Nach zweijähriger Erprobung wird aus der temporären Pop-Up-Lösung nun Dauer: Auf der Reeperbahn entsteht eine feste Rad- und Busspur. Der Verkehr auf der vielbefahrenen Ausgehmeile soll damit sicherer, flüssiger und fahrradfreundlicher werden. Baubeginn für die Umstellung ist Anfang März 2026.

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

 

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In der viel belebten Nacht- und Verkehrslandschaft von St. Pauli wird ein Verkehrsversuch zum Regelbetrieb. Der Landesbetrieb Straßen Brücken und Gewässer verstetigt die Pop-Up-Bike-Lane auf der Reeperbahn nach einer zweijährigen Testphase. Was zunächst als temporäre Maßnahme zur Stärkung des Radverkehrs begann, soll künftig dauerhaft gelten. Die gelben Markierungen werden seit dem 2. März 2026 durch eine weiße, beständige Fahrbahnführung ersetzt.

Die Auswertung des Verkehrsversuchs fiel positiv aus. Beobachtungen, Fahrzeitmessungen, Unfallanalysen und eine Online-Befragung zeigten, dass sich die neue Verkehrsführung bewährt hat. Besonders auffällig war die Entwicklung des Radverkehrs: Die Zahl der Radfahrenden stieg überdurchschnittlich an, während Konflikte zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmenden selten blieben und meist nur geringfügig ausfielen.

St. Pauli: Neue Spur für Busse und Fahrräder stadtauswärts

Gleichzeitig wurde der Verkehrsfluss für den motorisierten Verkehr nach Angaben des Landesbetriebs nicht wesentlich beeinträchtigt. Auch die Ausgestaltung des Straßenraums in der stark frequentierten Innenstadt von Hamburg wird mit der Maßnahme weiter an die Anforderungen moderner urbaner Mobilität angepasst.

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Mit der dauerhaften Umsetzung wird zudem eine zusätzliche Bus- und Radspur stadtauswärts geschaffen. Auf beiden Seiten der Reeperbahn entstehen damit kombinierte Fahrstreifen für den öffentlichen Nahverkehr und den Radverkehr. Die rund 700 Meter lange Busspur soll vor allem den Linienverkehr der Linien 12, 16 und 111 beschleunigen und so zur Attraktivität des öffentlichen Verkehrs beitragen. Auch Fahrgäste sollen von stabileren Reisezeiten entlang der Vergnügungsmeile profitieren.

Bauarbeiten an der Reeperbahn erfolgen in mehreren Abschnitten

Der Umbau erfolgt in einem engen Zeitfenster, um die Belastung für Anwohnende und Verkehr möglichst gering zu halten. Die Bauzeit wird auf etwa vier Wochen veranschlagt, wobei die Arbeiten an den Wochenenden ruhen. Gebaut wird abschnittsweise, da die durchgehenden Mittelinseln auf der Reeperbahn ein Ausweichen des Verkehrs erschweren. Für die Arbeiten sind daher Vollsperrungen einzelner Streckenabschnitte notwendig.

Die erste Bauphase reicht vom 2. bis zum 6. März 2026 zwischen Holstenstraße und Davidstraße. Anschließend folgt bis zum 13. März der Abschnitt zwischen Davidstraße und den Tanzende Türme. Stadtauswärts wird ab Mitte März weitergearbeitet. Anlieger in einmündenden Querstraßen sollen rechtzeitig über mögliche Einschränkungen informiert werden, damit der lokale Zugang weiterhin gewährleistet bleibt.

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Quellen: Behörde für Verkehr und Mobilitätswende Hamburg

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