Die Initiative „Zuhause am Tempelhofer Feld“ hat am 20. Mai 2026 ein Konzept für 21.400 Wohnungen am Tempelhofer Feld vorgestellt. Der Vorschlag reiht sich in die anhaltend kontroverse Debatte um die Zukunft des Areals zwischen Wohnraumbedarf und Freiraumschutz ein. Die Dimensionen des Konzepts erstaunen allerdings.

Die Initiative „Zuhause am Tempelhofer Feld“ präsentierte am 20. Mai 2026 ihr Konzept für 21.400 Wohnungen und den dauerhaften Schutz der inneren Freifläche des Tempelhofer Feldes. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild / Visualisierung: Kollhoff/Nöfer/Astigmatic
Zwischen Freiraum, Klimaschutz und Wohnungsnot: Kaum ein Ort spaltet Berlin so sehr wie das Tempelhofer Feld. Am 20. Mai 2026 hat die Initiative „Zuhause am Tempelhofer Feld“ nun ein Konzept vorgestellt, das am Rand der Fläche 21.400 neue Wohnungen ermöglichen soll – und die alte Grundsatzdebatte neu entfacht. Im Mittelpunkt steht ein städtebaulicher Vorschlag für eine mögliche Randbebauung der Freifläche.
- Lage: Randbereiche des Tempelhofer Feldes
- Projekt: 21.400 Wohnungen
- Geplante Bewohnerzahl: etwa 50.000 Menschen
- Entwicklungsfläche: rund 100 Hektar
- Geschützte Freifläche: rund 200 Hektar im Inneren
- Weitere Nutzungen: Gewerbe, Kitas, Schulen und soziale Infrastruktur
- Kosten: rund neun Milliarden Euro
- Realisierungszeit: nach Angaben der Initiative etwa sechs Jahre
Das Konzept sieht 21.400 Wohnungen am äußeren Rand des Areals vor. Die zentrale Wiesenfläche soll frei bleiben und dauerhaft als öffentliche Grünfläche gesichert werden.
Nach Angaben der Initiative würden rund 100 Hektar am Rand des Tempelhofer Feldes für Wohnen, Gewerbe und öffentliche Einrichtungen genutzt. Die innere Freifläche von rund 200 Hektar soll eine gemeinnützige Stiftung vor späterer Bebauung schützen. Damit verbindet der Vorschlag Wohnungsbau mit einem institutionellen Schutzmodell für das zentrale Feld.

Ein Blick auf den Tempelhofer Damm aus der Luft. Im Hintergrund das Tempelhofer Feld. Laut der Initiative „Zuhause am Tempelhofer Feld“ könnte hier Wohnraum für 50.000 Menschen entstehen. / © Foto Wikimedia Commons, Kasa Fue, CC BY-SA 4.0
Randbebauung XXL: 21.400 Wohnungen am Tempelhofer Feld sollen möglich sein
Das städtebauliche Konzept stammt von Hans Kollhoff und Tobias Nöfer und orientiert sich an klassischen Berliner Quartieren wie dem Schillerkiez oder dem Bergmannkiez. Anders als bei früheren Debatten um Hochhauslösungen setzt der Entwurf auf eine niedrigere, kleinteilige Bebauung: geplant sind rund 2.000 individuell gestaltete Stadthäuser, kurze Wege, gemischte Nutzungen und eine dichte urbane Struktur.
Von den 21.400 Wohnungen sollen rund 30 Prozent öffentlich gefördert entstehen. Weitere Flächen sind für frei finanzierte Wohnungen vorgesehen, etwa durch landeseigene Wohnungsbaugesellschaften oder Genossenschaften. Zusätzlich plant die Initiative rund zehn Prozent Gewerbeflächen. Ein Teil dieser Gewerbeflächen soll dauerhaft vor starken Mieterhöhungen geschützt werden. Etwa 15 Prozent der Flächen sind für Kitas, Schulen und soziale Infrastruktur vorgesehen.
