An der Vincent-van-Gogh-Straße in Neu-Hohenschönhausen plant die HOWOGE rund 140 Wohnungen. Der Neubau soll auf einer heute überwiegend als Parkplatz genutzten Fläche entstehen. Der Bauantrag wurde im März 2026 eingereicht.

Zu sehen sind hohe Wohnhäuser an der Vincent-van-Gogh-Straße hinter großen Bäumen und einer sonnigen Grünfläche in Neu-Hohenschönhausen.

Neben den bestehenden Wohnhäusern an der Vincent-van-Gogh-Straße befinden sich weitläufige Grünflächen, die teilweise an das geplante Baugrundstück angrenzen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: Winking / Froh Architekten

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In Neu-Hohenschönhausen rückt ein seit Jahren vorbereitetes Wohnungsbauprojekt näher. Die landeseigene HOWOGE will an der Vincent-van-Gogh-Straße ein langgestrecktes Wohngebäude errichten. Vorgesehen sind rund 140 Mietwohnungen, ergänzende Angebote im Erdgeschoss und neu gestaltete Freiflächen. Im März 2026 reichte das Unternehmen den Bauantrag beim Bezirksamt Lichtenberg ein.

  • Bezirk: Lichtenberg
  • Adresse: Vincent-van-Gogh-Straße 33–41, 13057 Berlin
  • Wohnungen: rund 140 Mietwohnungen
  • Wohnungsgrößen: 1- bis 4-Zimmer-Wohnungen

Der Neubau ist westlich der Häuser Vincent-van-Gogh-Straße 33 bis 41 auf einer bislang überwiegend als Stellplatzanlage genutzten Fläche vorgesehen. Bereits ein bezirkliches Dokument aus dem Jahr 2021 bezeichnete das Grundstück für einen geplanten Wohnungsneubau ausdrücklich als Parkplatz. Auch die aktuelle Beteiligungsdokumentation spricht von bisher als Parkplatz genutzten, stark versiegelten Flächen.

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Wohnungen an der Vincent-van-Gogh-Straße für ältere Menschen

Die aktuelle HOWOGE-Projektseite nennt für das eigentliche Baugrundstück eine Größe von rund 7.700 Quadratmetern. Geplant ist eine Wohnzeile in Holz-Hybridbauweise. Die HOWOGE führt elf Geschosse auf. Das Bezirksamt beschreibt den im März 2026 eingegangenen Bauantrag dagegen als Neubau eines zwölfgeschossigen Wohnhauses.

Die Pläne für den Neubau an der Vincent-van-Gogh-Straße setzen einen Schwerpunkt auf altersgerechtes Wohnen. Vorgesehen sind Ein- bis Vierzimmerwohnungen sowie größere Clusterwohnungen für gemeinschaftliche Wohnformen mit sechs bis acht Personen. Alle Wohnungen sollen barrierearm sein. Die Zugänge zum Gebäude sollen ohne Barrieren auskommen, die Bäder erhalten bodengleiche Duschen und das Haus Aufzüge. Die HOWOGE will zudem 20 rollstuhlgerechte Wohnungen vorhalten.

Das Bild zeigt ein bestehendes Wohnhaus mit Balkonen, einen Fußweg und den HOWOGE-Info-Point zu den geplanten Wohnungen an der Vincent-van-Gogh-Straße.

Der Info-Point vor der Vincent-van-Gogh-Straße 33 informiert die Nachbarschaft über die Pläne für die neuen Wohnungen und die Veränderungen auf dem Grundstück. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Erdgeschoss mit medizinischen Angeboten und Gemeinschaftsräumen

Rund die Hälfte der Wohnungen soll öffentlich gefördert werden. Konkrete Einstiegsmieten, Förderstufen oder Angaben zur späteren Vergabe liegen bisher nicht vor. Auch die genaue Aufteilung der Wohnungen nach Zimmerzahl hat die HOWOGE noch nicht veröffentlicht. Der angekündigte Baustart im Frühjahr 2027 bleibt zudem von der weiteren Genehmigung und Projektvorbereitung abhängig.

