In Pankow soll auf dem Gelände eines ehemaligen Rangierbahnhofs ein neues Stadtquartier entstehen. Bevor die Bürgerbeteiligung zum Bebauungsplan startet, informiert der Bezirk am 23. Juni digital über den aktuellen Planungsstand und die nächsten Schritte.

Auf dem früheren Rangierbahnhof in Pankow soll ein neues Stadtquartier mit Wohnbebauung, Bildungsangeboten und Freiflächen entstehen. / © Visualisierung: Nöfer Architekten
© Titelbild: Nöfer Architekten
Zwischen Berliner Allee und Bahntrasse in Pankow liegt ein Areal, das seit Jahren zu den größten Stadtentwicklungsprojekten im Norden der Hauptstadt zählt: das sogenannte Pankower Tor. Auf dem Gelände eines ehemaligen Rangierbahnhofs sollen in den kommenden Jahren Wohnungen, Schulen, Grünflächen und neue Infrastrukturen entstehen. Bevor es in die nächste Phase des Bebauungsplanverfahrens geht, informiert der Bezirk nun öffentlich über den aktuellen Stand.
Am Dienstag, 23. Juni 2026, findet dazu um 18 Uhr eine digitale Informationsveranstaltung statt. Sie richtet sich an alle Interessierten und soll den Einstieg in die anstehende Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bebauungsplan 3-60a erleichtern. Die Veranstaltung wird live über YouTube sowie über die Projektwebsite gestreamt. Fragen können währenddessen über einen Chat gestellt werden.
Pankower Tor: Auftakt zur Öffentlichkeitsbeteiligung
Im Rahmen der zweistündigen Veranstaltung werden werden unter anderem der Bebauungsplanentwurf, städtebauliche Überlegungen sowie begleitende Gutachten vorgestellt. Ziel ist es, die Inhalte des Verfahrens frühzeitig nachvollziehbar zu machen, bevor die formale Beteiligungsphase beginnt.
Das Projekt Pankower Tor umfasst rund 47 Hektar Fläche eines früheren Bahnareals. Geplant sind etwa 2.000 Wohnungen sowie ergänzende Nutzungen wie Schulen, Kitas, Gewerbeflächen und ein Stadtteilpark. Auch neue Wege- und Freiraumstrukturen sind Teil des städtebaulichen Konzepts.
Zwischen den Bahnhöfen Pankow und Heinersdorf: Langjähriges Großprojekt mit offenen Fragen
Die Entwicklung des Areals ist seit Jahren von Verzögerungen geprägt. Neben komplexen Planungsfragen spielen dabei auch naturschutzrechtliche Aspekte, mögliche rechtliche Auseinandersetzungen sowie Abstimmungen zwischen den beteiligten Akteuren eine Rolle. Zuletzt wurde ein möglicher Baustart frühestens für das Jahr 2027 in Aussicht gestellt.
Mit der nun angekündigten Informationsveranstaltung soll zunächst Transparenz über den aktuellen Planungsstand geschaffen werden. Sie markiert den Auftakt in die formale Beteiligung der Öffentlichkeit, in deren Verlauf Bürgerinnen und Bürger Stellungnahmen zum Bebauungsplan einreichen können.
Quellen: Bezirksamt Pankow, NABU, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Senatskommission Wohnungsbau, Nöfer Architekten, RBB
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10 Kommentare
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Seit genau wieviel Jahrzehnten wird nun schon über die Entwicklung bzw Bebauung des Pankower Tores diskutiert ???
Kein einziges Mal die geschützten und in Berlin einmaligen Kreuzkröten überhaupt zu erwähnen in Zusammenhang mit dem Pankower Tor, ist schon sehr seltsam!
Ich staune, wieviel Ausdauer der Investor hat und noch immer investieren will. Erstaunlich ist, wer so alles mitreden will, obwohl die garnicht das Geld haben. So krankt ja generell unser System, 100 “ Experten“ reden und bestimmen über fremdes Geld. So wird das nix mit der schnellen Bekämpfung der Wohnungsnot.
Respekt und Hochachtung vor dem Investor Herrn Krieger. Seit zig Jahren werden dem Projekt Steine in den Weg gelegt und dann tauchen auch noch Kreuzkröten auf die es dort vorher garnicht gab und der NaBu hat längst die Realitäten aus den Augen verloren.
Kurios wie die unterschiedlich Wohnungsbaupolitik in Pankow hehandhabt wird. Ich bin gespannt welches ,,Problem,, als Nächstes auftaucht.
Auch ich kann mich den Kommentaren der Anderen nur anschließen, seit Jahren wird diskutiert, verhindert und debattiert, ohne wirkliches Ergebnis. Das der Investor noch immer hinter seinem Projekt steht, ist zu bewundern, wäre ich das, hätte ich den zuständigen Behörden schon längst …..und mich aus dem Projekt verabschiedet. Das irgendwelche Kreuzkröten und dazu gehörige „Schutzvereine“ die Bebauung verhindern, ist so wohl nur in Deutschland möglich….
Hier gehört eine neue klare Gesetzesregelung, die solche Verhinderer verhindert. Nichts gegen Umwelt/ Artenschutz, aber was zu viel ist, ist zu viel…
„Pankower Tor“ = Kann man als Abschreckung für Investoren bezeichnen.
Die Kröten gab es vorher nicht irgendwann ist es zu gewachsen und es ist ein Wald entstanden ,dann kann man es nicht mehr bebauen.Wie wird die Verkehrsanbindung ,auf dem Gelände sollte mal eine u.bahn Werkstatt entstehen deshalb die U Verlängerung bis nach Pankow.
Hut ab vor der Ausdauer des Herrn Krieger. Diese Baupolitik des Bezirkes, wo jeder mitreden darf, verhindert Investitionen und Investoren. Was ist mehr Wert, eine Kröte oder das Wohl vieler Menschen. Der NABU entwickelt sich immer mehr zu einem Verhinderer
(siehe Salzstreuung im letzten Winter).
Wann gibt es endlich im Bezirk Politiker,
die im Sinne des Gemeinwohls handeln.
Vaclav Havel fragte einmal: „Was passiert, würde ein Ökonom die Arbeit eines Sinfonieorchesters optimieren?
Wahrscheinlich käme er zu dem Schluss, in Beethovens Konzerten alle Pausen zu streichen – man könne Musiker schließlich nicht für das Nichtspielen bezahlen.“
Warum kann man nicht mal das Gelände der dringend benötigten Schule entkoppeln und damit anfangen. Die Kröten die darauf sitzen kann man ja ins Restgelände abschieben derweil.