Initiative „Zuhause am Tempelhofer Feld“ will vor allem bezahlbaren Wohnraum schaffen
Nach Darstellung der Initiative soll das Konzept nicht nur zusätzlichen Wohnraum schaffen, sondern auch wirtschaftliche Folgen der Wohnungsnot abmildern. In der Vorstellung des Projekts verwiesen die Initiatoren darauf, dass steigende Mieten nicht nur private Haushalte, sondern auch kleine Gewerbebetriebe unter Druck setzten.
Die Initiative spricht von einem vielfältigen Berliner Quartier statt einer monotonen Neubausiedlung – „Kiez und Großstadt gleichermaßen“, wie es bei der Präsentation formuliert wurde. Auf die Frage, welche Rolle das Tempelhofer Feld künftig noch für Großveranstaltungen spielen könne, reagierte Hans Kollhoff gelassen: „Alles kein Problem. Da ist immer mal Krach, so ist das in Berlin.“
Laut Initiatoren könnte das Projekt innerhalb von sechs Jahren umgesetzt werden. Die Investitionskosten werden mit rund neun Milliarden Euro beziffert.
Tempelhofer Promenade soll neues Quartier rahmen
Ein zentrales Element des Entwurfs ist die sogenannte Tempelhofer Promenade. Sie soll als urbaner Ring die innere Freifläche rahmen und die neuen Wohnquartiere mit den angrenzenden Kiezen verbinden. Geplant ist unter anderem eine breite Platanenallee, die direkt an das Feld anschließen und Raum zum Joggen, Flanieren und Radfahren bieten soll.
Somit sei der Vorschlag gerade kein Angriff auf die Freifläche, sondern ein Modell zu deren dauerhafter Sicherung. Zur Veranschaulichung verwiesen die Planer mehrfach auf internationale Beispiele wie den Central Park in New York oder den Hyde Park in London: Große innerstädtische Parks seien häufig von urbanen Quartieren gerahmt und gerade dadurch eng mit dem Stadtleben verbunden.

Wohnen am Tempelhofer Feld: So stellt sich die Initiative „Zuhause am Tempelhofer Feld“ die Schaffung von attraktivem Wohnraum unmittelbar am ehemaligen Flugfeld in Tempelhof vor. Eine Platanenallee rund um die Freifläche soll zum Joggen und Flanieren einladen. / © Visualisierung: Kollhoff/Nöfer/Astigmatic
Verbesserte Busanbindung und neuer S-Bahnhof sind Teil des Verkehrskonzepts
Das Konzept sieht zudem eine klimaneutrale Energieversorgung, serielle und kosteneffiziente Bauweisen sowie ein umfangreiches Verkehrskonzept vor. Geplant sei unter anderem eine Busanbindung entlang der Tempelhofer Promenade. Auch der bereits seit Jahren diskutierte Vorschlag eines zusätzlichen S-Bahnhofs im Süden des Areals wurde erneut aufgegriffen. Eine Anbindung über die Oberlandstraße sei „fundamental“, hieß es.
Offen bleibt allerdings, welche zusätzlichen Belastungen die Bebauung für den ohnehin stark frequentierten Tempelhofer Damm und den Columbiadamm bedeuten würde. Die Initiatoren verwiesen hier vor allem auf einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs.
Politisch bleibt das Tempelhofer Feld umstritten
Die vorgeschlagene Randbebauung trifft auf eine lange Vorgeschichte. 2014 stimmten die Berlinerinnen und Berliner per Volksentscheid gegen eine Bebauung des Tempelhofer Feldes. Seitdem schützt das Tempelhofer-Feld-Gesetz das Areal weitgehend vor baulichen Eingriffen.
Auch das nun vorgestellte Modell dürfte die Diskussion neu entfachen. Während Befürworter auf die hohe Nachfrage nach Wohnraum und die zentrale Lage des Areals verweisen, verteidigen Kritiker die Bedeutung der Fläche für Stadtklima, Artenvielfalt und Naherholung vehement. Hinzu kommt die Sorge, dass eine Bebauung am Rand langfristig zu einer schleichenden Ausweitung in die innere Freifläche führen könnte; auch wenn die Initiative dies mit dem geplanten Stiftungsmodell verhindern will.
