Der neue Gymnasialbau am Jungfernsee stärkt den Think Campus als Zukunftsstandort für Wissenschaft, Arbeit und Leben. Mit dem Richtfest rückt die Fertigstellung eines zentralen Bildungsbausteins für den Norden Potsdams näher.

Gymnasium Neubau, Think Campus Potsdam

Der Think Campus erweitert sein Angebot um einen Schulneubau, der auf den wachsenden Bedarf an Gymnasialplätzen im nördlichen Potsdam reagiert. / © Visualisierung: Zeynep Oba

© Visualisierungen: Zeynep Oba

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Mit dem Richtfest am 25. November 2025 hat der Neubau eines Gymnasiums auf dem Think Campus in Potsdam seine finale Bauphase erreicht. Der Bau bildet den Abschluss eines Ensembles, das bislang durch die WorkHubs I und II geprägt wird. Die Planung stammt wie bei den vorangegangenen Gebäuden vom Berliner Büro Bollinger + Fehlig Architekten, das im Auftrag der Lamartis Berlin XI GmbH den Entwurf entwickelte und realisierte.

Mit der Schule erhält der innovationsorientierte Standort am Jungfernsee eine zusätzliche institutionelle Komponente, die die bisherige Ausrichtung auf Büro- und Wissensarbeit erweitert. Das Projekt gilt für den Campus als weiterer Schritt der städtebaulichen Gesamtentwicklung.

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Schulneubau Jungfernsee: Offene räumliche Konzepte für moderne Lernformen

Das fünfgeschossige, u-förmige Gebäude wird künftig rund 600 Schülerinnen und Schüler aufnehmen. Seine Ausrichtung zum Jungfernsee sowie die transparente Erdgeschosszone schaffen einen fließenden Übergang zwischen Innen- und Außenbereichen. Dort liegen auch Mensa und Aufenthaltszonen, die sich unmittelbar zu den Freiflächen öffnen.

Im Mittelpunkt des Neubaus steht ein großzügiges Atrium, das die verschiedenen Lern- und Aufenthaltsräume miteinander verbindet. Klassische Flure wurden zugunsten einer offenen räumlichen Organisation reduziert. Die Architekten betonten, dass diese Anordnung Kommunikation und Bewegung fördern und eine zeitgemäße Lernumgebung ermöglichen soll.

Gymnasium Potsdam: Nachhaltige Umnutzung von ehemaligen Büroflächen

Dem Schulbau liegt eine ursprünglich für ein Bürogebäude entwickelte Struktur zugrunde. Nach Angaben der Architekten ließ sich diese mit vergleichsweise wenigen Änderungen in eine schulische Nutzung überführen. Dieser Ansatz stehe für eine Form der Nachhaltigkeit, die sich nicht allein auf Materialien, sondern auch auf langfristige Nutzungsflexibilität beziehe.

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Bereits in der Planung wurde auf möglichst vielseitig nutzbare Räume geachtet. Flächen und Erschließungen sind so gestaltet, dass spätere Umnutzungen mit geringem Aufwand möglich wären. Materialien und Wegeführungen sollen sich in möglichen Umbauten wiederverwenden lassen.

Jungfernsee: Schule als Bindeglied zwischen Think Campus und Wohngebiet

Mit dem neuen Gymnasium entsteht am Konrad-Zuse-Ring ein Übergangselement zwischen dem Bürostandort des Think Campus und den angrenzenden Wohnbereichen. Obwohl die drei Gebäude des Ensembles miteinander korrespondieren, unterscheiden sie sich bewusst in Materialität und architektonischer Formgebung.

Unterhalb des Neubaus ergänzt eine Tiefgarage mit rund 50 Stellplätzen das Angebot. Gemeinsam mit der südlich angrenzenden Sporthalle entsteht ein kompakter Bildungsstandort, der sich in die bestehende Struktur des Campus einfügt.

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Potsdam als Wissenschaftsstandort mit wachsender Anziehungskraft

Der Campus gehört heute zu den zentralen Wissenschafts- und Innovationsstandorten Potsdams. Die von Bollinger + Fehlig realisierten WorkHubs bieten mehr als 11.000 Quadratmeter Bürofläche für Unternehmen aus digitalen Branchen, Forschung, Wissenschaft und kreativen Arbeitsfeldern. Damit hat sich das Areal in den vergangenen Jahren zu einem Ort entwickelt, an dem interdisziplinäre Zusammenarbeit eine wichtige Rolle spielt und der zunehmend Berufstätige wie auch Familien anzieht.

Seine Lage am Jungfernsee, eingebettet in die märkische Kulturlandschaft und gleichzeitig gut an Potsdam sowie die Hauptstadt angebunden, verstärkt diese Attraktivität. Immer mehr Familien entscheiden sich für die umliegenden Wohngebiete, wodurch der Bedarf an schulischen Angeboten deutlich steigt. Der neue Gymnasialbau trägt dieser Entwicklung Rechnung und erweitert die Bildungsinfrastruktur im nördlichen Potsdam um dringend benötigte Kapazitäten.

Quellen: STÖBE. Die Agentur für Kommunikation GmbH, Driven Investment

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