Die Berliner Philharmonie steht vor einer grundlegenden Sanierung. Ab 2032 könnte das Ensemble zeitweise aus seinem angestammten Haus am Kulturforum ausziehen müssen. In Berlin wird nun über mögliche Übergangsspielstätten diskutiert.

Berliner Philharmonie, Foyer

Die Berliner Philharmonie gilt als architektonisches Wahrzeichen der Nachkriegsmoderne, steht jedoch nach Jahrzehnten intensiver Nutzung vor einer umfassenden Sanierung, die insbesondere Gebäudetechnik, Brandschutz und langfristige Betriebssicherheit grundlegend erneuern soll. / © Foto: depositphotos.com

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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Die Berliner Philharmoniker müssen sich in den kommenden Jahren auf eine einschneidende Veränderung einstellen. Das von Hans Scharoun entworfene Konzerthaus Berliner Philharmonie am Kulturforum Berlin soll ab 2032 umfassend saniert werden. Nach Angaben der zuständigen Senatsstellen betrifft dies vor allem Gebäudetechnik und Brandschutz.

Aktuell laufen erste Untersuchungen. Eine Machbarkeitsstudie soll klären, wie sich das Projekt technisch und organisatorisch umsetzen lässt. Währenddessen wird bereits deutlich, dass der Konzertbetrieb während der Bauphase nicht im bisherigen Haus fortgeführt werden kann.

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Während der Philharmonie-Sanierung: ICC und Tempelhof als mögliche Ausweichstandorte

Im Gespräch als Übergangsspielstätten sind unter anderem der ehemalige Flughafen Tempelhof sowie das ICC Berlin am Messedamm. Beide Standorte werden auf ihre Eignung hinsichtlich Akustik, Kapazität und Erreichbarkeit geprüft.

Nach Angaben der Intendantin Andrea Zietzschmann wurde das ICC bereits von Vertretern des Orchesters besichtigt, so die B.Z.. Allerdings bestanden zuletzt Zweifel, ob der große Saal den akustischen Anforderungen eines Sinfonieorchesters in vollem Umfang gerecht wird. Auch Tempelhof bleibt eine Option, wobei insbesondere der „Hangar 1“ als potenzieller temporärer Konzertort diskutiert wird.

Politische Debatte um das ICC: Giffey befürwortet kulturelle Nutzung

Besondere Aufmerksamkeit erhält das ICC offenbar auch aus der Landespolitik. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey hatte sich laut Medienberichten dafür ausgesprochen, das Gebäude stärker in kulturelle Nutzungen einzubinden. Parallel dazu läuft ein Konzeptverfahren zur zukünftigen Entwicklung des ICC, das nach mehreren gescheiterten Investorenanläufen nun offenbar in eine entscheidende Phase tritt.

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Laut B.Z. und Berliner Morgenpost soll ein verbleibendes Bieterkonsortium die Sanierung und Wiederinbetriebnahme des Gebäudes übernehmen. Das Land Berlin bleibt Eigentümer, während ein langfristiges Erbbaurecht vorgesehen ist. In diesem Zusammenhang wird auch eine Nutzung durch die Philharmoniker als mögliche Zwischenlösung diskutiert.

Blick auf das ICC in Berlin im Frühjahr 2026, daneben der Funkturm.

Die zukünftige Nutzung des ICC wird seit Jahren politisch und städtebaulich diskutiert. Nun könnte es als temporäre Spielstätte für die Berliner Philharmoniker dienen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Berliner Philharmoniker suchen Ersatzspielstätte: Kosten, Nutzungskonzepte und offene Fragen

Noch unklar sind sowohl die genauen Kosten der Philharmonie-Sanierung als auch die Finanzierung einer möglichen Ersatzspielstätte. Vergleichbare Großprojekte in Berlin deuten jedoch auf Investitionen im Milliardenbereich hin.

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Fest steht: Sowohl die Sanierung der Berliner Philharmonie als auch die Suche nach einem geeigneten Interimsspielort, wie auch die Zukunft des ICC stellen die Stadt vor komplexe planerische und finanzielle Aufgaben. Eine Entscheidung über den konkreten Standort für die Übergangszeit steht bislang noch aus.

Berliner Philharmonie in Mitte

Die Berliner Philharmonie entstand zwischen 1960 und 1963 nach den Plänen des Architekten Hans Scharoun und steht nun vor einer grundlegenden Sanierung. / © Foto: Wikimedia Commons, A.Savin, FAL

Berliner Philharmonie
ICC
Flughafen Tempelhof

Quellen: Berliner Morgenpost, B.Z., ProDenkmal, Austrasse Zürich

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