Potsdam plant in den kommenden Jahren umfangreiche Investitionen in seine städtische Infrastruktur. Der aktuelle Wirtschaftsplan des Kommunalen Immobilien Service setzt dabei klare Schwerpunkte auf Schulen, Kitas und Sportstätten. Möglich bleibt dieses Investitionsniveau allerdings nur unter schwierigen finanziellen Bedingungen.

Die Stadt Potsdam investiert gezielt in den Ausbau ihrer öffentlichen Infrastruktur. Rund 80 Prozent des gesamten Investitionsvolumens fließen dabei in Bildungsbauten und unterstreichen die Priorität von Schulen und Lernorten für die Stadtentwicklung. / © Foto: Wikimedia Commons, Angel Miklashevsky, CC BY-SA 4.0
© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, Edelseider, CC BY 4.0
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Die Landeshauptstadt Potsdam will ihre öffentliche Infrastruktur weiter ausbauen und modernisieren. Grundlage dafür ist der Wirtschaftsplan 2026 des Kommunaler Immobilien Service Potsdam, der gemeinsam mit dem Haushaltsentwurf in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht wird. Für die Jahre 2026 bis 2029 sind Investitionen in Höhe von rund 185,7 Millionen Euro vorgesehen.
Dieses Investitionsniveau steht jedoch unter Vorbehalt. Die Stadt verweist auf eine weiterhin angespannte Haushaltslage. Da die verfügbaren Eigenmittel nicht ausreichen, ist Potsdam auf Sondervermögen und zusätzliche Kreditaufnahmen angewiesen. Damit steigt zugleich die Gesamtverschuldung der Stadt weiter an.
Bildungsinfrastruktur in Potsdam: 80 Prozent der Investitionen für Schulen und Kitas
Den größten Teil der Mittel plant Potsdam für den Ausbau der Bildungsinfrastruktur ein. Rund 80 Prozent des Gesamtvolumens, etwa 149,4 Millionen Euro, fließen in Schulen, Sportstätten sowie Kitas und Horte. Allein auf Schulen und sportliche Einrichtungen entfallen rund 141 Millionen Euro.
Auch im Haushaltsjahr 2026 selbst zeigt sich dieser Fokus deutlich. Von den rund 43,45 Millionen Euro Investitionsvolumen sind etwa 32,77 Millionen Euro für Bildungsprojekte vorgesehen. Ziel ist es, bestehende Gebäude zu sanieren, zu erweitern und an den wachsenden Bedarf anzupassen.
Schulbauprojekte in Potsdam: Montessori-Oberschule, Waldstadt und weitere Standorte
Zu den zentralen Vorhaben zählt die Sanierung und Erweiterung der Montessori-Oberschule in Potsdam West. Das Projekt umfasst ein Gesamtvolumen von rund 37,2 Millionen Euro und soll bis Ende 2030 abgeschlossen werden. Neben der Modernisierung des Bestands sind zusätzliche Unterrichtsflächen und größere Sportkapazitäten geplant.
Auch die Waldstadt-Grundschule wird umfassend erneuert. Neben der Sanierung entsteht ein Erweiterungsbau sowie eine neue Turnhalle. Weitere Mittel fließen in die Weidenhof-Grundschule und das benachbarte Bürgerhaus. Ergänzend plant die Stadt bis 2028 den Ankauf der Michael-Ende-Grundschule, die bislang privat finanziert wurde.
Potsdam investiert in Kultur und Infrastruktur trotz knapper Haushaltslage
Neben Bildungseinrichtungen berücksichtigt der Wirtschaftsplan auch kulturelle Infrastruktur. Für die Sanierung des Nikolaisaal Potsdam sind rund 4,28 Millionen Euro eingeplant. Vorgesehen sind unter anderem technische Erneuerungen, Brandschutzmaßnahmen und bauliche Instandsetzungen.
Bürgermeister Burkhard Exner betonte, Potsdam investiere trotz knapper Mittel konsequent in Bildung und öffentliche Infrastruktur. Gleichzeitig müsse die Kreditfinanzierung verantwortungsvoll gesteuert werden, um die dauerhafte Leistungsfähigkeit des Haushalts zu sichern.
Quellen: Landeshauptstadt Potsdam
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