Der Umbau des ehemaligen „Panorama-Hotels“ am Adenauerplatz schreitet mit hoher Geschwindigkeit voran. Während der Baukörper sichtbar wächst und erste Fassadenelemente eingesetzt werden, konkretisieren sich zugleich die künftigen Nutzungen des Gebäudes. Geplant ist ein gemischt genutztes Ensemble aus Hotel, Wohnen und Büroflächen.

Nach den Plänen des Schweizer Architekten Max Dudler erhält das Gebäude eine völlig andere, geschwungene Formsprache. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Am Adenauerplatz in Charlottenburg schreiten die Bauarbeiten am ehemaligen „Panorama-Hotel“ sichtbar voran. Das Gebäude an der Lewishamstraße verändert aktuell deutlich seine Erscheinung und tritt zunehmend als neuer Stadtbaustein in Erscheinung. Gleichzeitig wird die künftige Dimension des Projekts im Stadtraum immer besser ablesbar.
Noch vor wenigen Monaten prägten vor allem Rückbauarbeiten und freigelegte Strukturen das Bild der Baustelle. Inzwischen hat sich die Situation deutlich gewandelt. Der Hochbau läuft auf Hochtouren, während sich Geschoss für Geschoss nach oben entwickelt. Zwar ist das Gebäude weiterhin vollständig eingerüstet, dennoch lässt sich die neue Form bereits klar erkennen.
Adenauerplatz: „Panorama Hotel“ wächst weiter in die Höhe und erste Fassadenelemente werden sichtbar
Auffällig ist vor allem das Tempo der Bauarbeiten. Innerhalb kurzer Zeit hat der Baukörper deutlich an Höhe gewonnen und verändert damit seine städtebauliche Präsenz spürbar. Mit jedem weiteren Abschnitt wird die geplante Kubatur klarer und fügt sich zunehmend in die umgebende Struktur ein.
Parallel dazu zeigen sich erste konkrete Ausbauschritte an der Fassade. In den unteren Bereichen wurden bereits Fenster eingesetzt, insbesondere im markanten, abgerundeten Gebäudeteil. Dadurch wird die neue Architektursprache erstmals greifbar und hebt sich visuell vom übrigen Rohbau ab.
„Panorama Hotel“ wird zum gemischt genutzten Gebäude mit Wohnen Büros und Gastronomie

So soll das einstige Hotelgebäude an der Lewishamstraße in Charlottenburg nach dem abgeschlossenen Umbau schließlich aussehen. / © Visualisierung: Max Dudler Architekten
Das ehemalige Hotelgebäude wird künftig nicht mehr ausschließlich als Hotel betrieben, sondern zu einem gemischt genutzten Ensemble umgebaut. Geplant sind neben Hotelzimmern auch Büroflächen sowie Wohnungen.
Insgesamt soll eine Bruttogeschossfläche von rund 19.100 Quadratmetern entstehen. Ergänzend sind im Erdgeschoss Flächen für Gastronomie und Einzelhandel vorgesehen, die zur Belebung des Standorts beitragen sollen. Ziel ist es, den bislang eher funktional geprägten Ort städtebaulich neu zu ordnen und stärker zu aktivieren.
Baustelle an der Lewishamstraße zeigt Fortschritte bei Fassade und Hochbau
Mit dem Einbau der Fenster beginnt eine neue Phase des Projekts. Während große Teile des Gebäudes noch im Rohbauzustand sind, lassen sich in einzelnen Bereichen bereits die nächsten Entwicklungsschritte ablesen. So entsteht ein vielschichtiges Bild aus fertigen und noch im Bau befindlichen Abschnitten.
Gleichzeitig laufen die Arbeiten an den oberen Geschossen kontinuierlich weiter. Baugerüste, Kräne und Materialtransporte prägen weiterhin das Bild vor Ort. Dennoch wird deutlich, dass das Projekt in eine entscheidende Bauphase eingetreten ist. Schritt für Schritt nähert sich das Gebäude seiner finalen Form und gewinnt zunehmend an Präsenz im Stadtraum rund um den Adenauerplatz.
Quellen: Max Dudler Architekten, Architektur Urbanistik Berlin, Tagesspiegel
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4 Kommentare
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Derselbe langweilige, profillose Einheitsarchitekturbrei wie überall. Wer will sich dort schon gern aufhalten? Grauenvoll!
Als Architekt unterschreibe ich die Aussage Einheitsbrei sofort.
Ich finde die Form des Gebäudes sehr gut da es in einem von Verfall und scheitern geprägten Umfeld, sowie so oft in Berlin in einem wilden Mix der architektonischen Stile wie ein Bindemittel für Klarheit steht.
Allerdings wird die Straße dort stark von der Fahrbahnunterführung geprägt, was dazu führt das sich dort weniger entwickelt, die Autofahrbahn dominiert zu stark – an einem zentralen Platz. Mit anderen Worten, die angrenzende Fahrbahn sorgt dafür das man dort eher ungern wohnen oder arbeiten möchte, weil es an Aufenthaltsqualität mangelt.
Alternative Perspektive, die Autobahnunterführung wird noch zugeschüttet, mehr Begrünung, mehr Verweilqualität und die perfekte Lage mit U7 und S-Bahn Bahnhöfen in kurzer Entfernung, wohl für viele eine Traumlage. Einzelhandel und Cafes könnten mit Aufwertung auch eine Chance haben.