An der Friedenauer Gemeinschaftsschule in Schöneberg beginnt ein ungewöhnliches Schulbauprojekt. Mit dem Pilotvorhaben „Das Fliegende Klassenzimmer 2.0“ soll innerhalb weniger Monate ein modulares Holzgebäude entstehen, das künftig auch an anderen Berliner Schulstandorten eingesetzt werden könnte.

© Titelbild: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

 

ANZEIGE

In der Rubensstraße in Schöneberg entsteht in den kommenden Monaten ein neues Schulgebäude, das auf ein neu entwickeltes modulares Baukonzept setzt. Am 3. Juli wird an der Friedenauer Gemeinschaftsschule der Grundstein für das Pilotprojekt „Das Fliegende Klassenzimmer 2.0“ gelegt. Ziel ist es, zusätzliche Schulplätze deutlich schneller bereitzustellen als mit konventionellen Bauverfahren.

Der dreigeschossige Neubau soll Platz für 268 Schülerinnen und Schüler sowie 17 pädagogische Fachkräfte bieten. Vorgesehen sind zehn Klassenräume und sieben Teilungsräume. Bereits Ende dieses Jahres soll die Gebäudehülle stehen, die Fertigstellung ist für Mai 2027 geplant.

Modulares System für unterschiedliche Schulstandorte

Mit dem Projekt setzt das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg erstmals die neue Gebäudereihe „Das Fliegende Klassenzimmer 2.0“ um. Entwickelt wurde das modulare Holzbausystem vom Fachbereich Baumanagement des Bezirksamts. Es soll künftig an verschiedenen Schulformen und Standorten eingesetzt werden können.

ANZEIGE

Ein wesentliches Merkmal des Konzepts ist die Wiederverwendbarkeit. Die einzelnen Module lassen sich demontieren und an anderer Stelle erneut aufbauen, erklärt Bezirksstadträtin Eva Majewski Sparacino. Dadurch eigne sich das System sowohl für temporäre Erweiterungen als auch als Ausweichquartier während der Sanierung bestehender Schulgebäude. Gleichzeitig soll die serielle Bauweise Planungs- und Bauzeiten deutlich verkürzen.

Friedenauer Gemeinschaftsschule: Nachhaltige Bauweise mit Modellcharakter

Bezirksstadträtin Eva Majewski Sparacino bezeichnet das Projekt als wichtigen Schritt für den Berliner Schulbau. Angesichts des anhaltend hohen Bedarfs an zusätzlichen Schulplätzen könne das modulare System dazu beitragen, neue Kapazitäten innerhalb weniger Monate zu schaffen. Gleichzeitig setze das Bezirksamt auf eine nachhaltige Bauweise mit hoher Vorfertigung und flexiblen Nutzungsmöglichkeiten.

Geplant ist das Gebäude als KfW-Effizienzhaus 40. Nach Abschluss der Pilotphase soll das entwickelte Bausystem nicht nur in Tempelhof-Schöneberg, sondern perspektivisch auch in weiteren Berliner Bezirken zum Einsatz kommen.

ANZEIGE

Quellen: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.

Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.