Der Lottenhof in Potsdam soll nach Jahren des Leerstands wieder zu einem lebendigen Ort werden. Die Landeshauptstadt Potsdam hat die Baugenehmigung für die Sanierung erteilt, der Baubeginn ist für September 2026 geplant. 

Flaches weißes Gebäude zwischen herbstlich gefärbten Bäumen, zwei hohe schlanke, verwitterte Betonpfeiler vor blauem Himmel.

Das Gebäude des Lottenhofs selbst steht seit 2010 leer, umgeben von dichtem Grün. Rechts sind die markanten Pylonen zu erkennen, die das 1971 errichtete Gebäude prägen. Ab September 2026 soll hier die Sanierung beginnen. / © Foto: Stadtteilnetzwerk Potsdam-West e.V.

© Titelbild: Landeshauptstadt Potsdam:Uta Schulz

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Der Lottenhof liegt am Rand der Potsdamer Schlösserlandschaft und soll in den nächsten Jahren umfassend modernisiert werden. Nachdem die Stadt die Baugenehmigung erteilt hat, wird die Sanierung des seit Jahren leerstehenden Gebäudes nun konkret vorbereitet. Für September 2026 ist der Baubeginn geplant.

Aktuell laufen mehrere Vergabeverfahren, unter anderem für die Baustelleneinrichtung, die Entkernung und die Dachsanierung. Sobald diese Verfahren abgeschlossen sind, können die ersten Gewerke auf dem Gelände beginnen.

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Lottenhof in Potsdam-West: Stadt erteilt Baugenehmigung für die Sanierung

Brigitte Meier (SPD), Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit, ordnete die Genehmigung ein. Bereits in den vergangenen Monaten sei auf dem Gelände zu erkennen gewesen, dass der Baubeginn näher rücke, erklärte sie. Mit der Genehmigung gehe die Sanierung nun in die entscheidende Phase.

Der Bund unterstützt die Sanierung im Rahmen des Programms „Nationale Projekte des Städtebaus“ mit rund zwei Millionen Euro. Die fachliche Begleitung übernimmt das BBSR. Mit der erteilten Baugenehmigung schafft die Stadt zugleich die Voraussetzung, weitere Mittel für die laufende Projektphase abzurufen.

Die ProPotsdam GmbH übernimmt die planerische und bauliche Umsetzung. Das städtische Unternehmen beauftragt und steuert die beteiligten Planungsbüros und sorgt so für die konkrete Umsetzung vor Ort.

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Unterstützung des Projekts: Beirat und Projektpartner begleiten die Umsetzung

Rechtliche Grundlage für die Sanierung ist ein Erbbaurechtsvertrag, den die Stadt im vergangenen Jahr mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg geschlossen hat. Die Stiftung ist Eigentümerin des Grundstücks und ermöglicht damit die langfristige Nutzung als Nachbarschafts- und Begegnungshaus.

Projektpartner sind neben der Stiftung das Stadtteilnetzwerk Potsdam-West e. V. als Initiator und künftiger Nutzer. Die Umsetzung liegt federführend beim Bereich Sozial-kulturelle Stadtteilarbeit der Stadt, ein eigens eingerichteter Beirat mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverordnetenversammlung begleitet und berät zusätzlich das Vorhaben.

Historische „Gaststätte Charlottenhof“: Vom Nachbarschaftstreff zum Sanierungsfall

Der heutige Lottenhof entstand 1971 als „Gaststätte Charlottenhof“ und diente als Treffpunkt für Anwohnende sowie für Besucherinnen und Besucher der Schlossanlagen. Das markante Pylonen-Gebäude beherbergte im Laufe der Zeit sowohl eine Gaststätte als auch eine Diskothek. Seit 2010 steht das Gebäude selbst leer und wird nicht mehr genutzt.

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Die Stadt bezeichnet den Lottenhof als besonderes Beispiel der DDR-Ostmoderne, kritische Stimmen weisen dagegen vor allem auf den fortschreitenden Verfall des Gebäudes hin.

Lottenhof in Potsdam: Nachbarschaft prägt die künftige Nutzung

Auch wenn das Gebäude selbst ungenutzt blieb, füllten Ehrenamtliche aus dem Stadtteilnetzwerk Potsdam-West das umliegende Gelände mit Leben. Im Laufe der Jahre entstanden dort ein Nachbarschaftsgarten, ein Open-Air-Kino, ein Gastrowagen, eine Fahrradwerkstatt und ein Integrationscafé.

Der Lottenhof soll künftig als Ort der Begegnung, des Austauschs und des gesellschaftlichen Zusammenhalts dienen und dabei über Potsdam-West hinaus wirken. Die bauliche Instandsetzung geht daher mit einer Nutzungskonzeption einher, die sich an sozialen und kulturellen Bedürfnissen der Nachbarschaft orientiert.

Schönhauser Allee
Alte Försterei
Berlin Olympiastadion
Kudamm 1

Quellen: Landeshauptstadt Potsdam, Stadtteilnetzwerk Potsdam-West e. V., Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

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