Die BVG testet mit der „Pink*Zone“ auffällige Markierungen rund um Notruf- und Informationssäulen. Fahrgäste können die neuen Orientierungshilfen an fünf Berliner U-Bahnhöfen bewerten.

Eine Grafik zeigt die pinke „Pink*Zone“ der BVG vor einer Notruf- und Informationssäule sowie eine Detailansicht der Markierung mit SOS-Symbol, Informationszeichen und QR-Code.

Die BVG testet unterschiedliche Gestaltungen der „Pink*Zone“. Die Bodenfläche trägt den Hinweis „24/7 für dich da“ sowie Symbole für Notruf und Information. / © Bild: BVG

© Titelbild: BVG / Florian Bündig

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Große Farbflächen ziehen seit dieser Woche an mehreren Berliner U-Bahnhöfen die Blicke auf sich. Sie liegen direkt vor den Notruf- und Informationssäulen der BVG und sollen Fahrgästen zeigen, wo sie schnell Unterstützung erhalten. Ob das neue Orientierungssystem dauerhaft bleibt, entscheidet sich jedoch erst nach einem Praxistest.

Die BVG bezeichnet das Projekt als „Pink*Zone“. Der Name steht nicht allein für die auffällige Farbgebung. Die Buchstaben PINK bilden zugleich die Abkürzung für „Punkt für Information, Notruf und Kontakt“. Das Sternchen soll nach Angaben des Verkehrsunternehmens verdeutlichen, dass sich das Angebot an alle Fahrgäste richtet.

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BVG verbindet die „Pink*Zone“ mit bestehenden Notrufsäulen

Zum Auftakt erhielten die U-Bahnhöfe Alexanderplatz, Kurfürstenstraße und Britz-Süd entsprechende Bodenmarkierungen. Anschließend folgen Walther-Schreiber-Platz und Osloer Straße. Dabei testet die BVG bewusst verschiedene Farben und grafische Varianten. So erscheint die Fläche nicht an jedem Standort in Pink. Am U-Bahnhof Kurfürstenstraße kommt beispielsweise eine hellblaue Gestaltung zum Einsatz.

Die „Pink*Zone“ schafft keine neue Notruftechnik. Stattdessen soll sie vorhandene Säulen schneller auffindbar machen. Insgesamt betreibt die BVG nach aktuellen Angaben 570 Notruf- und Informationssäulen in ihren U-Bahnhöfen. In der Regel befinden sich mindestens zwei Säulen in jeder Station. Erste Anlagen stellte das Unternehmen bereits ab 1995 auf.

Eine pink-gelbe „Pink*Zone“ der BVG markiert am U-Bahnhof Alexanderplatz den Bereich vor einer Notruf- und Informationssäule, während eine gelbe U-Bahn am Bahnsteig vorbeifährt.

Am U-Bahnhof Alexanderplatz kennzeichnet die BVG eine Notruf- und Informationssäule mit einer auffälligen „Pink*Zone“, während im Hintergrund ein U-Bahn-Zug in den Bahnhof einfährt. / © Foto: BVG / Florian Bündig

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BVG-Notruf erreicht direkt die Sicherheitsleitstelle

Die Säulen besitzen zwei unterschiedliche Kontaktmöglichkeiten. Über den roten SOS-Knopf erreichen Fahrgäste direkt die Sicherheitsleitstelle. Dort sehen Mitarbeitende den Bereich an der Säule über eine zugeschaltete Kamera, schätzen die Situation ein und verständigen bei Bedarf Sicherheitskräfte, Polizei oder Feuerwehr. Außerdem können sie relevante Videoaufnahmen sichern und über die Bahnhofslautsprecher Hinweise geben.

Der gelbe Informationsknopf verbindet Fahrgäste dagegen mit der Service- und Informationszentrale. Dort erhalten sie unter anderem Auskünfte zu Fahrplänen, Umsteigeverbindungen, Aufzügen und dem Fundbüro. Auch Verschmutzungen, defekte Anlagen oder fehlende Fahrpläne lassen sich über diesen Kontakt melden. Anders als beim Notruf schaltet sich dabei keine Kamera automatisch hinzu.

U-Bahn-Fahrgäste bewerten die „Pink*Zone“ per QR-Code

Die BVG will nicht nur untersuchen, welche Farbe am stärksten auffällt. Der Test soll auch zeigen, welche Gestaltung sich im täglichen Betrieb bewährt und wie haltbar die Bodenmarkierungen sind. An den Flächen befindet sich deshalb ein QR-Code. Darüber können Fahrgäste ihre Erfahrungen und Einschätzungen direkt an das Unternehmen übermitteln.

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Vor dem Einsatz prüfte die BVG alle Varianten nach eigenen Angaben auch mit Blick auf die Barrierefreiheit. Die Testphase läuft nun mindestens drei Monate. Ob danach weitere U-Bahnhöfe eine „Pink*Zone“ erhalten, bleibt vorerst offen.

U-Bahnhof Alexanderplatz
U-Bahnhof Kurfürstenstraße
U-Bahnhof Britz-Süd
U-Bahnhof Walther-Schreiber-Platz
U-Bahnhof Osloer Straße

 

Quellen: BVG, Berliner Zeitung, Tagesspiegel

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