Das Wohnquartier „Paule Panke“ in Pankow nimmt entlang der Damerowstraße und Hadlichstraße immer klarere Formen an. Insgesamt sind 529 Wohnungen geplant.

Die eingerüsteten Wohnhäuser von „Paule Panke“ in Pankow zeigen eingesetzte Fenster, montierte Dämmung und gelagerte Fassadenmaterialien entlang der Baustelle. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
An der Damerowstraße und Hadlichstraße in Pankow richtet sich der Blick inzwischen nicht mehr nur auf Beton, Kräne und offene Geschosse. Beim Wohnquartier „Paule Panke“ (ehemals „Staytion“) rücken Fenster, Dämmung und die künftigen Straßenfassaden in den Vordergrund. Zugleich zeigt ein Blick in das Innere des Baufelds, wie unterschiedlich weit die einzelnen Gebäudeteile entwickelt sind.
- Bezirk: Pankow
- Adresse: Damerowstraße 8 und 11 sowie Hadlichstraße 18 und 19
- Umfang: Sechs Wohnhäuser mit insgesamt 529 Wohnungen
- Baubeginn: 2024
- Fertigstellung: 2030
Wer die Baustelle von der Damerowstraße aus betrachtet, erkennt vor allem eines: Das Ensemble beginnt, den Straßenraum räumlich zu fassen. Die mehrgeschossigen Rohbauten stehen dicht an den angrenzenden Gehwegen. Ihre unterschiedlichen Höhen, Rücksprünge und abgerundeten Gebäudeecken lassen die spätere Struktur des Quartiers bereits erkennen. Noch bestimmen Gerüste das Bild, doch zahlreiche Fenster sind eingesetzt. An mehreren Fassaden liegen Dämmplatten bereit oder wurden bereits montiert.

An der Damerowstraße schließt „Paule Panke“ schrittweise die bisher offene Straßenkante zwischen bestehender Bebauung und den neuen Wohnungen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
„Paule Panke“ wächst nicht überall im gleichen Takt
Die aktuellen Arbeiten verteilen sich auf verschiedene Ebenen. Während einzelne Gebäudeteile weitgehend geschlossene Fensteröffnungen zeigen, bleiben andere Abschnitte noch als unverkleidete Rohbauten sichtbar. Auf den Gerüsten laufen Arbeiten an den Außenwänden. Davor lagern Fassadenmaterial und weitere Bauteile. Damit verlagert sich der Schwerpunkt bei den fortgeschrittenen Häusern zunehmend auf die Gebäudehülle.
Besonders deutlich wird die parallele Bauweise beim Blick zwischen die Gebäuderiegel. Entlang der Straßen stehen bereits weit entwickelte Häuser, während im Inneren des Areals weiterhin Kräne, Bagger und unbefestigte Baustraßen dominieren. Das Quartier entsteht somit nicht als geschlossener Block in einer einzigen Bauphase. Mehrere Bauteile befinden sich gleichzeitig in unterschiedlichen Arbeitsständen.

Die eingerüsteten Wohnhäuser von „Paule Panke“ in Pankow zeigen eingesetzte Fenster, montierte Dämmung und gelagerte Fassadenmaterialien entlang der Baustelle. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Viele Wohnungen in „Paule Panke“ gefördert
Für die Bauteile B und C1 fand im Oktober 2025 das Richtfest statt. Zu diesem Zeitpunkt waren die Rohbauten dieser Abschnitte rund ein Jahr nach der Grundsteinlegung fertig. Die STADT UND LAND hatte zunächst die Bauteile B, C1 und C2 mit 311 Wohnungen erworben. Durch den späteren Ankauf von Bauteil A kamen weitere 50 Wohnungen hinzu. Damit sollen insgesamt 361 Wohnungen in den Bestand der landeseigenen Gesellschaft wechseln. Für Bauteil A nennt die STADT UND LAND derzeit eine voraussichtliche Fertigstellung im April 2028.
Insgesamt plant Kondor Wessels sechs Wohnhäuser mit 529 Wohnungen und einem Supermarkt. Der geplante EDEKA-Markt soll eine Fläche von rund 2.300 Quadratmetern erhalten. Damit entsteht neben den Wohnungen auch eine neue Nahversorgungsmöglichkeit direkt im Quartier. Ein zentraler Quartiersplatz soll die sechs Häuser miteinander verbinden. Nach Angaben der Projektbeteiligten ist dort außerdem ein künstlerisches Werk vorgesehen.

Die Visualisierung zeigt das geplante Wohnquartier „Paule Panke“ in Pankow mit mehreren Gebäudeteilen, begrünten Innenhöfen und Dachflächen des früheren Projekts „Staytion“. / © Visualisierung: 3D RenderMachine GmbH
761 Photovoltaikmodule für „Paule Panke“
Auch das Energiekonzept reicht über einzelne Gebäude hinaus. Mehr als 100 Erdwärmesonden sollen gemeinsam mit Wärmepumpen, einem lokalen Wärmenetz und Photovoltaikanlagen die Wärme- und Kälteversorgung übernehmen. GASAG Solution Plus nennt zudem 761 Photovoltaikmodule auf den Dächern. Die Wohnhäuser plant der Entwickler als Effizienzhäuser EH 40. Retentionsdächer sollen Regenwasser zurückhalten und das Schwammstadtprinzip unterstützen.
Vor Ort bleibt von vielen dieser technischen Bausteine bislang wenig sichtbar. Deutlich erkennbar ist dagegen, wie sich die äußere Gestalt von „Paule Panke“ verändert. Wo vor einem Jahr vor allem erste Wände und Bodenplatten zu sehen waren, stehen heute lange Gebäudefronten mit eingesetzten Fenstern und vorbereiteten Fassaden. Die Fertigstellung des gesamten Quartiers ist weiterhin für 2030 vorgesehen.
„Paule Panke“
Quellen: Kondor Wessels, STADT UND LAND, GASAG Solution Plus
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