Die Initiatoren zeigen sich von ihrem Konzept dennoch überzeugt: „Es ist alternativlos. Es wird Begeisterung auslösen – das ist es, was Berlinerinnen und Berliner wollen“, hieß es bei der Präsentation. Ob diese Einschätzung angesichts der emotional geführten Debatten um das Tempelhofer Feld tatsächlich mehrheitsfähig ist, bleibt nunmehr abzuwarten.

Das Modell der Initiative „Zuhause am Tempelhofer Feld“ zeigt die geplante Randbebauung des Tempelhofer Feldes mit neuen Wohnquartieren und dauerhaft geschützter Freifläche. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Tempelhofer Feld
Quelle: Initiative „Zuhause am Tempelhofer Feld“
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37 Kommentare
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Großartig: eine große Freifläche verbleibt, es entsteht sehr viel bezahlbarer Wohnraum – und das für 50.000 Einwohner. Genau, was die wohnungssuchenden Menschen dieser Stadt brauchen!
Ich hätte mir von diesem Artikel nur noch gewünscht, dass erwähnt wird, dass laut Umfrahen mittlerweile eine Mehrheit der Berliner*innen die Bebauung befürworten (siehe z.B. https://www.tagesspiegel.de/berlin/fruherer-flughafen-umfrage-mehrheit-will-randbebauung-des-tempelhofer-felds-15618338.html)
Keine Ahnung was daran großartig ist 🤔
Offensichtlich haben sie nicht all zu viel Plan von der Thematik…
Glauben sie ernsthaft das hier bezahlbare Wohnungen entstehen würden 😂 vermutlich werden es bis auf die vorgeschriebenen Sozialwohnungen wieder nur Eigentumswohnungen… man will ja Gewinn machen!
Es ist auch davon auszugehen das die veranschlagten Baukosten Schön gerechnet sind und die echten Kosten dann wieder einmal das Land tragen darf.
Ihre verlinkte Umfrage in der die Mehrheit der Berliner das befürwortet ist ein bisschen lächerlich… 1000 Personen sind also die Mehrheit einer fast 4 Millionen Stadt 😂
Vermutlich wissen sie auch nicht das es im Berliner Stadtgebiet über 600Ha ungenutzte Brachflächen gibt.. um mal bei diesem Luftschloss zu bleiben hier werden für 50.000 Wohnungen 100Ha verballert… man könnte aber ohne das THF 300.000 Wohnungen bauen der Platz ist da.
Wenn sie mehr wissen wollen wie so das Feld am besten so bleibt wie es ist oder sich maximal in Richtung Parkanlage entwickeln sollte: https://www.thf100.de
Wieder eine Variation auf das Thema „bitte woanders“.
Die „vorgeschriebenen“ Sozialwohnungen sind doch etwas gutes oder nicht? Wäre ja toll, wenn das Land Berlin mit Milliarden landeseigene Wohnungen bauen würde. Das ist leider unrealistisch. Ein privater Anteil wird finanziell notwendig sein. Oder Berlin lässt sich jahrzehntelang Zeit und baut Stück für Stück alleine.
Und private Wohnungen (ja auch Premium-Eigentumswohnungen) sind ok. Man zieht den Reichen das Geld aus der Tasche und macht eine Querfinanzierung für Sozial/WBS-Wohnungen. Finde ich gut.
Dieses Gerede von „woanders gibt es soviel Platz“ ist fester Bestandteil der Bau-Abwehr-Rhetorik. Was glauben Sie sagen die Nachbarn von den so reichlichen Brachflächen (die meistens nicht landeseigener Hand sind)? Die sagen: „Nein danke. Bitte baut aufs Tempelhofer Feld. Da ist soviel Platz.“
Sie sind von der Fraktion „Kompromisslos“, oder?. Mir und den meinen alles und den andern nicht mal das, was ich unterm Fingernagel habe. Sie sind haargenau der Grund, warum Gesellschaften, egal ob Stadt oder Land, am Ende gespalten sind.
