Potsdam will den Wohnungsmarkt für Studierende entlasten. In den kommenden Jahren sollen mehrere neue Wohnheime entstehen, die insgesamt rund 800 zusätzliche Plätze schaffen. Erste Projekte sind bereits im Bau oder kurz vor der Fertigstellung.
Neubau Studierendenwohnheim
© Titelbild: Benjamin Maltry
Potsdam steht seit Jahren vor der Herausforderung eines angespannten studentischen Wohnungsmarkts. Während viele Studierende weiterhin auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind, rücken in Golm nun die ersten Einzüge in die neuen Wohnheime näher. Nach Angaben des zuständigen Studierendenwerk West:Brandenburg sollen zunächst rund 100 Plätze belegt werden, ehe bis zum Wintersemester die vollständigen 423 Einheiten zur Verfügung stehen.
- Adresse: Georg-Hermann-Allee, Bornstedter Feld, 14469 Potsdam
- Projektname: Wohnheim Bornstedter Feld
- Anzahl der Plätze: 308 Studierendenplätze (161 Apartments)
- Weitere Projekte: Golm (423 Plätze), Potsdamer Mitte (80 Plätze geplant)
- Bauzeit: 2026–Ende 2028
- Gesamtziel: über 800 neue Wohnheimplätze in drei Jahren
- Bauherr: ProPotsdam im Auftrag des Studierendenwerks West:Brandenburg
Damit wird ein erster Baustein einer größeren Ausbauoffensive sichtbar, die den Hochschulstandort langfristig stärken soll. Insgesamt bleiben die neuen Kapazitäten jedoch nur ein Teil eines umfassenderen Programms, das auf mehrere Standorte in der Stadt verteilt ist.
Wohnraum für Studierende: Neubau im Bornstedter Feld startet
Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bornstedter Feld, wo nun der offizielle Baustart für ein neues Wohnheim erfolgt ist. In der Georg-Hermann-Allee entstehen 161 Apartments mit insgesamt 308 Plätzen. Bauherrin ist die kommunale ProPotsdam, die das Projekt im Auftrag des Studierendenwerks umsetzt.
Das Vorhaben gilt in dieser Konstellation als vergleichsweise neu, da erstmals in dieser Form eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft und das Studierendenwerk enger zusammenarbeiten. Die Investitionssumme beträgt rund 32 Millionen Euro, finanziert überwiegend durch Fördermittel des Landes Brandenburg. Die Fertigstellung ist für Ende 2028 vorgesehen.
ProPotsdam und Studierendenwerk: Bauweise, Klima und Infrastruktur im Fokus
Geplant ist ein viergeschossiger Gebäudekomplex in Holzhybridbauweise, bei dem Beton- und Holzelemente kombiniert werden. Neben den Wohnbereichen entstehen ein begrünter Innenhof sowie Gemeinschaftsflächen. Auch rund 340 Fahrradstellplätze sind vorgesehen, um nachhaltige Mobilität zu unterstützen.
Die Anlage soll sich zu einem Campus-orientierten Wohnort entwickeln, der Wohnen und Alltag enger verbindet. Die städtebauliche Einbindung in das Bornstedter Feld spielt dabei ebenso eine Rolle wie die Nähe zu bestehenden Grün- und Freiflächen.
Mehr Wohnheimplätze für Potsdam: Ausbau als langfristige Strategie
Parallel zu den laufenden Projekten verfolgt die Stadt das Ziel, den Anteil studentischer Wohnheimplätze deutlich zu erhöhen. Nach Angaben der Landespolitik soll perspektivisch etwa ein Fünftel der Studierenden versorgt werden können. Neben Golm und Bornstedter Feld sind weitere Projekte in der Potsdamer Mitte sowie am Brauhausberg vorgesehen.
Insgesamt deutet sich damit eine Ausweitung des Angebots an, die den Wohnungsmarkt entlasten und die Situation für Studierende stabilisieren soll. Die Umsetzung bleibt jedoch stark abhängig von Fördermitteln und planungsrechtlichen Verfahren.

Der Funktionsplan für den Universitätscampus auf dem Brauhausberg in Potsdam zeigt Bereiche wie Bibliothek, Hörsäle und Studierendenwohnen. / © Visualisierung: Hilmer-Sattler-Architekten
Quellen: ProPotsdam, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburg
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Es wäre aufschlussreich, ob bei Doppelbelegung jeder Student seine Wohnpauschale aus dem BAföG von 380€ hinblättern muss. Also, ob das Apartment insgesamt 760€ monatlich kostet.