Vier historische Skulpturen sind nach umfassender Restaurierung in den Park Sanssouci zurückgekehrt. Die Figuren aus italienischem Marmor, die König Friedrich der Große einst erwarb, erinnern an antike Vorbilder und barocke Gartenkunst. Ihre Rückkehr ergänzt die historische Rondellgestaltung zwischen Hauptallee und Sizilianischem Garten.
Skulpturen an der Forschfontäne im Park Sanssouci

Nachdem die Skulpturen umfassend restauriert und fehlende Teile ergänzt wurden, stehen sie nun wieder an der historischen „Froschfontäne“ im Rondell des Parks Sanssouci. / © Foto: SPSG / Nicole Romberg

© Fotos: SPSG / Nicole Romberg

 

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Nach mehrjähriger Restaurierung sind im Park Sanssouci vier Skulpturen wieder aufgestellt worden. Die Figuren stammen aus dem 18. Jahrhundert und wurden im Auftrag von König Friedrich dem Großen aus Italien erworben. Sie befinden sich in einem Rondell zwischen Hauptallee und Sizilianischem Garten, das bis heute Elemente der ursprünglichen Parkgestaltung bewahrt.

Die Bildwerke sind Kopien antiker Statuen, gefertigt von jungen Bildhauern, die in den Marmorbrüchen von Carrara arbeiteten. Sie zeigen mythologische Szenen und Göttergestalten, wie es für barocke Gartenkunst typisch war.

Adonis, Flora, Faun und Andromeda: Diese Statuen sind an die Froschfontäne im Park Sanssouci zurückgekehrt

Adonis ist als Jäger mit Hund und Falken dargestellt, der Bogen liegt zu seinen Füßen. Flora hält einen Blütenkranz in der Hand, ein Baumstumpf hinter ihrem Bein verweist auf ihre Einbindung in die Natur. Der flötenspielende Faun stützt einen Arm ab, die Beine sind leicht überkreuzt, in seinen Händen hält er eine Querflöte.

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Andromeda ist an einen Felsen gekettet, ihr Haar fällt locker über die Schultern. Alle Figuren sind aus weißem Marmor gefertigt und orientieren sich an antiken Vorbildern, die schon im 18. Jahrhundert die Gärten Europas prägten.

Marmorskulpturen im Park Sanssouci: Restaurierung und Ergänzungen seit 2021

Im August 2021 wurden die Skulpturen für Restaurierungsarbeiten abgebaut. Die letzte umfassende Restaurierung hatte in den 1980er Jahren stattgefunden. Anzeichen von Verwitterung, Rissen und Abplatzungen machten Eingriffe nötig. Zwei Figuren wurden in Seßlitz bei Bamberg zusätzlich konserviert, nachdem Ultraschallmessungen innere Schäden am Marmor angezeigt hatten.

Fehlende Elemente wie das Flötenendstück des Fauns sowie Finger und Ketten der Andromeda wurden ergänzt. In den Werkstätten der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten übernahmen Restauratorinnen und Restauratoren die Marmorergänzungen, während Metall- und Malerwerkstätten die Ketten fertigten und farblich anpassten.

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Wiederaufstellung im historischen Kontext: Barocke Gartenkunst in Potsdam

Die Skulpturen wurden schließlich auf ihre historischen Postamente zurückgeführt. Damit kehren sie nicht nur als Kunstwerke, sondern auch als Zeugnisse der barocken Gartenkunst in den Park Sanssouci zurück. Besucherinnen und Besucher können die Figuren nun wieder im Zusammenspiel mit der Parkgestaltung und den Wasserspielen erleben, darunter die historische „Froschfontäne“, deren Name auf den ursprünglichen Brunnen aus rotem schlesischen Marmor verweist.

Quellen: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

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