Ich, ich, ich!!!
Volksentscheid – bestehend und gültig.
Genau hier liegt der Unterschied zwischen dem Tempelhofer Feld und „woanders“.
„Woanders“ geht schneller und mit weniger Aufwand (neuer Volksentscheid). Der Verweis ist als nicht ganz so egozentrisch wie hier dargestellt.
Zudem ist die Häufigkeit der Vorschläge zur Bebauung des Tempelhofer Feldes von Expo bis hier bemerkenswert, während „woanders“ nicht wirklich betrachtet wird. Trotz bestehendem Volksentscheid.
Wenn die Initiatoren so sehr für bezahlbare Wohnungen und das Wohl der Stadt kämpfen – warum machen sie diese Vorschläge dann nicht für eines der 24 (!!!) Neuen Stadtquartiere, die schon vor ein paar Jahren vom Land Berlin demokratisch (!!!)beschlossen wurden und längst auf ihre Entwicklung warten? Da wären solche Entwurfe sicherlich gebraucht.
Aber nein, es muss schon was Exklusiveres sein, in Sahneschnittenlage. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt?
Volltreffer!
Die Planungsprozesse dauern leider. Die Lokalpolitik und die lieben Nachbarn sagen (verklausuliert) immer „baut bitte woanders“. Unter anderem verweisen sie gerne auf das Tempelhofer Feld…
Wenn ein dicht bebauter Ring um das Tempelhofer Feld gezogen wird, dann nur, wenn die Stadt den Besitz nicht abgibt. Es ist jetzt schon klar, dass die Grundstückspreise sofort steigen. Es ist auch klar, dass Ruhestörung zum Konflikt bei der weiteren Nutzung der inneren Freifläch wird. Drachensteigen, Grillfeste, Musikfestivals werden die Bewohner in kürzester Zeit stören.
Mich würde interessieren, wer hinter der Initiative steht, wie der aufwändige Entwurf finanziert wurde und welche Interessen – neben dem wichtigen Interesse, dass Wohnraum geschaffen werden muss – noch dahinter stecken.
Die Privatisierung von Flächen im großen Umfang ist meinem Verständnis nach vorgesehen.
Die Europaviertel dieses Landes zeigen, dass so keine lebenswerte Stadt entsteht.
Es fehlt an öffentlichem Wohnungsbau!
Um Wohnraum zu schaffen muss Berlin zweckgebundene Schulden aufnehmen – Investitionen, die sich selbst bezahlen.
Wer Wohnungen baut, bekommt Mieten.
Wer den Boden bereits besitzt kann günstig vermieten.
Wer Mieten bekommt, kann Kredite zurückzahlen.
Es gibt keinen vernünftigen Grund, diesen Weg nicht zu gehen.
Es muss nur langfristig gedacht werden.
Das ist mein einziges Fragezeichen zu diesem Vorhaben. Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften werden so eine Milliardeninvestition nicht alleine stemmen können. Da man sich bei Veräußerungen an private Bauträger die Finger verbrannt hat, wird sowas einen schweren Stand haben. Soll es über Erbpacht gehen? Und wie schützt eine gemeinnützige Stiftung das innere Feld? Würde das nicht in Landesbesitz verbleiben?
Genau da liegt das Problem!
Die Initiativen sind im allgemeinen Wirtschaftsunternehmen, die Luxuswohnungen dort hin bauen wollen.
Der Gegenwind wäre bei den berlineigenen Wohnungsbaugesellschaften deutlich geringer. Da kommt aber einfach kein Vorschlag.
Die öffentlichen sind bereits am Anschlag, die können nicht mehr bauen, selbst wenn Sie wollen!
Das Berliner Wohnungsproblem wäre damit auf einem Schlag gelöst.
