Google hat in Berlin ein neues Zentrum für Künstliche Intelligenz eröffnet. Der Standort in Mitte soll künftig als Plattform für Austausch, Forschung und konkrete Anwendungen dienen, mit Beteiligung aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

Google Office Berlin, Treppenhaus

Das neue AI-Center befindet sich in den Berliner Google-Räumlichkeiten im historischen Gropius-Ensemble in Berlin-Mitte, wo eine eigens eingerichtete Etage künftig als Treffpunkt für KI-Forschung, Austausch und Veranstaltungen dient. / © Foto: Google

© Fotos: Google

ANZEIGE

 

Berlin hat zuletzt erneut seine Rolle als wichtiger Standort für Technologiegründungen unterstrichen. Analysen zeigen, dass in der Hauptstadt weiterhin besonders viele Start-ups entstehen, zunehmend auch im Bereich der Künstlichen Intelligenz und anderer Zukunftstechnologien.

Nun erweitert Google seine Aktivitäten in der Stadt und hat ein neues AI-Center eröffnet. Das Zentrum befindet sich in den Berliner Unternehmensräumen im Gropius-Ensemble in Berlin-Mitte, nahe der Museumsinsel. Es soll künftig als Plattform dienen, auf der sich Forschende, Unternehmen und politische Akteure über KI austauschen und gemeinsame Projekte anstoßen.

ANZEIGE

Google AI-Center: Austausch zwischen Forschung, Wirtschaft und Politik

Zur symbolischen Eröffnung drückten Bundesdigitalminister Karsten Wildberger und Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner Anfang März gemeinsam einen roten Startknopf. Google-Manager Philipp Justus bezeichnete das Zentrum als Ort für Zusammenarbeit und Debatte rund um Künstliche Intelligenz.

Im AI-Center arbeiten künftig Teams aus verschiedenen Google-Bereichen zusammen, darunter Google DeepMind, Google Research und Google Cloud. Ergänzt wird der Standort durch neue Veranstaltungsräume sowie einen „AI Demo Space“, in dem aktuelle Technologien und Anwendungen vorgestellt werden sollen. Bis zu 200 Veranstaltungen jährlich sind geplant. Ziel ist es, Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik regelmäßig zusammenzubringen.

Projekte für Verwaltung und Forschung: Was Google jetzt plant

Ein erstes gemeinsames Vorhaben entsteht mit dem Berliner Innovationslabor CityLAB. Dabei soll ein KI-basierter Assistent entwickelt werden, der Bürgerinnen und Bürger bei der Beantragung staatlicher Leistungen unterstützt. Komplexe Formulare könnten künftig in dialogbasierte Anwendungen übersetzt werden, um den Zugang zu Verwaltungsleistungen zu erleichtern. Die Software soll später als Open-Source-Lösung bereitgestellt werden.

ANZEIGE

Parallel kündigte Google eine langfristige Forschungspartnerschaft mit der Technischen Universität München und Helmholtz Munich an. In zwei Projekten geht es unter anderem um Bewertungsstandards für generative KI im Gesundheitswesen sowie um KI-Modelle für die Einzelzellforschung.

Berliner KI-Zentrum ist Teil eines größeren Ausbauprogramms von Google

Das neue Zentrum ist Teil eines Investitionsprogramms, mit dem Google seine Infrastruktur in Deutschland erweitert. Bis 2029 plant der Konzern Ausgaben von rund 5,5 Milliarden Euro, insbesondere für den Ausbau von Rechenzentren.

Studien sehen in der Technologie ein erhebliches wirtschaftliches Potenzial: Der flächendeckende Einsatz generativer KI könnte laut einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft langfristig zusätzliche Wertschöpfung in dreistelliger Milliardenhöhe ermöglichen.

ANZEIGE

Quellen: Google, Deutschlandfunk, Senatskanzlei, Tagesspiegel, MaschinenMarkt

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.

Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag

One Comment

  1. Steglitzer 10. März 2026 at 10:16 - Reply

    Ich frage mich, ob Google vor den protofaschistischen Tendenzen der US-Regierung flieht oder ob der US-amerikanische Einfluss in Europa durch die tiefe Integration durch digitale Projekte gestärkt werden soll.
    Meine Sorge ist, dass sich der Einfluss der Republikaner verstärkt, welche jetzt schon eng mit der AfD zusammenarbeiten.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.