Im südöstlichen Teil des Parks Sanssouci steht die Villa Liegnitz kurz vor einem neuen Kapitel. Nach umfassender Sanierung soll das denkmalgeschützte Gebäude ab Spätsommer 2026 als Verwaltungsstandort der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten genutzt werden. 

Villa Liegnitz, Ansicht von Südwesten

Die Villa Liegnitz im Park Sanssouci wird derzeit umfassend saniert, wobei Fassaden, Dächer, Innenräume sowie die Außenanlagen denkmalgerecht instandgesetzt und für eine künftige Büronutzung der SPSG vorbereitet werden. / © Foto: SPSG / Carlo Paulus

© Fotos: SPSG / Carlo Paulus

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Im Potsdamer Park Sanssouci nähert sich die umfassende Instandsetzung der Villa Liegnitz ihrem Abschluss. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) hat das Gebäude seit 2021 grundlegend saniert. Die Arbeiten umfassen die Wiederherstellung von Fassaden, Dächern und Innenräumen ebenso wie die technische Erneuerung und die Instandsetzung der rund 9.000 Quadratmeter großen Außenanlagen.

Die Gesamtinvestitionen liegen aktuell bei rund 17,5 Millionen Euro. Finanziert wird das Vorhaben über das Sonderinvestitionsprogramm 2, das Bund und die Länder Brandenburg und Berlin zur Sicherung bedeutender Kulturerbestätten aufgelegt haben. Die Bauarbeiten sollen in den kommenden Monaten abgeschlossen werden.

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Villa Liegnitz wird saniert: Historischer Ort mit wechselvoller Nutzung

Die Geschichte der Villa Liegnitz reicht bis ins Jahr 1841 zurück. Entworfen von Albert Dietrich Schadow als Witwensitz für Auguste Fürstin von Liegnitz, wurde das Ensemble im Stil der italienischen Renaissance errichtet. Spätere Umbauten, unter anderem 1907/08 durch Otto Wittig, prägen das heutige Erscheinungsbild maßgeblich.

Nach dem Zweiten Weltkrieg änderte sich die Nutzung mehrfach: von einer Wohnnutzung über eine Verwendung durch die Pädagogische Hochschule bis hin zu Büronutzungen der SPSG. Zwischenzeitlich waren sowohl Gebäude als auch Gartenanlagen stark sanierungsbedürftig. Seit 1990 ist das Ensemble Teil der UNESCO-Welterbestätte „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“.

Villa Liegnitz, Ansicht von Südwesten

Die Außenanlagen der Villa Liegnitz im Park Sanssouci werden im Zuge der Sanierung denkmalgerecht instandgesetzt und in ihren historischen Strukturen wiederhergestellt. / © Foto: SPSG / Carlo Paulus

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SPGS im Park Sanssouci: Nutzung als Verwaltungsstandort ab 2026

Nach Abschluss der Arbeiten soll die Villa künftig als Verwaltungsgebäude dienen. Vorgesehen ist die Unterbringung der Generaldirektion und der Generalverwaltung der SPSG mit rund 70 Arbeitsplätzen. Der Einzug ist für den Spätsommer 2026 geplant.

Die vorhandene Raumstruktur bleibt dabei weitgehend erhalten. Im Fokus der Planungen stand der behutsame Umgang mit der historischen Bausubstanz, ergänzt um die Wiederherstellung baulicher Elemente aus der Umbauphase zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Kunst am Bau als Teil der Auseinandersetzung

Begleitend zur Sanierung wurde ein offener Kunst-am-Bau-Wettbewerb durchgeführt. Ziel war es, die historische Nutzung und die Brüche in der Geschichte des Ortes künstlerisch aufzugreifen. Aus 75 Einreichungen wurden fünf Entwürfe für die zweite Phase ausgewählt.

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Den Zuschlag erhielt der Entwurf „Gespinst – ein virtueller Raum“ von Ute Vorkoeper. Die Arbeit wird im Eingangsbereich der Villa umgesetzt und setzt sich mit der historischen Rolle des Gebäudes sowie seiner Einbindung in politische Kontexte auseinander. Die übrigen Entwürfe sind weiterhin dokumentiert und online einsehbar.

Park Sanssouci

Quellen: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten

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