Zwei Fragen:
– Warum gibt es immer noch Menschen die das ablehnen obwohl die gesamte Freifläche weiterhin frei bleibt?
– Warum bebaut man den versiegelten Vorplatz direkt am Gebäude des ehemaligen Flughafens nicht auch noch? Die Fläche wäre ideal für 4-5 Hochhäuser um auch gemischte Fläche (Büros, Wohnen) anbieten zu können.
Welche versiegelte Fläche meinen Sie? Zum Platz der Luftbrücke hin oder das Flug-Vorfeld? Letzteres ist denkmalgeschützt. Die Betonplatten des Flug-Vorfeldes dürfen nicht dauerhaft bebaut und erst recht nicht aufgerissen bzw. entfernt werden. Schon beim Aufbau der Container für die Geflüchtetenunterkunft auf dem Vorfeld mussten Wasserleitungen oberirdisch verlegt werden, weil die denkmalgeschützten Betonplatten nicht aufgerissen werden dürfen.
Darf man diese Äusserungen als Satire betrachten?
„die gesamte Freifläche bleibt weiterhin frei???????“ das ist Unsinn, Bei diesen Plänen soll ein Drittel der Freifläche, nämlich 100 h, genau die sollen zugebaut werden! Das ist die Fläche, auf der jetzt sämtliche Aktivitäten stattfinden, Gärten wachsen, Menschen auf der Wiese sitzen, Fußball spielen, grillen, Musik machen……. – genau das soll zugebaut werden! Ein unsäglicher Gedanke!
Weil es stets Luxuswohnungen durch Wirtschaftsunternehmen sind, die hier geplant sind. Deswegen wehren sich alle.
Versucht es mal mit Planungen der Berliner Wohnungsbaugesellschaften in Staatsbesitz. Da wird der Gegenwind deutlich geringer.
Jenau so wünscht man sich det: wir haben ein Gesetz, das uns nicht mehr gefällt, dann lassen wir das Volk mal neu abstimmen. Gibt ja inzwischen genug Neu-Berliner, denen das Feld egal ist.
Wohnungsmangel und Mietenexplosion haben andere Ursachen: der Abriss von Plattenbauten in Berlin in den 2000er Jahren. Dafür gab es bundesweit Fördergeld Stadtumbau Ost. Ursache waren die hohen Leerstände nach der Wende. Abriss neue Bundesländer und Ost-Berlin: rund 342.000 Wohnungen.
Verkauf geförderteer Wonungen nach Auslauf der Förderung. Die bekannten Invasoren – ‚tschuldigung: Investoren – lachen sich einen Ast…
Und „ein Vorbild an den alten Gründerzeit-Vierteln“ hätte man sich bereits auf den aktuellen Baufeldern in Berlin nehmen können.
Es gehört zur Demokratie dazu, dass Gesetze geändert werden. In der Regel dann, wenns nit mer gefällt. Sie sind nicht heilige Schriften, die ins Stein gemeißelt sind, auch wenn sie durch eine Volksabstimmung zustande kamen.
Der großflächige Abriss der Platten fand nicht in Berlin sondern draußen in den kleineren Städten statt. Die wurden plattgemacht, weil es keine Bewohner gab.
In Berlin hat sich in den Jahren das Verhältnis von Angebot und Nachfrage gedreht. Und man kommt auch heute noch nicht mit dem Bauen hinterher. Es hilft natürlich nicht, wenn jedes Projekt reflexartig abgelehnt wird. Manchmal habe ich den Eindruck die Leute wollen das Wohnungsproblem nicht lösen. Die argumentieren nur mit sich selbst.
Das Wohnungsproblem wird nicht mit Luxuswohnungen gelöst. Genau die werden hier immer wieder geplant. Jeder einzelne Vorschlag.
Es gibt leider bislang keinen echten Vorschlag für tatsächliche Wohnungen des Sozial- und Niedrigpreisniveaus. Das sind die Wohnungen die fehlen.
Rechne doch mal selber. Wenn du ne Wohnung mit 4000 Euro Kosten pro qm baust, wieviel kostet die dann Miete?
