millionen Euro.
Potsdam-Krampnitz
Quellen: ProPotsdam, Märkische Allgemeine Zeitung, StadtSpuren, Kersten Kopp Architekten GmbH
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