Das Park Inn am Alexanderplatz soll einen neuen Sockel mit Atrium, Läden und Dachterrasse erhalten. Das Berliner Baukollegium fordert allerdings weitere Änderungen am Entwurf.

So könnte sich der umgebaute Sockel des Park Inn künftig zur Alexanderstraße präsentieren. Die Visualisierung zeigt den neuen Eingangsbereich bei Nacht, während das bestehende Hochhaus und der Berliner Fernsehturm erhalten bleiben. / © Visualisierung: Covivio / Planungsgemeinschaft AGL architekten
© Titelbild: Covivio / Planungsgemeinschaft AGL architekten
Das Park Inn gehört seit Jahrzehnten zur Silhouette des Alexanderplatzes. Während neben dem Hotel mit dem neuen Hochhaus „030BLN“ bereits ein weiterer Turm wächst, richtet sich der Blick nun auf den Bestand. Dabei geht es nicht um den Abriss des bekannten Hochhauses. Stattdessen soll sich sein Sockel grundlegend verändern – und damit auch die Verbindung zwischen Alexanderplatz und Alexanderstraße.
- Bezirk: Berlin-Mitte
- Adresse: Alexanderplatz 7, 10178 Berlin
- Vorhabenträger: Covivio
- Projektstatus: Planung / Vorbereitung eines Qualifizierungsverfahrens
- Geschosse: fünf
- Nutzungen: Hotel, Einzelhandel, Restaurant und Konferenzbereiche
Der Umbau betrifft vor allem das Baufeld D2, auf dem das Park Inn steht. Das Hochhaus selbst soll weitgehend unangetastet bleiben und auch während der Arbeiten weiter als Hotel funktionieren. Laut Planungsteam arbeiten Fachplaner deshalb seit rund zwei Jahren an dem komplexen Eingriff. Das Hotel beschäftigt nach den im Baukollegium genannten Angaben rund 180 Menschen.
Der Erhalt des Turms ist inzwischen auch Teil der offiziellen städtebaulichen Planung. Die Senatsverwaltung erklärt, dass der Bebauungsplan für D1/D2 gerade deshalb geändert werden muss, weil der frühere Masterplan den Erhalt des Park Inn noch nicht vorsah.
Park Inn: Abriss im Sockel und neue Anlieferung unter der Erde
Die Planer teilen den Umbau in drei große Eingriffe. Zunächst soll ein erheblicher Teil der bestehenden Sockelbauten verschwinden. Zudem ist eine neue Anlieferungszone geplant, die zwei Ebenen unter der Oberfläche liegen soll. Die Zufahrt soll über das benachbarte Baufeld D3 erfolgen. Darüber entsteht schließlich der neue Sockel des Hotels.
Dabei muss das Planungsteam Rücksicht auf den bestehenden Turm nehmen. Eingriffe in das Hochhaus könnten umfangreiche neue Anforderungen beim Brandschutz auslösen. Deshalb soll der Turm einschließlich seiner bestehenden Fassade möglichst erhalten bleiben. Auch das Restaurant Spagos soll nicht verschwinden, sondern in den neuen Gebäudekomplex und das geplante Atrium integriert werden.

Im Inneren des neuen Park-Inn-Sockels ist ein begrüntes Atrium vorgesehen. Pflanzen, Aufenthaltsflächen und offene Ebenen sollen einen neuen Übergang zwischen Hotel, Alexanderstraße und Alexanderplatz schaffen. / © Visualisierung: Covivio / Planungsgemeinschaft AGL architekten
Hochhaus am Alexanderplatz bekommt neuen Haupteingang und grünes Atrium
Besonders stark verändert sich die Seite zur Alexanderstraße. Dort planen die Architekten einen klar erkennbaren Haupteingang. Ein weiterer Zugang soll über die neue Gasse G2 entstehen. Im Inneren ist ein begrüntes Atrium vorgesehen, das die Grünstruktur bis zu einer begrünten Dachterrasse weiterführen soll. Zum Alexanderplatz orientieren sich dagegen Läden, Restaurant und Konferenzräume.
Damit knüpft der Umbau unmittelbar an das benachbarte Hochhausprojekt „030BLN“ von Covivio an. Zwischen dem Neubau und dem Park Inn soll langfristig eine begrünte Verbindung vom Alexanderplatz zur Alexanderstraße entstehen.
Baukollegium fordert zwei getrennte Sockel am Alexanderplatz
Bei der Sitzung am 31. August 2026 stellte das Baukollegium allerdings klar, dass D1 und D2 nicht unter einem gemeinsamen Sockel zusammengefasst werden sollten. Stattdessen empfiehlt das Gremium zwei eigenständige Gebäude mit einer Passage dazwischen. Eine Passage zwischen D2 und dem bereits im Bau befindlichen D3 wird ausdrücklich unterstützt.