Das Problem wird sehr wohl auch mit den bösen Luxuswohnungen gelöst. Jede neue Wohnung nimmt Druck aus dem Markt und hilft daher. Die Sozialwohnung hilft natürlich mehr als das Penthouse. Und bei einem gemischten Projekt wie diesem dienen sie zur Subventionierung der 30% Sozialwohnungen.
Deshalb überzeugt diese ständige Wettern gegen die bösen Investoren und deren bösen Luxuswohnungen nicht. Selbst bei einem landeseigenem WBM-Projekt mit 50% Sozialanteil (siehe SEZ) kommt sofort der Generalverdacht von ‚unbezahlbaren Luxuswohnungen‘ usw. WBM = geldgeiler Investor? Echt jetzt?
Sogar wenn es 100% geförderte Wohnungen wären, hätten die Leute etwas dagegen. Wie z.B. ‚Hansi‘ weiter unten, der dann gleich von „Ghettos“ redet. Gegen Wohnungsbau zu sein geht durch alle Schichten und quer durchs politische Spektrum.
Das hat alles etwas von Kopf in den Sand stecken, warten darauf dass die Lösung perfekt ist und dabei die Ursache mit der Wirkung verwechseln. Das Problem geht aber nicht von alleine weg. Jeder ist betroffen von diesem Problem ob direkt oder indirekt, auch die Leute die jetzt günstig wohnen.
Auf gut Deutsch sagen diese Leute im Endeffekt: „Ich hab meins. Ich hab meine Wohnung, meinen alten Mietvertrag und der Rest soll sich verziehen!“
Sollen wir noch mehr Ghettos bauen oder Hochhäuser im Plattenbau-Stil wie in den 1970er Jahren?
Berlin wurde wegen Leuten wie dir bereits als hässlichste Hauptstadt Europas bezeichnet.
Wenn du keine passende Wohnung findest, verlass Berlin einfach. Berlin hat bereits seine volle Kapazität erreicht!!
Es gibt einen gültigen Volksentscheid.
Damit sind alles Luftschlösser.
Zudem ist es kein Gesamtkonzept, das auch Infrastruktur wie Supermärkte, Ärzte, Apotheken, Schulen, Kindergärten, Freizeitmöglichkeiten, Restaurants, ÖPNV, etc. umfasst.
Ich bin für günstigen Wohnraum. Gerne in durchdachten Gesamtkonzepten. Fangt doch bitte da an, wo ihr direkt oder zumindest kurzfristig bauen könnt. Auch ohne einen jahrelangen Prozess für einen neuen Volksentscheid.
Wenn etwas als alternativlos bezeichnet wird, geht das erfahrungsgemäß nicht gut undankbar verliert jedes Vertrauen in die Projektplanung.
Das wird wie beim gleisdreieck
Wenn da einmal gebaut wird, ist es eine Frage der Zeit bis doch alles zugepflastert wird
Das Feld macht Berlin besonders, es gibt so viel Leerraum
Jahrelang Baustelle am Feld, das wird niemals nur 6 Jahre dauern; und danach nie wieder Konzerte und andere Großveranstaltungen, kannste dir nicht ausdenken
Berlin Macht sich kaputt
Und eine neue sbahn… das glaubt ihr doch wohl selber nicht
Das Projekt ist grössenwahnsinnig
Baut meinetwegen ein Bruchteil davon am columbiadamm, aber nicht so viel
Wie soll da die Umgebung mithalten können
Wieder ein Versuch gewinnorientierten Unternehmen die Möglichkeit zu schaffen, teure Luxuswohnungen in exklusiver Lage zu verschaffen mit dem Ziel einigen wenigen die Taschen so richtig voll zu machen.
Deswegen gab es den Volksentscheid. Die Berliner haben deutlich nein dazu gesagt. Rechtsverbindlich!
Gegenvorschlag:
Macht ein kleineres Konzept nur der berlineigenen staatlichen Wohnungsbaugesellschaften mit Wohnungen im Sozial- und Niedrigpreisniveau nur auf dem jetzt versiegelten Bereich.
