Im Patrizierweg in Potsdam entstehen derzeit zwei Wohngebäude mit 35 barrierefreien Wohnungen. Nach ihrer Fertigstellung sollen sie vor allem Familien helfen, die besondere Unterstützung benötigen.

Bereits Ende Mai 2025 wurde das Richtfest gefeiert. Die ProPotsdam rechnet nun mit einer Fertigstellung im ersten Quartal des kommenden Jahres. / © Foto: Benjamin Maltry
© Visualisierung Titelbild: B&O Bau und Gebäudetechnik GmbH & Co. KG / Holzer Kobler Architekten Berlin GmbH
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Im Potsdamer Stadtteil Am Stern entstehen seit August 2024 zwei neue Wohngebäude, die von der kommunalen ProPotsdam realisiert werden. Das Vorhaben richtet sich vor allem an Familien, die Unterstützung in besonderen Lebenslagen benötigen und soll den Bestand an sozial orientiertem Wohnraum im Quartier erweitern.
Auf Anfrage von ENTWICKLUNGSSTADT teilte die ProPotsdam mit, dass die Arbeiten nicht wie ursprünglich geplant bis zum Jahresende abgeschlossen werden können. Stattdessen rechnet die kommunale Wohnungsbaugesellschaft nun mit einer Fertigstellung im ersten Quartal 2026.
Bis 2026: Neubau mit 35 Wohnungen entsteht am Patrizierweg
Auf dem rund 3.600 Quadratmeter großen Grundstück am Patrizierweg, das zuvor als Garagenstandort genutzt wurde, entstehen zwei neue Gebäude mit insgesamt 35 Wohnungen. Alle Wohnungen werden barrierefrei geplant. Die oberen Etagen können künftig über einen Aufzug erschlossen werden.
In den Wohnungen sollen später vor allem Familien einziehen. Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert betonte beim Richtfest, dass hier ein Ort entstehe, der Menschen in schwierigen Lebenssituationen ein verlässliches Zuhause und professionelle Unterstützung biete.
Neues Wohnprojekt am Stern: Holzhybridbauten für klimafreundlichen Wohnraum
Die Neubauten werden in Holzhybridbauweise errichtet. Ein Großteil der Konstruktionen wird vorgefertigt zur Baustelle geliefert. Ein Punkthaus und ein Gebäuderiegel mit Laubengangerschließung bilden das Zentrum des Projekts. Die gewählte Bauweise ermöglicht eine energieeffiziente Konstruktion und eine vergleichsweise kurze Bauzeit.
Darüber hinaus sind begrünte Dachflächen und Photovoltaikanlagen vorgesehen, um den späteren Betrieb klimafreundlicher zu gestalten. Ergänzt wird die bauliche Struktur durch Spiel- und Aufenthaltsflächen für Kinder verschiedener Altersgruppen, die das Wohnumfeld im Quartier weiter aufwerten sollen.
Potsdam am Stern: Wohnungsbau als Teil eines Sonderprogramms
Das Projekt wird mit Fördermitteln von Land und Bund unterstützt und ist Bestandteil des kommunalen Neubauprogramms, das den Bau von insgesamt rund 2.500 neuen Wohnungen vorsieht. Das Land Brandenburg stellt dafür ein zinsloses Darlehen in Höhe von mehr als 8,6 Millionen Euro sowie zusätzliche Zuschüsse von fast 2,5 Millionen Euro bereit.
Brandenburgs Bauminister Detlef Tabbert verwies bei der Richtfestfeier darauf, dass die Förderung sozialen Wohnraums weiterhin eines der zentralen Instrumente sei, um bezahlbares Wohnen in allen Regionen zu ermöglichen. Das Vorhaben im Patrizierweg sei aus seiner Sicht ein Beispiel dafür, wie dieser Anspruch in Potsdam umgesetzt werde.
ProPotsdam setzt kommunales Bauprogramm fort
Die ProPotsdam musste sich im laufenden Jahr mit steigenden Baukosten und hohen Zinsen auseinandersetzen, was insbesondere Vorhaben im sozialen Wohnungsbau belastete. Nach Angaben des Unternehmens tragen die bereitgestellten Fördermittel und Darlehen dazu bei, die finanziellen Herausforderungen abzumildern und Projekte wie den Patrizierweg weiterhin realisieren zu können.
Trotz der Verzögerungen bleibt das Neubauprojekt ein bedeutender Bestandteil der kommunalen Strategie zur Entlastung des angespannten Wohnungsmarkts in Potsdam. Nach der Fertigstellung sollen die Wohnungen Menschen offenstehen, die auf besondere Unterstützung angewiesen sind. Damit erweitert das Vorhaben den kommunalen Wohnungsbestand und trägt dazu bei, im Stadtteil Am Stern ein sozial ausgewogenes und solidarisches Umfeld zu fördern.
Quellen: ProPotsdam, Tagesspiegel
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