In Potsdam-Babelsberg hat der Bau eines der größten privaten Wohnprojekte der Stadt offiziell begonnen. Direkt am Filmpark entsteht ein neues Quartier mit Hunderten Wohnungen. Die Fertigstellung ist für 2028 vorgesehen, einige Rahmenbedingungen sind jedoch noch offen.

Das Wohnbauprojekt „Wohnen am Filmpark Babelsberg“ befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Filmpark Babelsberg und liegt damit im Zentrum der Medienstadt Babelsberg. / © Foto Wikimedia Commons, A.Savin, FAL
© Titelbild / Visualisierung: CKSA
In Potsdam-Babelsberg wird das Stadtbild rund um den Filmpark Babelsberg in den kommenden Jahren weiter verdichtet. An der Großbeerenstraße 154 ist der Grundstein für ein Wohnbauvorhaben gelegt worden, das künftig 565 Mietwohnungen umfassen soll. Gebaut wird auf einem Areal zwischen Filmpark, Parkhaus und angrenzender Schulstandortstruktur.
Das Projekt der KW-Development GmbH sieht eine Mischung aus Ein- bis Fünfzimmerwohnungen vor, deren Größen deutlich variieren. Besonders kleine Einheiten ab rund 16 Quadratmetern gehören ebenso zum Konzept wie größere Wohnungen mit über 140 Quadratmetern. Ein Großteil der Einheiten soll im eigenen Bestand gehalten und anschließend vermietet werden. Die durchschnittlich angestrebte Nettokaltmiete liegt bei rund 19 Euro pro Quadratmeter.
Wohnen am Filmpark Babelsberg: Dichte Bauweise und wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Planung setzt auf eine vergleichsweise dichte Bebauung mit zehn Gebäuden in zwei länglichen Riegeln. Zwischen den Baukörpern sind begrünte Innenhöfe vorgesehen, die Aufenthaltsflächen im Quartier schaffen sollen. Die städtebauliche Struktur orientiert sich an einem geschlossenen Ensemble entlang der Großbeerenstraße.
Ein Teil der Wohnungen soll zudem zu reduzierten Mieten angeboten werden, wobei konkrete Quoten noch nicht abschließend festgelegt sind. Hintergrund sind vertragliche Vereinbarungen mit der Stadt aus dem Jahr 2019, die auch geförderten Wohnraum vorsehen. Ob und in welchem Umfang entsprechende Fördermittel bereitgestellt werden, ist weiterhin offen.

Direkt in der Großbeerenstraße in Potsdam-Babelsberg entsteht eine Wohnanlage aus zehn Baukörpern in zwei parallel verlaufenden Riegeln, deren Gestaltung Elemente des Art-Déco-Stils aufgreift. / © Visualisierung: CKSA
Energieeffizienz und Infrastruktur im neuen Quartier in Babelsberg
Geplant ist ein energetischer Standard nach Effizienzhaus 40. Die Gebäude sollen stark gedämmt werden und über Wärmepumpen mit Erdwärme versorgt werden. Insgesamt sind mehr als 100 Bohrungen vorgesehen. Ergänzt wird das Konzept durch Photovoltaikanlagen auf den Dächern, um den Energiebedarf teilweise selbst zu decken.
Auch die verkehrliche Anbindung spielt eine Rolle: Stellplätze in einer Tiefgarage sowie Angebote für Fahrrad- und Sharing-Nutzung sind vorgesehen. Die Lage in der Nähe des Bahnhofs Medienstadt soll die Einbindung in den regionalen Verkehr sichern.
Wohnen am Filmpark Babelsberg: Politische Einordnung und Zeithorizont
Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel bezeichnete das Projekt als Beitrag zur angespannten Wohnraumsituation der Stadt. Gleichzeitig verweist sie auf die gewachsene Infrastruktur im Umfeld der Medienstadt Babelsberg mit Schulen, Arbeitsplätzen und Nahversorgung.
Bis Anfang 2028 sollen die Wohnungen bezugsfertig sein. Gleichzeitig bleiben einzelne Fragen – insbesondere zur Förderung des sozialen Wohnraums – weiterhin Teil der laufenden Abstimmungen zwischen Projektentwickler und öffentlicher Hand.
Wohnungsbau am Filmpark Babelsberg
Quellen: KW Development, Deal Magazin, Der Tagesspiegel, Wikipedia
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