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Der lange umstrittene Schulneubau in der Cité Foch kann nun realisiert werden. Die Entscheidung des Senats bringt Planungssicherheit für ein wachsendes Quartier in Reinickendorf.

Wohnungsbau Cite Foch, Reinickendorf

Der Berliner Senat hat dem Schulneubau an der Rue Racine zugestimmt. Damit ist eine zentrale Voraussetzung für den weiteren Wohnungsbau im Quartier geschaffen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Visualisierung Titelbild: aim Architektur Management, Busse & Partner Partnergesellschaft mbH
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Der geplante Neubau einer Grundschule an der Rue Racine in der Cité Foch in Berlin Reinickendorf kann nun doch realisiert werden. Am 16. Dezember 2025 hat die Wohnungsbaukommission des Berliner Senats der Umsetzung zugestimmt. Damit endet eine monatelange Phase der Unsicherheit, in der das Vorhaben mehrfach infrage gestellt worden war.

Die Entscheidung gilt als wichtiger Schritt für ein Quartier, das sich seit Jahren im Wandel befindet. Auf dem Gelände der ehemaligen französischen Alliiertensiedlung entstehen derzeit rund 600 neue Wohnungen im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Weitere Bauabschnitte waren bislang blockiert, da die notwendige schulische Infrastruktur fehlte.

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Schulbau an der Rue Racine: Haushaltskürzungen hatten das Vorhaben vorübergehend gestoppt

Noch im Dezember 2024 hatte der Senat den Schulneubau im Zuge umfassender Haushaltskürzungen gestrichen. Damit entfiel ein zentraler Baustein der Quartiersentwicklung. Vorgesehen war ursprünglich eine vierzügige Grundschule mit Sporthalle, die die überlastete Münchhausen Grundschule entlasten und zusätzliche Kapazitäten schaffen sollte.

Im Bezirk Reinickendorf stieß diese Entscheidung auf deutliche Kritik. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung wiesen früh darauf hin, dass ohne neue Schulplätze weder der Wohnungsbau fortgesetzt noch der Bebauungsplan rechtskräftig werden könne. Die Cité Foch entwickelte sich damit zu einem Beispiel für die enge Abhängigkeit von Wohnungsbau und sozialer Infrastruktur.

Reinickendorf: Wohnungsbaukommission ebnet den Weg für Umsetzung ab 2025

Nach mehreren Gesprächen und Ortsterminen kam es nun zur Kehrtwende. Die Senatorin für Bildung, Jugend und Familie hatte erklärt, dass der wachsende Schulplatzbedarf im Quartier eine verbindliche Lösung erfordere. Mit der nun getroffenen Entscheidung könne der notwendige Ausbau der Schulplätze umgesetzt werden.

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Auch auf Bezirksebene wurde die Entscheidung als Ergebnis konstruktiver Abstimmungen gewertet. Die Zustimmung der Wohnungsbaukommission schaffe Planungssicherheit für alle Beteiligten und ermögliche es, die Entwicklung des Quartiers fortzuführen.

Neuer Typenbau für Berlin: Modulare Grundschule entsteht an der Rue Racine

Geplant ist eine kleine Grundschule in modularer Bauweise, die in dieser Form erstmals in Berlin realisiert werden soll. Das dreigeschossige Gebäude soll barrierefrei erschlossen werden und über mindestens einen Aufzug verfügen. Trotz des modularen Konzepts ist vorgesehen, Spielräume für eine individuelle architektonische Gestaltung zu nutzen, um den Bau in das entstehende Quartier einzubinden.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben tritt als Bauherrin auf. Die Errichtung des Schulgebäudes, der Außenanlagen sowie einer Typensporthalle übernimmt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. Die Inbetriebnahme ist für das Schuljahr 2027/2028 vorgesehen.

Rue Racine: Freies Baufeld bleibt für künftigen Bedarf

Um auf künftige demografische Entwicklungen reagieren zu können, bleibt auf dem Baufeld eine Fläche für einen möglichen späteren Erweiterungsbau frei. Damit soll sichergestellt werden, dass der Bezirk bei steigendem Bedarf nachsteuern kann, ohne erneut grundlegende Planungen vornehmen zu müssen.

Die nun gefundene Lösung gilt auch als Signal für den weiteren Wohnungsbau in der Cité Foch. Erst mit gesicherter Bildungsinfrastruktur können die bislang blockierten Bauabschnitte rechtlich umgesetzt werden.

Cité Foch als Beispiel für infrastrukturelle Abhängigkeiten

Der Fall Cité Foch zeigt exemplarisch, wie eng Wohnungsbau, Schulentwicklung und Haushaltsentscheidungen in Berlin miteinander verknüpft sind. Über Monate hinweg hatten Sparvorgaben und ungeklärte Zuständigkeiten ein Projekt blockiert, das für die Entwicklung eines ganzen Quartiers notwendig ist.

Mit der Zustimmung zum Schulneubau ist nun eine zentrale Voraussetzung erfüllt. Ob es gelingt, die entstandenen Verzögerungen im Wohnungsbau aufzuholen, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

Quellen: Bezirksamt Reinickendorf, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Berliner Morgenpost, Architektur Urbanistik Berlin, Busse & Partner Partnergesellschaft mbH, aim Architektur Management

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