Im Idealfall unter Einbindung der Bestandsgebäude ins Gesamtkonzept.
Das würde den Berlinern wirklich helfen. Da hättet ihr die Chance, dass sich die Berliner erweichen lassen nur dafür einen Teil des Volksentscheids aufzuweichen.
Schön wärs. Überzeugen Sie mal die Mullahs vom Denkmalschutz. Der Flughafen steht nämlich unter deren Fuchtel.
Selbst wenns klappt. Ich kann garantieren, dass zumindest die Anwohner und ein großer Teil der Restbevölkerung sich nicht erweichen lassen. Die wollen keine Veränderung.
KEINE Bebauung ohne offenen internationalen Wettberwerb vorher.
Wir brauchen die besten Ideen.
Berlins Bewerbung um die Olympischen Spiele ist damit also hinfällig.
Denn Platz für die Eröffnungsfeier, oder Zuschauerplätze für die hier geplanten Sportdisziplinen und das goldene „Olympiaband“ zwischen dem Tempelhofer Feld und dem Brandenburger Tor – sorry alles schon zugebaut!
Das NOK wird sich freuen…..
Die Olympischen Spiele in Paris haben die Öffentlichkeit 6,6 Mrd. gekostet. Sollten die Spiele Berlin 2036/40/44 zugeschlagen werden, wäre man locker bei den 9 Mrd., welche hier für dieses Projekt veranschlagt werden. Dieses Projekt wäre also auch durch städtische Wohnungsbaugesellschaften zur Schaffung des dringend benötigten günstigen Wohnraums stemmbar.
Man hat also die Wahl. Brot (in diesem Fall Wohnraum) oder Spiele.
Weltklasse!…Ich habe genau das hier schon zigmal so in den Kommentaren eingestellt: Randbebauung bis an den Servicerundweg
und es bleibt immer noch eine riesige Fläche im Innern übrig. Wie riesig sieht man ja an der Zahl: 200ha! Genug für die Bullerbüs und zukünftige Anwohner.
So, jetze noch Langhofs Türme an den Bogen und Brandlhubers Riegel auf den Bogen, bitte!!!
Das sind exakt die Befreiungsschläge die Berlin braucht…
Ich würde diesen Vorschlag absolut unterstützen. Es würde die Stadt enorm weiterbringen, weil hier nicht eine zweite Europacity entstehen würde, sondern gründerzeitlich geprägte Quartiere, die das Feld enorm aufwerten würden. Ich habe selbst mal in der Nähe des Tempelhofer Feldes gewohnt und verstehe den Hype darum nicht. Es ist immer kalt, windig und im Sommer kann man auch nicht hin, weil man in der Sonne verbrutzelt. Eine Randbebauung (so wie sie hier vorgesehen ist mit Blockrandbebauung) würde dem Feld endlich Struktur verleihen, eine Promenade dazu und fertig ist die Aufenthaltsqualität. Jetzt ist es einfach nur ein Ort, den Hippies und Ökos feiern. Aber den Luxus, eine derart große Fläche im Zentrum der Stadt zu haben, kann sich Berlin nicht länger leisten.
Komplett bebauen. Mindesthöhen abschaffen und hoch damit!
Es gibt den Volksentscheid und wenn man ernsthaft über eine Veränderung auf dem THF nachdenken möchte, wäre es wohl angemessen, endlich eine ergebnisoffene Diskussion darüber zu führen, was das Beste aus Sicht der Berliner Bürgerinnen und Bürger, der Verwaltung und der Politik für diesen Ort ist.
Städtebauliche Entwürfe sind doch jetzt gar nicht gefragt. Die „Besetzung“ des Themas muss so zwangsläufig zu Streit führen und wird niemals tragfähige Lösungen hervorbringen. Wenn wir eines über Großprojekte in Berlin inzwischen gelernt haben, dann dass es dafür eine hohe Akzeptanz geben muss.