Änderungsbedarf sieht das Gremium zudem bei der Höhe. Der bislang gezeigte Sockel sei städtebaulich zu niedrig. Zulässig wären maximal 34 Meter; das Baukollegium hält etwa 26 bis 28 Meter für angemessen. Für die neue Gasse zwischen D1 und D2 nennt es rund 18 Meter als denkbare Breite. Außerdem sollen die trapezförmigen Fassadenelemente nochmals überarbeitet werden, da ihre gestalterische Herleitung bislang nicht überzeugend sei.
Deshalb soll nun ein konkurrierendes Qualifizierungsverfahren folgen. Darin sollen Sockel, Hochpunkt, Fassaden und Passage erneut untersucht werden. Währenddessen verändert sich der Alexanderplatz bereits sichtbar.
Park Inn: Umbau des Sockels am Alexanderplatz
Quellen: 113. Sitzung des Baukollegiums Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Covivio, Park Inn by Radisson Berlin
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8 Kommentare
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es ist wirklich unerträglich, der Alexanderplatz in den sechziger Jahren als Platz für Fußgänger neu konzipiert udn mittllerweile schon unerträglich als Platz soll nach diesen Planungen weiter zugebaut werden. Wir hatten schon vor zwei JAhren das Problem mit der beschädigung fdes U-BAhntunenls der U2 ddurhc den französischen Investor, wenn die PakInn Planer ihre Anlieferzonenr unetrirdishc anlegen woleln, wird das bestimmt auch wieder Probleme geben, denn der Tunnel der U2 liegt ziemlcih genau vor dem Hochhaus, aber wer weiß das schon. Und als Treffpunkt für usn Anwohne r ist der Platz jas chon lange nicht mehr geeigent. Dankd er Planungen von Stadtfremden wie Kolhoff wird alles zugebaut und „tolle“ Wolkenkratzer entstehen…
Wieder dieses 26-28m Höhengeraune aus der Provinz…Ich hoffe, die ignorieren das und steigen schnurstracks bei 34m ein.
Avanti Dilletanti Babylon Berlin am Alex.
Die mühsam angesiedelte Vogelwelt(Turmfalken usw.Nachtigallen und die Alexfledermäuse [Hufeisennasen]) welche zum Teil die AlexRatten und Ingezieferplsge bekämpfen, werden vertrieben und ein weiteres Innenstadtniotpp wird durch Grössenwahn wird schamlos vernichtet.
Auch die grosse Zeit Babylons endete mit solchem Unfug.
Puh, alle vorhandenen Kommentare lassen mich mit Kopfschütteln zurück. Wann war denn der Alex jemals ein Ort zum Zusammenkommen? Selbst vor dem Krieg kann man sich das nur schwer vorstellen. Eine grüne Oase war er meiner Wahrnehmung nach auch noch nie. Geschweige denn ein Biotop.
Zu den Plänen: Erstmal ist es schön, dass sich überhaupt etwas tut. Die Einwände des Baukollegiums kann ich gut nachvollziehen und stimme diesen zu. Ich bin auf die Überarbeitung / den Wettbewerb gespannt.
Das sehe ich genauso. Danke gür Ihr Statement. Allerdings fände ich es schon schön, wenn der Alex durch zusätzliche Bäume oder begrünte Fassaden grüner werden würde.
Der ALEX ist immer noch einer der hässlichsten Plätze Berlins. Das war er bereits zu DDR Zeiten und danach ging es weiter bergab.
Alles was dort jetzt gebaut und geplant wird, rahmt den Platz endlich ein. Die beiden neuen Hochhäuser, der neue Sockel des Hotels und die weiteren 3 Hochhäuser werden diesen Platz endlich aufwerten und durch die neuen Mieter wird sich die Gegendpositiv verändern.
Wenn es etwas zu kritisieren ist, dann die Höhenbegrenzung und Verschleppung der Projekte durch die bisher feindlich eingestellten Linken. Seit Schwarz Rot regiert, geht es endlich voran. Man kann nur hoffen, dass der neue Senat nicht wieder alles um Jahre verzögert. Und sorry, dieses Gemeckere vor jedem Bauvorhaben in Berlin nervt nur noch. Der Platz kann nur schöner werden!
Dieses grauenvolle Park Inn gehört abgerissen. Nur durch die Intervention der SED Lompscher wurde das Gebäude erhalten und nicht nur das, sondern die ganze Planung von Kollhoff wurde sabotiert und das Park Inn zum Maßstab was Höhe und Form betraf für alle anderen Gebäude. Es ist ein Trauerspiel.
Eigentlich kann es am Alex nur besser werden. Hochhäuser und andere massive Bauten sind hier sicherlich gut geeignet. Es wäre natürlich schön wenn nicht alles nur noch aus Quadern und Würfeln besteht. Etwas mehr Mut und weniger Kleingeist wären hier angebracht.