Ein gewünschter Concierge-Service soll nach derzeitigem Stand nicht umgesetzt werden. Die HOWOGE begründet dies in ihrer Beteiligungsdokumentation mit den zusätzlichen Kosten, die sich auf die Mieten auswirken würden. Offen ist weiterhin, wie die Clusterwohnungen vergeben und organisatorisch betrieben werden.

Das Erdgeschoss soll nicht allein dem Wohnen dienen. Die Pläne sehen Gewerbe- und Gemeinschaftsflächen vor, die auch für das bestehende Quartier nutzbar sein sollen. Als mögliche Angebote nennt die HOWOGE Physiotherapie, Tagespflege, Gastronomie, ein kleineres Ladenlokal und flexibel nutzbare Mehrzweckräume. Im Mittelpunkt steht nach Angaben des Unternehmens vor allem die medizinische und wohnungsnahe Versorgung.

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Das Foto zeigt einen Fußweg zwischen einem Wohnhochhaus und dichtem Grün an der Vincent-van-Gogh-Straße bei sonnigem Wetter.

Bestehende Wege und Zugänge an der Vincent-van-Gogh-Straße sollen nach Angaben der HOWOGE auch während der späteren Bauarbeiten erreichbar bleiben. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Hochhaus an der Vincent-van-Gogh-Straße verdrängt Parkplätze

Zusätzlich prüft die HOWOGE eine Mobilitätsstation. Dort könnten beispielsweise Einkaufstrolleys, elektrische Rollatoren oder Lastenräder ausgeliehen werden. Dafür müsste sich allerdings noch ein Betreiber finden. Auch für Gastronomie gibt es bislang keine benannten Mieter oder ein abschließendes Konzept. Vorgesehen ist laut HOWOGE eine ruhige, mit dem Wohnumfeld vereinbare Nutzung.

Das größte Problem sieht die bisherige Bürgerbeteiligung allerdings im Wegfall der bisherigen Parkfläche. Aber: Auf einem HOWOGE-Parkplatz nordöstlich der Häuser Vincent-van-Gogh-Straße 8 bis 16 bestanden Anfang 2024 insgesamt 160 Stellplätze. Davon waren 55 vermietet und 105 unvermietet.

Dazu kommt: Der Parkplatz soll mit dem Neubau nicht ersatzlos wegfallen. Die inzwischen überarbeitete Planung sieht rund 50 Stellplätze direkt auf dem Baugrundstück vor. Darunter befinden sich etwa 30 vermietbare Plätze sowie Kurzzeitparkplätze und Stellplätze für Menschen mit Behinderung.

Vincent-van-Gogh-Straße: Hochhaus-Pläne und neue Grünflächen

Darüber hinaus will die HOWOGE in der direkten Umgebung bislang nicht bewirtschaftete Flächen umbauen und dort rund 130 weitere vermietbare Stellplätze anbieten. Bestandsmieterinnen und Bestandsmieter sollen möglichst wohnortnahe Ersatzplätze erhalten.

Obwohl das Gebäude auf versiegelten Parkplatzflächen entsteht, soll der Grünanteil auf dem Grundstück insgesamt steigen. Große Teile der heutigen Asphalt- und Stellplatzflächen will die HOWOGE entsiegeln. Der neue Hof soll Sitzplätze sowie Bereiche zum Verweilen und Spielen erhalten. Bestehende Bäume sollen erhalten bleiben, soweit dies technisch möglich ist. Für notwendige Fällungen kündigt die HOWOGE Ersatzpflanzungen an, gegebenenfalls auch auf benachbarten Grundstücken.

Vincent-van-Gogh-Straße

 

Quellen: HOWOGE, Bezirksamt Lichtenberg, Schriftliche Anfrage an das Abgeordnetenhaus Berlin, Drucksache 19 / 18 628

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One Comment

  1. Max 14. Juli 2026 at 15:50 - Reply

    Warum ist es nicht möglich in den Gewerbeflächen einen Späti oder ähnliches zu haben, der den Concierge Service für eine geringe Gebühr mitübernimmt.

    5 Euro mal 140 Wohnungen wären immerhin 900 Euro.

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