Das Gutleut-West steht vor einem grundlegenden Wandel. Während erste Maßnahmen bereits umgesetzt werden, startet nun ein wichtiger Planungswettbewerb, um die nächsten Schritte der Quartiersentwicklung festzulegen.

Eine Visualisierung der geplanten Interimslösung für die städtischen Bühnen Frankfurts

Im westlichen Gutleutviertel formiert sich ein neues Kapitel der Stadtentwicklung. Auf rund 32 Hektar soll ein bunt gemischtes Quartier entstehen, das Wohnen, Arbeiten und urbane Produktion miteinander verknüpft. / © Visualisierung: HHVISION

© Titelbild: Stabsstelle Städtische Bühnen Frankfurt, Felix Krumbholz

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Im westlichen Gutleutviertel stehen grundlegende Veränderungen an. Nachdem erste Teilprojekte bereits in den Startlöchern stehen, konnte nun ein weiterer Meilenstein für das Entwicklungskonzept „Produktives Quartier Gutleut-West“ erreicht werden.

Die geplante Quartiersentwicklung nimmt damit konkrete Formen an und rückt für die Stadt Frankfurt weiter in den Fokus. Zuletzt startete ein mehrstufiger Planungswettbewerb, der konkrete städtebauliche Konzepte liefern soll. Die Wettbewerbsteilnahme ist bis Ende 2026 möglich und soll die Basis für die nächsten Schritte im Quartier bilden.

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Planungswettbewerb um Gutleut-West: Entwicklungsziele sollen in kooperativem Prozess erarbeitet werden

Der Planungswettbewerb, durch den die städtebauliche Gestaltung des westlichen Gutleutviertels konkreter werden soll, wird als kooperativer Prozess umgesetzt. Die Verwaltungen, zukünftige Nutzerinnen und Nutzer, Anwohnerinnen und Anwohner sowie Fachleute sollen gleichermaßen in die Planung eingebunden werden. Gemeinsam sollen übergeordnete Entwicklungsziele wie Nutzungsmischung, neue Wohnformen, Mobilität, öffentlicher Raum, innovative Bauweisen und Nachhaltigkeit erarbeitet werden.

Die städtebaulichen und freiraumplanerischen Entwürfe entstehen in einem zweistufigen Verfahren. Planungsteams aus Architektinnen und Architekten sowie Stadt- und Landschaftsplanerinnen erarbeiten dabei konkrete Ideen. Neben den drei Büros, die bereits am Dialogverfahren teilnahmen können weitere Arbeitsgemeinschaften ihre Teilnahme über eine Ideenskizze ab Oktober beantragen. Der Siegerentwurf dient anschließend als Grundlage für den Bebauungsplan und die Vergabe der Grundstücke.

Wohnen, Gewerbe und Handwerk: Stadt sieht bunten Nutzungsmix im Gutleut-West vor

Das Gutleut-West soll ein nutzungsgemischtes, klimaangepasstes Quartier werden. Die Stadt sieht vor, Wohnen, Gewerbe, Handwerk und soziale Infrastruktur eng miteinander zu verzahnen. Alle Neubauten müssen zudem hohe energetische Standards erfüllen und vorhandene Freiräume sollen aufgewertet werden. Parallel sollen in dem neuen Stadtquartier grüne Erholungsflächen entlang des Mains entstehen.

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Einige Bestandsgebäude im Gutleutviertel erhalten im Rahmen der Transformation neue Funktionen und befinden sich bereits in der Umsetzung. So wird etwa ein altes Hochregallager als Interimsspielstätte der Städtischen Bühnen genutzt und ein ehemaliger Kinderhort als Quartierspavillon umgestaltet. Die geplante Revitalisierung des InterContinental-Hotels schafft zudem zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten für Besucherinnen und Besucher.

Förderung für neues Stadtquartier: Hessisches Wirtschaftsministerium stiftet 950.000 Euro

Durch die Transformation im Gutleut-West sollen lebendige, langfristig beständige Quartiere entstehen. Bestehende Flächen sollen dabei umgestaltet und ökologisch genutzt werden, was Ressourcen schont und die Wettbewerbsfähigkeit der Region Rhein-Main stärkt.

Für die vorgesehene Umgestaltung steht eine Fördersumme von 950.000 Euro bereit. Die Mittel stammen vom Hessischen Wirtschaftsministerium und fließen im Rahmen des Landesprogramms „Multifunktional und flächensparsam: Das Wohnquartier von morgen“. Mit der zukünftigen Entwicklung zu einem produktiven Mischquartier ist zu erwarten, dass das Gutleutviertel an Beliebtheit gewinnt. Durch die innenstadtnahe Lage und die gute Anbindung zum Bahnhof ist anzunehmen, dass das Quartier attraktiv für Bewohnerinnen, Gewerbe und Gäste sein wird.

Ein Foto vom Pavillon im Sommerhoffpark in Frankfurt

Mitten im Sommerhoffpark: Der denkmalgeschützte Adolf-Meyer-Pavillon, einst als Kinderhort errichtet, steht vor einer neuen Zukunft als offener Quartierspavillon. / © Foto: Stadt Frankfurt am Main, Stadtplanungsamt

Ein Foto des Gutleutviertels in Frankfurt

Das Gutleutviertel präsentiert sich aktuell industriell geprägt: Kopfsteinpflaster, parkende Autos und alte Industriegebäude prägen das Straßenbild. In den kommenden Jahren wird sich hier ein neues, vielfältiges Quartier entwickeln. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Stadt Frankfurt

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