Nach mehrjähriger Sanierung zeichnet sich für das Pergamonmuseum ein konkreter Termin ab: Im Juni 2027 sollen zentrale Bereiche wieder öffnen. Gleichzeitig beginnt der umfangreichste Bauabschnitt.

Blick auf den Pergamonaltar während der Sanierung des Pergamonmuseums 2026.

Blick auf den Pergamonaltar während der Sanierung des Pergamonmuseums 2026. Mit einer Teilöffnung 2027 werden wesentliche Bereiche des Museums erstmals wieder zugänglich. / © Foto Staatliche Museen zu Berlin, David von Becker

© Titelbild: Kleihues + Kleihues Gesellschaft von Architekten mbH

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Mitten auf der Museumsinsel Berlin nimmt eines der bedeutendsten Kulturprojekte der Hauptstadt konkrete Formen an. Nach mehrjähriger Schließung soll das Pergamonmuseum am 4. Juni 2027 teilweise wieder für Besucher öffnen. Dann werden der Nordflügel und der Mittelbau zugänglich sein, und damit auch zentrale Publikumsmagnete wie der Pergamonaltar, der seit Jahren nicht mehr besichtigt werden konnte.

Die Wiedereröffnung markiert jedoch nur einen Zwischenschritt in einem der komplexesten Bauvorhaben der Berliner Museumslandschaft. Während Teile des Hauses zurückkehren, bleibt ein erheblicher Abschnitt noch lange Baustelle.

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Ab Juni 2027: Teilöffnung mit neuem Ausstellungskonzept

Mit der Öffnung 2027 werden wesentliche Bereiche der Antikensammlung sowie das Museum für Islamische Kunst wieder zugänglich. Neben dem Pergamonaltar gehören dazu unter anderem der Hellenistische Saal sowie neu konzipierte Präsentationen bedeutender Objekte wie das Aleppo-Zimmer oder die Mschatta-Fassade. Die Ausstellungen wurden nicht nur restauriert, sondern auch inhaltlich und gestalterisch überarbeitet.

Parallel dazu entstehen neue Besucherangebote: Eingangsbereiche, Servicezonen und Vermittlungsflächen werden bis zur Eröffnung fertiggestellt. Auch Barrierefreiheit und technische Infrastruktur wurden im Zuge der Sanierung umfassend modernisiert.

Visualisierung: So soll das fertige Pergamonmuseum eines Tages einmal aussehen.

So soll das Pergamonmuseum nach Fertigstellung einmal aussehen. / © Visualisierungen: Kleihues + Kleihues Gesellschaft von Architekten mbH

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Auf der Museumsinsel: Südflügel bleibt langfristige Baustelle

Deutlich länger geschlossen bleibt der Südflügel des Museums. Hier begann erst 2025 die grundlegende Sanierung, die sich nach aktuellen Planungen über mehr als ein Jahrzehnt erstrecken wird. Eine vollständige Wiedereröffnung des gesamten Hauses ist derzeit für 2037 vorgesehen.

Der bauliche Zustand dieses Bereichs gilt als besonders kritisch. Neben statischen Problemen müssen auch umfangreiche Sicherungsmaßnahmen für die Exponate umgesetzt werden. Für die Bauarbeiten wurden zuvor rund 100.000 Objekte ausgelagert – ein logistischer Kraftakt.

Sanierung ist eines der teuersten Kulturprojekte Deutschlands

Die Sanierung des Pergamonmuseums entwickelt sich zugleich zu einem der teuersten Kulturprojekte Deutschlands. Insgesamt werden derzeit Kosten von rund 1,5 Milliarden Euro veranschlagt, finanziert durch den Bund. Ein erheblicher Anteil entfällt auf den laufenden zweiten Bauabschnitt.

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Dieser umfasst nicht nur die Instandsetzung des Südflügels, sondern auch eine Erweiterung des Gebäudes: Ein vierter Flügel, ursprünglich bereits im frühen 20. Jahrhundert geplant, wird nun realisiert. Ziel ist ein durchgehender Rundgang durch die großen Architekturexponate des Museums.

Pergamonmuseum: Historisches Konzept, moderne Anforderungen

Die aktuellen Planungen greifen auf Entwürfe zurück, die bereits auf den Architekten Alfred Messel und später Oswald Mathias Ungers zurückgehen. Gleichzeitig werden neue Verbindungen zu benachbarten Häusern wie dem Bode-Museum und dem Neuen Museum geschaffen.

Auch energetisch wird das Gebäude auf einen zeitgemäßen Stand gebracht, etwa durch Photovoltaik-Anlagen und optimierte Energieeffizienzstandards. Trotz der Fortschritte bleibt das Projekt eine langfristige Aufgabe: Die vollständige Fertigstellung des Pergamonmuseums wird noch mehr als ein Jahrzehnt in Anspruch nehmen.

Pergamonmuseum

Quellen: Staatliche Museen zu Berlin 

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3 Kommentare

  1. a.t. 5. Mai 2026 at 14:54 - Reply

    Die neue Mittelspange ist mir viel zu dominant und pappt die beiden Seitenflügel derart zusammen, wie die ursprünglicheh Architekten das nun gerade NICHT wollten… Zum Glück sind sie lange dahingegangen und müssen sich die Verwurstung nicht mehr mitanschauen.

  2. Amo 5. Mai 2026 at 16:11 - Reply

    Ich hätte mir auch gewünscht der obere Teil der Mittelspange wäre komplett aus robustem Glas (wie beim Louvre aber als Quader), dann würde man schon von Außen die tollen Exponate darin sehen, wäre von weitem einladend und man bräuchte diese viel zu groben Betonrahmen nicht.

    • a.t. 6. Mai 2026 at 14:36 - Reply

      Ja, genau soetwas….

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