Im Kreuzberger Rathausblock ist ein zentraler Schritt für die Entwicklung des Dragonerareals erreicht worden. Mit der sogenannten Planreife des Bebauungsplans 2-48 kann der Wohnungsbau nun schrittweise vorbereitet werden. Besonders der geplante Neubau von rund 240 Wohnungen im südlichen Baufeld rückt damit in greifbare Nähe.

Mit der nun erreichten Planreife des Bebauungsplans können die konkreten Bauanträge für das südliche Baufeld des Dragonerareals vorbereitet und die nächsten Schritte in Richtung Wohnungsbau eingeleitet werden. / © Foto: Modellprojekt Rathausblock
© Titelbild: Foto &Mica
In Kreuzberg hat die Entwicklung des Dragonerareals eine weitere planungsrechtliche Hürde genommen. Die Bezirksverordnetenversammlung beschloss am 24. Juni 2026 die Abwägung zum Bebauungsplan 2-48. Damit ist die Grundlage für die sogenannte Planreife geschaffen, die erste Bauvorhaben vor der rechtsverbindlichen Festsetzung des Plans ermöglicht.
Im Mittelpunkt steht der Wohnungsbau im südlichen Teil des Areals. Dort sollen rund 240 Wohnungen entstehen, die von der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH umgesetzt werden. Der Schritt gilt als entscheidend, da nun Bauanträge auf Basis der künftigen Festsetzungen vorbereitet werden können.
- Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
- Adresse: Dragonerareal am Rathaus Kreuzberg (zwischen Obentrautstraße, Mehringdamm und Yorckstraße)
- Planung: Kooperatives Stadtquartier mit ca. 470 Wohnungen, Gewerbe, sozialer Infrastruktur und Grünflächen
- Baustart: für die ersten Gebäude im südlichen Baufeld voraussichtlich Ende 2027
- Status: Bebauungsplan 2-48 hat Planreife erreicht, Bauanträge können vorbereitet werden
Kooperatives Modellprojekt am Rathaus Kreuzberg
Das Gelände des ehemaligen Dragonerareals am Rathaus Kreuzberg wird seit mehreren Jahren im Rahmen eines kooperativen Modellprojekts entwickelt. Auf rund 4,7 Hektar entsteht ein gemischt genutztes Quartier mit insgesamt etwa 470 Wohnungen, ergänzt durch Gewerbe-, Frei- und Grünflächen. Auch eine Jugendfreizeiteinrichtung sowie Kultur- und Gemeinwohlnutzungen sind vorgesehen.
Beteiligt sind neben der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft auch die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH sowie zivilgesellschaftliche Initiativen wie das FORUM Rathausblock. Ziel ist ein sozial gemischtes und weitgehend autofreies Quartier, das Wohnen, Arbeiten und Gemeinwohlfunktionen miteinander verbindet.

Auf dem Dragonerareal im Kreuzberger Rathausblock entsteht ein gemischt genutztes Stadtquartier mit rund 470 Wohnungen, Gewerbe und sozialer Infrastruktur. / © Foto: Modellprojekt Rathausblock
Bezahlbarer Wohnraum in innerstädtischer Lage
Bausenator Christian Gaebler bezeichnete die Planreife als wichtigen Schritt für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums in innerstädtischer Lage. Auch auf bezirklicher Ebene wird die Entwicklung als Ergebnis eines langjährigen Abstimmungsprozesses zwischen Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit eingeordnet.
Für die architektonische Umsetzung sind unter anderem die Büros &Mica sowie Kaden+ Architekten verantwortlich, die den südlichen Bauabschnitt mit Holz-Hybridbauweise und gemischten Nutzungen planen. Der Baustart für die ersten Gebäude ist derzeit für Ende 2027 vorgesehen.

Die Entwürfe des Büros Kaden+ Architekten für das Los B zeigen drei klare, moderne Baukörper mit Fassaden aus Holz und Metall, die sich harmonisch in das historische Umfeld einfügen. / © Visualisierung: Kaden+ Architekten
Nächste Schritte im Rathausblock: Bauanträge können vorbereitet werden
Mit der Planreife können nun die Bauanträge für die ersten Wohngebäude vorbereitet werden. Parallel dazu sollen weitere Verfahren für das westliche Baufeld starten, wo zusätzliche Wohnungen durch Genossenschaften und andere gemeinwohlorientierte Träger entstehen sollen.
Damit geht eines der zentralen Stadtentwicklungsprojekte in Friedrichshain-Kreuzberg in eine neue Phase, mit dem Fokus auf konkrete bauliche Umsetzung im kommenden Jahr.

Im Fokus steht das Baufeld Süd des Dragonerareals, auf dem etwa 240 neue Wohnungen entstehen sollen. / © Foto: Modellprojekt Rathausblock
Quellen: Modellprojekt Rathausblock, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, WBM, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH
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